Karneval am Rhein

Zugegeben, die Überschrift mag ein wenig verleitend klingen, allerdings ist es schwer anhand der letzten Ereignisse und Bewegungen in Krefeld nicht auf diese Metapher zurückzugreifen. Immerhin scheinen auch jetzt im Herbst 2019 schon – oder noch? – die Jecken wieder los zu sein. Der KFC aus Uerdingen weiß halt immer wieder, für Schlagzeilen zu sorgen, gewollt oder ungewollt. Denn sportlich ist in Krefeld aktuell nicht viel los, so dass es scheinbar unumgänglich ist, abseits der 90 Minuten für ein wenig Aufmerksamkeit zu sorgen. Was ist aber aktuell so los? Eine Zusammenfassung.

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Karneval am Rhein
Foto: Frank Diederich
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Effenberg sagt: „Kein Chaos“

Wenn schon ein Stefan Effenberg sagt, dass am Rhein in Uerdingen definitiv kein Chaos zu finden ist, dann sollte man dem unvoreingenommen glauben, Freunde der Sonne. Denn der einstige Starspieler der Borussia aus Gladbach und der Münchener Bayern weiß sofort, wenn irgendwo was nicht richtig ist. Seine sportliche Kompetenz nach dem Ende der aktiven Karriere spricht dabei Bände. Es ist also fast vorbestimmt gewesen, dass ein Mann wie „Effe“ zu einem Verein wie dem KFC kommt. Der russische Besitzer ist immerhin ähnlich polemisch ausgerichtet wie der einstige Mittelfeldspieler. Parallelen zu Ausrastern in den Spielerkabinen scheinen dabei vielleicht eine Rolle gespielt zu haben, man weiß es nicht. Was man aber weiß, ist, dass man sich auf weitere Episoden des Vereins am Rhein einstellen sollte. Denn wo Effenberg auftaucht, ist Verunsicherung und...ja, auch Chaos fast schon vorprogrammiert. Seine erste Amtshandlung sollte dann vielleicht sein, in der Kabine nach Maulwürfen zu suchen. Denn nach der letzten Affäre scheint sich da schon wieder was anzubahnen.

Zu glaubt man zudem auch auf der Betsson Sportwetten Seite, denn hier findet man rund um den KFC so einige skurrile Wetten. Allerdings sollte man den Herrn Effenberg dann auch noch nicht vorverurteilen, denn nur weil er in Paderborn krachend gescheitert ist, gilt dies nicht automatisch auch für Uerdingen. Obwohl...die Halbwertszeit von Angestellten in diesem Verein hält sich dann doch einigermaßen in Grenzen.

Der russische Besitzer Mikhail Ponomarev macht selten einen Hehl daraus, was er von aktuellen und ehemaligen Trainern und Spielern so hält. Er sieht diese vielmehr als Mittel zum Zweck, der Zweck in diesem Sinne ist die schnelle Rückkehr in 2.Bundesliga – und auch das soll nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zur Meisterschaft und dem Weltruhm sein. Wer ihm nicht passt, wird kurzerhand vor die Tür gesetzt – ein ganzes Regiment an geschassten Trainern kann hiervon ein Liedchen singen.

Fakt ist nun mal, dass Ponomarev als Besitzer so ziemlich alle Stricke in der Hand hält. Ohne ihn würde der Verein immer noch maximal Oberliga spielen. Und die ganze Truppe an ehemaligen Bundesligaspielern und gar Weltmeistern – auch wenn ein Großkreutz immer nur auf dem Trainingsplatz überzeugen konnte – verdient sicherlich auch nicht so wenig, dass es sich nicht lohnen würde. Fakt ist auch: der KFC Uerdingen läuft auch 2019/20 schon wieder den eigenen Ansprüchen kläglich hinterher, hat soeben mal wieder einen neuen Trainer eingestellt, einen alten verbraucht und macht sich so ganz im Allgemeinen im Profifussball nur wenig Freunde. Männern wie Stefan Effenberg und einem Ponomarev scheint das allerdings kalt zu lassen. Wir warten dann mal auf den nächsten Kalauer vom Rhein.

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