Klefisch-Exklusiv: Osnabrück dreht dank Joker Jula das Spiel gegen Rostock


Aus der Osnabrücker-Osnatel-Arena berichtet 3-liga.com-Reporter Henning Klefisch.

Klefisch-Exklusiv: Osnabrück dreht dank Joker Jula das Spiel gegen Rostock
Mit 3:2 konnte der VfL Osnabrück gegen Hansa Rostock sein Heimspiel vor knapp 11.000 Zuschauern gewinnen. Besonders die Moral der Wollitz-Mannschaft war beachtlich, denn nach einer Stunde Spielzeit lag der Aufstiegskandidat aus Niedersachsen bereits mit 0:2 gegen den Abstiegskandidaten in Rückstand. VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz bewies dabei sein glückliches Händchen, als er Zwei-Tore-Mann Emil Jula kurz nach der Halbzeit einwechselte. Der rumänische Hüne rechtfertigte das Vertrauen mit seinen Treffern zum 1:2-Anschluss und dem Last-Minute-Siegtreffer in der Nachspielzeit.

In einem nicht hochklassigen aber überaus spannendem Match war Dramatik Trumpf. Die frenetischen wie lautstarken Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Insgesamt war dieses Spiel Werbung für die 3. Liga. Der VfL Osnabrück ist nach diesem überaus wichtigen Heimsieg mit 60 Punkten auf Relegationsplatz drei vorgerückt, während Hansa Rostock mit 34 Punkten den 14. Platz belegt und damit einen sieben-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat.
In der sehr gut besuchten Osnatel-Arena stehen sich am heutigen Samstagabend zum 31. Spieltag in der 3. Liga der VfL Osnabrück und der FC Hansa Rostock zum brisanten Nordderby gegenüber. Über 15.000 Zuschauer verwandelten das Stadion in einen echten Hexenkessel. Osnabrück steht mit 57 Zählern auf dem vierten Tabellenplatz und möchte den Anschluss an die Aufstiegskonkurrenz von Preußen Münster, Arminia Bielefeld und Karlsruher SC unter keinen Umständen verlieren. Ein Sieg mutiert fast schon zur Pflichtaufgabe für die Wollitz-Schützlinge, die allerdings auf ein Team aus Rostock treffen, welches jeden erdenklichen Punkt im harten Abstiegskampf benötigt. Spannung ist in diesem früheren Zweitligaspiel also definitiv garantiert, denn für beide Teams gilt das Motto: Verlieren verboten! 10.800 Zuschauer werden Zeuge dieser hochinteressanten Begegnung.

Die Rückkehr des VfL-Kapitäns Timo Staffeldt
Beim gastgebenden VfL kehrt Spielführer Timo Staffeldt wieder in die Anfangsformation zurück und dürfte das Spiel der „Lila-Weißen“ aus dem Mittelfeld lenken. Auf der Gegenseite hat der ehemalige England-Legionär Sebastian Pelzer das Kapitänsamt inne und wird von der Außenposition das Spiel der „Hansa.Kogge antreiben. Eine stimmungsvolle Kulisse bietet den passenden Rahmen für diesen hochinteressanten Kick, der direkten Einfluss auf den Aufstiegs- wie Abstiegskampf nehmen wird. Osnabrücks Trainer Claus Dieter Wollitz setzt seine Offensivhoffnung primär in die Kreativkünstler Gaetano Manno, Marcus Piossek und Simon Zoller. Auch der technisch starke Daniel Nagy soll mit seinen technischen Möglichkeiten das Spiel der Gastgeber beleben.

Hansas-Mischung aus Jung und
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Beim Gast aus Rostock gibt es die perfekte Mischung von erfahrenen Spielern wie Matthias Holst, Spielführer Sebastian Pelzer, Alexandre Noel Mendy dem Belgier Ken Leemans und dem Offensivstrategen Leonhard Haas, der schon bei zahlreichen Vereinen seine unbestritten Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte. Dazu gesellen sich junge, talentierte Kicker wie Keeper Johannes Brinkies, Tom Weilandt, Sergis Adamyan und Maurice Trapp.

Beeindruckende Atmosphäre
Schon vor dem Spiel präsentiert sich der VfL Osnabrück absolut mit seiner beeindruckenden Fanszene absolut stimmungsvoll und sorgt in diesem engen, reinen Fußballstadion für eine echte Gänsehautstimmung. Besonders beeindruckend die Choreographie in der Nordtribüne mit einer überdimensionalen Krake, die von dem Satz „Wir krallen uns die Punkte“ untermauert wird. Es ist angerichtet für diese hochemotionale Aufeinandertreffen zweier ganz besonderer Vereine.

Umstrittener Strafstoßtreffer für Rostock
Zu ersten kleinen Tormöglichkeit kommt der Gast aus Rostock, der einen Kopfball allerdings nicht gefährlich vor das Tor bringen kann. Sofort geht es intensiv zur Sache, denn beide Mannschaften machen von Beginn an deutlich, dass sie sich nichts schenken wollen. Leichte Abstimmungsfehler in der Osnabrücker-Abwehr ermöglichen in der fünften Spielminute dem agilen Adamyan beinahe die erste Möglichkeit. Mit vereinten Kräften kann jedoch gerettet werden, bis es tatsächlich gefährlich werden könnte. Auch danach präsentiert sich die „Hansa-Kogge“ als das aktivere Team. Meist spielen sich die Szenen in der Osnabrücker-Hälfte ab. Kampf ist zweifelsfrei Trumpf in diesen ersten Minuten. Osnabrück findet fortan besser ins Spiel, allerdings fehlt es letztlich an Präzision. Erster Hansa-Torschuss durch Nico Zimmermann in der zehnten Spielminute. Rostock versteckt sich nicht und zeigt schöne Kombinationen. Allerdings fehlt diesen noch die notwendige Präzision. Nach einem Foul von Thijs Bouma an dem agilen Zimmermann gibt Schiedsrichter Christian Dietz einen sehr zweifelhaften Strafstoß für den Zweitliga-Absteiger, den Mendy ins rechte untere Eck sehr souverän verwandeln kann. 18 Spielminuten sind gespielt, als Tom Weiland einen Freistoß aus rund 25-Metern Torentfernung in die Arme von VfL-Keeper Rickert schießt. Nach dieser umstrittenen Entscheidung wird das Osnabrücker-Publikum immer unruhiger und sieht den Unparteiischen als den Sündenbock an.

Rostock mit schönen Kombinationen, Osnabrück fehlerhaft
In der 24. Spielminute gibt es die erste Gelbe Karte für Hansas Mittelfeldkämpfer Ken Leemans. Nur wenige Augenblicke später bringt Manno eine schöne Hereingabe in den Rostocker-Strafraum, die jedoch für Angreifer Zoller unerreichbar erscheint. Ein schöner Spielzug bringt einen Eckball für den VfL. Piossek kann den Ball aus gut 16 Metern Torentfernung jedoch nicht richtig treffen und so ist diese Direktabnahme eine leichte Beute für FCH-Keeper Brinkies. Osnabrück präsentiert sich nach diesem Gegentreffer merklich verunsichert. Vielleicht kann eine gelungene Offensivaktion befreiend für den Gastgeber wirken. Nach mehr als einer halben Stunde landet einen Befreiungsschlag aus der osnabrücker Defensive bei VfL-Stürmer Zoller, der sich im 1:1 durchsetzen kann, allerdings über das Gästegehäuse trifft. Bisher demonstrieren die Hansa-Kicker besonders in den Zweikämpfen mehr Willensstärke. Auch bei den Standardsituationen zeigen sich die Osnabrücker überaus harmlos. Rostock hingegen spielt insgesamt flüssiger und hat das Spiel durchaus im Griff, auch wenn den Niedersachsenn das Bemühen nicht abzusprechen ist. Auch Weitschüsse können nicht die gewünschte Gefahr bringen. Fünf Minuten vor Halbzeitpfiff versucht es Zimmermann mit einem Distanzschuss, der das Ziel aber weit verfehlt. Doch diese Aktion zeigt, dass Rostock im Spiel drin ist. Zoller erhält die Gelbe Karte nach einem Zu-spät kommen gegen Hansas Pelzer völlig berechtigt. Fortan muss Pelzer wegen einer Knöchelverletzung von der medizinischen Rostocker-Abteilung behandelt werden. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff kann auch ein Freistoß aus dem Halbfeld von Krük keine echte Gefahr erzeugen. Die letzte Tormöglichkeit hat noch einmal der Gastgeber nach einem schönen Spannstoß von Krük im Strafraum. Die Kugel geht jedoch knapp über das Hansa-Tor.

Der zweite Spielabschnitt beginnt:
Osnabrück muss zielstrebiger agieren. Rostock macht es bisher sehr gut und spielt einen ansehnlichen Ball. Erster Torschuss in der zweiten Hälfte für den Gast aus Rostock durch Leemans, der allerdings das Tor viele Meter verfehlt. Zimmermann probiert es erneut für den FCH. Allerdings hat er auch kein Zielwasser getrunken, denn echte Gefahr kann dadurch nicht entstehen. In der 50. Spielminute gibt es Freistoß durch Osnabrücks Manno, der allerdings nichts einbringen kann. Drei Minuten später holt der agile Zoller den vierten Eckball für den Gast heraus. 53. Minute Wechsel Emil Jula für Sebastian Neumann. Auch Rostock wechselt Pelzer für Michael Blum aus. Der VfL macht Druck und holt durch Bouma den nächsten Eckball heraus. Ein schöner Pass von Manno kann Zoller nicht ausreichend verwerten und bringt nur einen harmlosen Torschuss zustande, der leichte Beute für den FCH-Keeper wird. Osnabrück ist durch Trainer Wollitz in der Halbzeit wohl ansprechend motiviert worden und zeigt eine ganz andere Körpersprache auf dem Spielfeld. Deutlich aktiver versucht der Aufstiegsaspirant Druck zu machen. Es fehlt bisher aber an zwingenden Tormöglichkeiten. 60. Minute: Das 2:0 für den Gast aus Rostock. Rickert unterläuft ein absoluter Lapsus, als ein Rückpass von Abwehrmann Beermann durch VfL-Keeper Rickert tatkräftig ins eigene Tor bugsiert wird. Der Neuzugang aus Erfurt tritt über den Ball. Eine echte Slapstickeinlage. Osnabrück macht Druck und hat durch Krük halbrechts aus etwa 7 Metern die Chance zum Anschlusstreffer. Krük verzieht jedoch völlig überhastet. In der 65. Spielminute wird Zimmermann für Ben Zielinski ausgewechselt. Die Abwehr vom Fascherteam steht sicher und lässt keine Chancen der Gastgeber durch.

Osnabrück schlägt zurück
Tor für den VfL Osnabrück durch Emil Jula in der 69. Spielminute mit einem schönen Flugkopfball. Eine schöne Flanke von Gaetano Manno. Und schließlich einige Minuten später noch einen Handelfmeter für den VfL. Staffeld schießt und verwandelt rechts unten ganz souverän zum Ausgleichstreffer. Die Osnatel-Arena entwickelt sich zu einem echten Hexenkessel. Stark wie der VfL nach einem 0:2 noch einmal zurückgekommen ist. Sofort ist die Kulisse da. 73. Spielminute: Ein wunderschöner Kopfball von Beermann verfehlt das Ziel nur äußerst knapp. Zurzeit deutet vieles darauf hin, dass die Wende noch gelingen kann.

Offene Schlussphase
In der finalen Schlussphase macht der Gast aus Rostock noch einmal Druck und erarbeitet sich einige Standardsituationen. Holst kommt nach einem Eckball zu einem schönen Kopfball, der jedoch das Tor knapp verpasst. In der 83. erarbeitet sich Osnabrück einen Eckball. Piossek kann jedoch keinen Mitspieler gewinnbringend in Szene setzen. Auffällig ist der bärenstarke Staffeldt, der als Spielgestalter mit starken Zuspielen fungiert.
In der 85. Spielminute wird Bouma für Nils Fischer beim VfL ausgetauscht. Dann 86. Spielminute, es gibt einen Freistoß für den FCH. Blum zielt ganz knapp am linken Pfosten vorbei. Insgesamt hat das Spiel halten können, was es versprochen hat. Manno setzt sich in der letzten Spielminute schön gegen zwei rostocker durch und scheitert am Hansa-Keeper.
In der Nachspielzeit dann Tor für Osnabrück. Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Zoller und Jula macht der eingewechselte Rumäne mit einem tollen Linksschuss ins linke Eck das Siegtor. Ein starker Treffer des ehemaligen Bundesligaspielers. Mit der Einwechslung des Ex-Duisburgers hat Wollitz alles richtig gemacht.

Viel Dramatik und Tempo waren die Elemente in diesem Nordderby. Einige Rostocker-Anhänger haben nach diesem für sie sicher geglaubten Sieg die Nerven scheinbar verloren. So liefern sich einige FCH-Chaoten verbale und körperliche Auseinandersetzungen mit der Polizei.

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Quelle: Privat
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Schlagworte: VfL Osnabrück; FC Hansa Rostock; Mendy; Riekert; Jula; Neuman; Wollitz; Fascher
Datum: 30.03.2013 20:22 Uhr
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