Kann der SV Darmstadt 98 mit dem Druck gegen den 1. FC Saarbrücken umgehen?

Zu einem Duell zweier ehemaliger Bundesligisten kommt es bei der Partie am Samstag zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem 1. FC Saarbrücken. Gut möglich, dass die beiden südwestdeutschen Traditionsvereine in der kommenden Spielzeit zwei Spielklassen trennen werden. Während Darmstadt mit satten zehn Punkten Vorsprung neun Spieltage vor dem Saisonende Relegationsplatz drei belegen, steht der FCS schon mit einem Bein in der Viertklassigkeit, denn 25 Punkte bedeuten den letzten Rang. Acht Punkte müssen im Vergleich zu Holstein Kiel noch aufgeholt werden. SVD98-Coach Dirk Schuster warnt derweil vor einem möglichen Leichtsinn im Duell gegen den krassen Außenseiter.

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Kann der SV Darmstadt 98 mit dem Druck gegen den 1. FC Saarbrücken umgehen?
Foto: SV Darmstadt 98
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Gibt es zwei Relegationsspiele für den SV Darmstadt?

Die „Lilien“ aus Darmstadt haben eine starke Form derzeit, denn zwölf Partien ist man bereits ohne eine Niederlage. Die punktreichen Partien haben auch dafür sorgen können, dass der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz so gewaltig ist. Zuletzt haben die Südhessen einen besonders wichtigen Auswärtssieg beim direkten Verfolger FC Hansa Rostock landen können. Fünf Zähler haben die 98er weniger im Vergleich zum Tabellenzweiten RB Leipzig, die den ersten direkten Aufstiegsplatz belegen. Derzeit scheint wirklich viel dafür zu sprechen, dass die Darmstädter zwei Relegationsspiele gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga bestreiten müssen.

Echte Charakterprobe gegen Saarbrücken

Allerdings warten bis dahin noch neun weitere Partien. Am Samstag kommt es bereits zum Duell gegen den 1. FC Saarbrücken im heimischen Böllenfalltor-Stadion. Gegen den etwas abgeschlagenen Tabellenletzten wartet auf den ersten Blick eine sehr leichte Aufgabe. Es könnte die Gefahr des Hochmuts aufkommen. Diesen möglichen Gedankengang sollte Coach Dirk Schuster seinen Kickern jedoch verbieten. Bekanntlich könnte es gegen die Saarländer, die eine ihrer letzten Chancen im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt nutzen wollen, zu einer echten Nervenschlacht kommen. Der Druck wird eindeutig bei den Darmstädtern liegen, die diese Begegnung eigentlich nur verlieren können. Solche Spieler werden deshalb gemeinhin auch gerne als Charakterprobe bezeichnet.

Schuster versteht Saarbrückens-Problematik nicht

Zuviel Übermut und damit einhergehend eine Überraschung sollte es nicht geben. SVD-Coach Dirk Schuster warnt seine Kicker, wenn er sagt: „Das ist eine gefährliche Situation. Von der Papierform her spricht sicher vieles für uns, aber Saarbrücken ist wie ein angeschlagener Boxer, der seine letzte Chance sucht.“ Der Ex-Profi hat keine Ahnung, warum der so hochkarätig besetzte Kader diese enormen Probleme offenbart. In der Winterpause hat das Bundesliga-Gründungsmitglied noch weitere erstklassige Spieler dazubekommen. Schuster weiß zu berichten: „Die Vorstellungen dort waren eigentlich, um den Aufstieg mitzuspielen. Aber irgendwie sind sie in eine Negativspirale hinein gekommen.“

Hohe Qualität im Saarbrücker-Kader

Der Kader der Saarbrücker weist eine enorme Qualität auf. Schuster weiß, dass die Verstärkungen wie Kevin Pezzoni vom Zweitligisten FC Erzgebirge Aue und Juri Judt vom Drittliga-Spitzenklub RB Leipzig die Qualität noch einmal merklich erhöht haben: „ Die haben in der Winterpause noch mal alles versucht, um das Blatt noch zu wenden.“ Warum dies auf dem Spielfeld nur unzureichend umgesetzt worden ist, ist ihm ein Rätsel. Speziell die Offensive verfügt über eine enorme Qualität, was auch der gegnerische Trainer so erkannt hat: „Mit Neuzugang Stefan Reisinger und Marcel Ziemer haben sie zwei für diese Liga überdurchschnittliche Stürmer.“ Der Charakter und auch der notwendige Demut der Mannschaft stimmt aber zweifelsfrei, denn bisher wurde jeder Gegner seriös behandelt. Es gab kein Unterschätzen des Kontrahenten. Das Selbstbewusstsein ist nach zwölf Partien ohne Pleite auch eine enorme mentale Kraft, was auch der Trainer so sieht: „So etwas lässt sich ja nicht planen. Aber bisher ist es meistens gelungen, dass sich die Mannschaft hundertprozentig auf die jeweils nächste Aufgabe konzentriert. Und das muss am Samstag auch so sein, sonst kann es ein böses Erwachen geben.“

Wer ersetzt die gelbgesperrten Berzel und Heller?

Es wäre zweifelsfrei eine große Überraschung, wenn Schuster tatsächlich von seiner Mannschaft in dieser wichtigen Partie enttäuscht werden würde. Es wird zu einigen Umstellungen kommen, denn mit Aaron Berzel und Marcel Heller werden zwei Stammspieler eine Gelb-Sperre absitzen. Noch unklar scheint nun zu sein, welche zwei Spieler dafür mit einem Mandat für die Startformation bedacht werden. Schuster erhofft sich Klarheit durch das Training: „Das entscheidet sich kurzfristig und aufgrund der Trainingseindrücke.“ Gute Nachrichten gibt es immerhin von Mittelfeldmann Julius Biada, der das Training wieder aufgenommen hat und immer mehr Leistung zeigen kann.

Quelle: echo-online.de


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Kommentar zu dieser News

Kommentar von voll am 22.03.2014 um 13:14 Uhr:

voll cool danke

Kommentar von torben bruhns am 22.03.2014 um 13:15 Uhr:

Ich bin ein Hurensohn

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