Münster und die englische Woche

Das 0:1 beim aufstiegsambitionierten Team aus Aalen schmerzte Preußen-Trainer Pavel Dotchev. Nicht, weil es seine erste Niederlage war, sondern vielmehr, weil wenige Minuten vor Spielende ein Punkt verspielt wurde. Die fehlende Konzentration bis zum Schluss ist ein Punkt, an dem der Bulgare in den nächsten Wochen effizient arbeiten möchte.

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Tollkühne Optimisten hatten sogar von einem direkten Durchmarsch bis in die Zweitklassigkeit zu Träumen gewagt. Das Potential für eine Position im oberen Tabellendrittel ist definitiv da. Als Problem erweist sich jedoch immer mehr, dass die Nerven oft nicht halten. Trotz der höchst ärgerlichen Niederlage war Dotchev mit der grundsätzlichen Leistung seines Team nach dreiwöchiger Wettkampfpause sehr zufrieden: „Mit Auftritt und Einstellung meiner Mannschaft bin ich zufrieden, nicht aber mit dem Ergebnis, das ist ungerecht und unglücklich“, so ein enttäuschter Trainer.
Spielerisch weiß das Team aus dem Münsterland oft zu überzeugen, zeigt ansehnliche Ballstaffetten und zuweilen sogar technische Kabinettstückchen. Das Problem liegt auch in der fehlenden Effektivität im Abschluss und die Zielstrebigkeit in einigen Situationen. Für Dotchev war es die erste Niederlage in seinem dritten Match unter seiner Regie. Dennoch möchte der Trainer keine gravierenden Veränderungen vornehmen. Er setzt auf das Prinzip Hoffnung, dass ein schnelles Erfolgserlebnis eine befreiende Wirkung hätte.
Absolute Zustimmung erhielt der ehemalige Paderborn und Erfurt-Trainer in seinem Team. So sieht auch Mannschaftskapitän Stefan Kühne sich und seine Kollegen in der nächsten Partie gefordert: „Diese Niederlage ist sehr, sehr bitter. Wir hatten die besseren Torchancen und keiner weiß, warum wir hier verloren haben. Am nächsten Samstag treffen wir mit Darmstadt auf einen Gegner, der auf Augenhöhe ist und gegen diesen müssen wir punkten.“
Lob gab es sogar von der Gegnerseite. So lobte VfR Aalen-Trainer Ralph Hasenhüttel das Spiel des Aufsteigers aus Westfalen: „Preußen hat uns das Leben heute extrem schwer gemacht. Es war absolute Schwerstarbeit. Aber das Tor von Martin Dausch ist überragend“; konnte er es sich nicht verkneifen seinen Spieler noch ein wenig mit Lobeshymnen zu überschütten.
Zeit den Kopf in den Sand zu stecken gibt es nicht mehr viel, denn es gibt viele Chancen zur Wiedergutmachung. Das Bundesliga-Gründungsmitglied muss innerhalb von nur sieben Tagen drei Spiele bestreiten. Den Anfang bildet das Abstiegsduell mit Mitaufsteiger Darmstadt 98, ehe es drei Tage später ins Schwabenland zum VfB II geht. Das absolute sportliche Highlight bietet das Aufeinandertreffen mit dem Erzrivalen aus Bielefeld. Am darauffolgenden Samstag gastieren die Preußen zum Hochsicherheitsspiel in Bielefeld. Sicherlich nicht nur für die Grün-Schwarzen-Fans ein ganz besonderes Duell.
Die winterlichen Verhältnisse im Februar waren verantwortlich für diverse Spielausfälle in der 3. Liga. So sind die Spiele unter der Woche allesamt Nachholspiele. Dies könnte für Münster noch eine interessante Note bekommen, da die Preußen neben Osnabrück und Offenbach die wenigsten Spiele absolviert haben. Das Dotchev-Team hat erst 25 Spiele in dieser Saison bestritten.

Quelle: www.kicker.de

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