Kiel fertigt Rostock mit 4:0 ab - Spielbericht

Ein sicherlich unbehaglich Weihnachtsfest steht dem FC Hansa Rostock bevor. Die Kogge musste am letzten Spieltag des Jahres vor heimischer Kulisse eine bittere Klatsche im Nordost-Derby gegen Holstein Kiel hinnehmen und wurde mit 0:4 abgefertig. Somit wartet Karsten Baumann weiterhin auf die ersten Punkte mit seiner neuen Mannschaft. Bisher kassierte er mit den Hanseaten in zwei Spielen acht Gegentore, was keine gute Bilanz darstellt. Kiel hingegen hat sich den Frust über die gerissene Serie am vergangenen Wochenende von der Seele geschossen und sich mit dem 4:0 Erfolg auf Rang 10 hoch geschossen. Mit 33 Punkten hat man sich eigentlich schon aus dem Abstiegskampfgeschehen verabschiedet und darf sogar mit einem Auge nach oben schielen.

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Kiel fertigt Rostock mit 4:0 ab - Spielbericht
Foto: imago/Objectivo
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Ergebnis: 0 - 4 (0:1)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Karsten Baumann, der Mann, der Peter Vollmann als Cheftrainer des FC Hansa Rostock kürzlich beerbte, stellte nach dem 1:4 in Erfurt dreifach um und brachte für Scherff, Schwertfeger und Bickel Ruprecht, Blacha und Schünemann.

Karsten Neitzel, das Pendant Baumanns an der Seitenlinie der Kieler Störche, veränderte seine erste Elf im Vergleich zur 0:2 Niederlage gegen Dortmund II nur auf einer Position und gab Vendelbo den Vorzug vor Auracher.

Zu Beginn des Nordostderbys war zu erkennen, dass beide Mannschaften Probleme mit dem sehr tiefen und rutschigen Geläuf hatten und erst einmal nach der nötigen Sicherheit und Standfestigkeit suchten. Doch nach 10 Minuten hatte sich das Bild geändert, denn die Störche gingen mit der ersten Chance der Partie in Führung. Nach einem gut getretenen Eckball von Maik Kegel stieg Marlon Krause hoch und machte per Kopf fünf Meter vor dem Tor das 1:0 für seine Farben.

Der Treffer hatte klare Auswirkungen auf die Begegnung, den beide Mannschaften legten nun eine härtere Gangart ein und so kam es immer wieder zu Unterbrechungen. Schiedsrichter Brand hatte alle Hände voll zu tun um die Gemüter immer wieder zu beruhigen und die Kontrolle zu behalten.

Rostock versuchte nach einer Viertelstunde ins Spiel zu finden, allerdings war den Hanseaten klar anzumerken, dass das Selbstvertrauen fehlte. Die Heimelf benutzte immer wieder lange und weite Bälle, um nach vorne zu kommen, was allerdings kaum Früchte trug. Erst in der 25. Minute konnte die Baumann-Truppe für Gefahr sorgen. Weidlich hatte einen guten Pass aus dem Halbfeld auf den gestarteten Starke gespielt, der mit vollem Risiko direkt abschloss, doch Kenneth Kronholm, der Mann zwischen den Pfosten des Tores des KSV Holstein, war zur Stelle und zeigte eine tolle Parade.

Den darauffolgenden Eckball brachte Rostock ebenfalls gefährlich in den Strafraum hinein und plötzlich kam Christian Stuff aus kürzester Distanz frei zum Abschluss, setzte jedoch zu hoch an.

Rostock wurde nun stärker, was auch Kiel bemerkte. Die Nordlichter begannen daraufhin, den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen, um den Hausherren ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Beiden Mannschaften fehlte allerdings im Spiel nach vorne die zündende Idee oder das erfolgbringende Konzept, denn gefährlich wurde es auch weiterhin nur selten.

Der FCH erkämpfte sich immerhin immer wieder Standardsituationen, die Krux an der Geschichte allerdings war, dass diese noch völlig ungefährlich waren. Sämtliche Hereingaben wurden von den hoch gewachsenen Kielern immer wieder abgeräumt. In der 43. Minute kam ein Pass von Blacha bei Marcel Ziemer an, der schnappte sich die Pille, drehte sich herum und schloss ab, jedoch genau in die Arme von Kenneth Kronholm. So blieb es bei der knappen Führung zur Pause für die Störche.

Der zweite Durchgang begann mit einem motivierten Robin Krauße auf Seiten der Rostocker. Nach nur neun Sekunden säbelte dieser seinen Gegner um und sah gelb.

Kurz darauf gab es auch die erste Chance für Rostock durch einen ruhenden Ball. Stevanovic hatte einen Freistoß aus 30 Metern toll über die Mauer gezirkelt, doch Kronholm war mit einer tollen Rettungsaktion zur Stelle und verhinderte den Ausgleich.

Robin Krauße, der kurz zuvor gelb gesehen hatte, wehrte in der 51. Minute einen Schuss im Strafraum mit der Hand ab und so gab es Elfmeter und eine weitere gelbe Karte für den Defensivakteur, der nun vorzeitig vom Feld musste. Kazior legte sich den Ball zurecht und zerstörte mit dem verwandelten Elfmeter jegliche aufgekeimte Hoffnung bei den Anhängern Hansas und erhöhte auf 2:0.

Den Hausherren war der Schock deutlich an zu merken, in Unterzahl mit zwei Toren zurück liegend in der aktuellen Verfassung war so etwas wie eine Vorentscheidung. Zudem blieb das Spiel stockend, da immer wieder kleinere Fouls für Unterbrechungen sorgten. Kiel hinegegen hatte das Tempo nun natürlich aus dem Spiel raus genommen und agierte abwartend.

Eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit machten die Störche den Sack dann endgültig zu. Hauke Wahl hatte gut auf Schäffler gespielt, der legte auf Heider im Zentrum ab, der gut mit der Brust auf den eingewechselten Breitkreuz abtropfen ließ. Dieser ließ sich diese Chance freistehend aus elf Metern nicht nehmen und zimmerte das Runde zum 0:3 ins Eckige.

Nun war die Messe gelesen und so agierten die Mannschaften auch. Bei den Kielern durften noch zwei junge Akteure ran, René Guder und Finn Wirlmann wurden noch eingewechselt, allerdings plätscherte die Begegnung ohne große Ereignisse dem Ende entgegen.

Es sollte allerdings noch dicker für die Kogge kommen. In der letzten Minute kassierten die Rostocker noch das 4:0, als Brinkies, der Mann im Kasten des FC Hansa, am Ball vorbei stürmte, den Maik Kegel aus der eigenen Hälfte auf Schäffler geschlagen hatte.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 20.12.2014 um 14.00 Uhr (22. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 0 : 4 (0:1)

Tore: 0:1 Krause (10.), 0:2 Kazior (52. Handelfmeter), 0:3 Breitkreuz (75.), 0:4 Kegel (89.)

Hansa Rostock: Brinkies - Krauße, Stuff, Ruprecht, Weidlich - Christiansen, Schünemann - Starke (76. Vidovic), Stevanovic, Blacha - Ziemer

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Wahl, Krause, Kohlmann - Kegel, Vendelbo (86. Wirlmann) - Siedschlag (81. Guder), Heider - Schäffler, Kazior (64. Breitkreuz)

Zuschauer: 7.900

Weitere Daten zum Spiel

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