Kiel erwischt Fehlstart in Bremen - Spielbericht

Nachdem man sich für das neue Jahr so viel vorgenommen hatte, hat die Mannschaft von Karsten Neitzel gleich einmal eine Bruchlandung erlitten. Mit 2:1 unterlag die Mannschaft von Karsten Neitzel bei der Zweitbesetzung des SV Werder Bremen, die dadurch am FC Hansa Rostock vorbei ziehen konnten und den Sprung über die rote Linie schafften und nun punktgleich mit den Störchen sind. Beide Teams haben nun zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

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Kiel erwischt Fehlstart in Bremen - Spielbericht
Foto: imago/nph
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Alexander Nouri, der Mann an der Seitenlinie der Bremer Zweitbesetzung, musste neben Lingerski und Guawara auch auf Mainka verzichten, der zur Dortmunder Zweitbesetzung abgewandert war. Im Tor startete Duffner, da Oelschlägel im Winter mit einem Profivertrag ausgestattet wurde.

Auf Seiten der Störche aus Kiel schickte Karsten Neitzel, der Coach der KSV, mit Sigurbjörnsson, Evseesv und Fetsch gleich drei Neuzugänge auf das Feld. Nyarko und Janzer hingegen fehlten verletzt.

Auf dem Platz 11 neben dem Bremer Weserstadion legte die Nachwuchsmannschaft des SV Werder Bremen den besseren Start hin und hatte bereits nach drei Minuten die erste Torannäherung zu verzeichnen. Hilßner hatte von der rechten Außenbahn in die mitte geflankt, wo allerdings Zentner, der Mann im Kasten der Kieler, gut reagierte und vorher an den Ball kam.

Bremens U 23 machte auch im Anschluss den besseren Eindruck, allerdings stand die Kieler Defensive vorerst recht sicher und ließ nur wenig zu. In der 11. Minute allerdings unterlief den Störchen ein Fehlpass im Spielaufbau und so konnte die Mannschaft von Alexander Nouri die größte Stärke, das schnelle Umschaltspiel, ausspielen. Es ging direkt nach vorne zu Bytyqi, der an der Strafraumgrenze sofort den Abschluss suchte, das Ding aber ein paar Zentimeter über den Querbalken jagte.

Kiel hatte nun optisch mehr vom Spiel, allerdings lauerten die Gastgeber auf Konter und schalteten nach jedem Ballgewinn blitzartig um. Außerdem fanden die Gäste hier auch nach einer Viertelstunde kein Durchkommen durch die gut stehende Bremer Viererkette. In der 22. Minute feuerte Bremen wieder auf das Kieler Tor, allerdings ging der Schuss von Papunashvili aus der zweiten Reihe doch deutlich daneben.

In der 25. Minute wäre Kiel dann beinahe mit der ersten richtig guten Aktion in Führung gegangen. Heider war auf dem Flügel an den Ball gekommen und zog diesen wuchtig in den Strafraum hinein, wo Neuzugang Evseev das Ding auf den Kasten leitete, allerdings sprang das Kunstleder knapp am Kasten vorbei ins Toraus.

Die erste Großchance der Gäste schien bei den Jungspunden von der Weser Eindruck hinterlassen zu haben, denn plötzlich wirkte die junge Truppe ein wenig nervös, was sich beinahe nur 120 Sekunden später gerächt hätte. Fetsch wurde in der Spitze angespielt und umspielte Duffner, den Mann zwischen den Pfosten des Tores der Zweitbesetzung des Bundesligisten aus Bremen, verpasste es dann aber tatsächlich, das Spielgerät im leeren Tor unter zu bringen und schob dieses am Kasten vorbei.

Nun war Holstein mitten drin in der Partie, doch Bremen steckte auch nicht auf und es entwickelte sich ein flottes Spiel bei kühlen Bedingungen. In der 32. Minute hatte sich Hilßner im Mittelfeld gut durchgesetzt und hämmerte aus gut 30 Metern auf das Kieler Tor, allerdings hatte er ein wenig zu hoch gezielt.

Kurz darauf war Kiel wieder an der Reihe. Kohlmann hatte von der linken Seite eine gute Flanke in die Mitte geschlagen, wo er in Fetsch, dem Neuzugang aus Dresden, einen Abnehmer fand, der allerdings das Kunstleder am rechten Pfosten vorbei nickte.

Mit der letzten Aktion vor dem Seitenwechsel fiel dann doch der erste Treffer des Spiels. von Haacke hatte sich den Ball geschnappt und hatte sich über die rechte Seite durchgesetzt. Er visierte das kurze Eck mit einem wuchtigen Schuss an und ließ dabei Zentner gar nicht gut aussehen, der den Schuss nicht mehr parieren konnte und so stand es zur Pause 1:0 für die Gastgeber.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte sich viel im Mittelfeld ab, da die Hausherren trotz der Führung dagegen hielten und in der 55. Minute sollte sich das auszahlen, denn die Mannschaft von Trainer Nouri konnte nachlegen. Da hatte die Kieler Hintermannschaft aber einmal richtig geschlafen. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld ging es erneut schnell und Jacobsen war gestartet. Er wurde perfekt bedient und verwandelte zum 1:1.

Kiel war geschockt und brachte ein wenig, um sich zu schütteln, hatte aber dann eine Viertelstunde später aus dem Nichts heraus den Anschlusstreffer erzielt. Der eingewechselte Schäffler hatte sich über die rechte Seite durchgesetzt und in die Mitte geflankt, wo Lewerenz zur Stelle war und zum 1:2 aus Sicht der Gäste verwandelte.

Nun war natürlich mächtig viel los im Gästeblock und auch auf dem Feld wirkte Kiel nun lebendiger, wenn auch nicht wirklich viel zusammen ging. Es mangelte ein wenig an der zündenden Idee gegen tief stehende Bremer. Erst in der Schlussphase gab es den nächsten Abschluss der Störche, doch Scäffler brachte zu wenig Druck hinter seinen Kopfball, nachdem er von Herrmann bedient worden war und es wurde nicht richig gefährlich.

Die Kieler wirkten ein wenig zu passiv und so eine richtige Schlussoffensive war nicht zu erkennen. Die Minuten verstrichen ohne dass die Gäste wirkliche Akzente setzen konnte und so blieb es zum Ende hin beim Sieg für den SV Werder Bremen II.

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Daten zum Spiel

Anstoß: 24.01.2016 um 14.00 Uhr (22. Spieltag 2015/16)

Ergebnis: 2 : 1 (1:0)

Tore: 1:0 von Haacke (45.), 2:0 Jacobsen (55.), 2:1 Lewerenz (69.)

SV Werder Bremen II: Duffner - Busch, Hüsing, Verlaat, Jacobsen - Rother - von Haacke, Hilßner (89. Käuper), Papunashvili (79. Zander) - Kazior, Bytyqi (60. Manneh)

Holstein Kiel: Zentner - Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann (83. Dominik Schmidt) - Lewerenz, Siedschlag, Evseev (58. Kegel), Schnellhardt - Heider (67. Schäffler), Fetsch

Zuschauer: 1750

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