Holstein Kiel Zweiter über Nacht - Spielbericht

Die Störche aus dem Hohen Norden aus der Republik konnten durch einen überzeugenden 4:1 Sieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt zumindest bis Samstag Nachmittag den zweiten Tabellenplatz einnehmen und die Thüringer in der Tabelle auf Grund des weitaus besseren Torverhältnißes überholen. Kiel war über weite Strecken dominant, nach dem Ausgleich nach der Pause fanden die Störche auch gleich wieder die passende Antwort und gingen drei Minuten später wieder in Führung, Heider und Schäffler machten in der Schlussphase den Deckel drauf.

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Holstein Kiel Zweiter über Nacht - Spielbericht
Foto: imago/objectivo
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Ergebnis: 4 - 1 (1:0)
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Karsten Neitzel, der Übungsleiter der Störche aus dem hohen Norden der Republik, stellte hinsichtlich des 3:1 Sieges seiner Mannschaft in Münster auf einer Position um und gab Maik Kegel den Vorzug vor Jaroslaw Lindner, der auf die Ersatzbank rotierte.

Walter Kogler, der Cheftrainer des FC Rot-Weiß Erfurt, war mit der Leistung seiner Mannschaft beim 3:1 Sieg über den VfL Osnabrück zufrieden und sah keinen Anlass dazu, seine Startelf in irgendeiner Weise zu verändern.

Die Hausherren starteten sehr selbstbewusst und locker in die Partie. Bereits nach zwei Minuten hatten die Störche den ersten Warnschuss abgegeben, als Erfurts Bukva genau auf Schäffler klärte, doch der traf den Ball nicht richtig, so dass kein wirklich gefährlicher Abschluss heraus kam.

Kiel blieb auch die aktivere Mannschaft und drängte die Thüringer früh in die eigene Hälfte. Nach 11 Minuten wurde es wieder gefährlich, nach deme ersten Eckball des KSV jagte die Pille durch den Strafraum, doch weder Freund noch Feind kam heran und so war auch diese Situation dahin.

Nach einer Viertelstunde bekamen auch die Gäste aus Erfurt ihren ersten Eckball zugesprochen, dieser allerdings wurde von Kenneth Kronholm, dem Mann zwischen den Pfosten des Tores des SV Kieler Holstein, eiskalt vom Abendhimmel gepflückt und somit entschärft.

Auch wenn Holstein hier in der ersten Viertelstunde das bessere Team war, gehörte die erste richtig dicke Chance nach 17 Minuten dann aber den Rot-Weißen. Nach einer schnellen Kombination schickte Bukva seinen Stürmer Carsten Kammlott per Lupfer in die Gasse, dieser wollte Kronholm überlupfen, doch der faustete das Ding in allerhöchster Not noch gegen die Querlatte.

Der Lattentreffer hatte den Thüringern Sicherheit gegeben und propt übernahmen die Gäste das Spielgeschehen. Kiel wirkte kurzzeitig eingeschüchtert, schlug aber dann in Manier einer echten Spitzenmannschaft zu. Nach einer Ecke gab es Unstimmigkeiten in der Erfurter Abwehr und so fand Siedschlag Hauke Wahl im Fünfer komplett frei. Dieser schob die Pille eiskalt zum 1:0 für die Hausherren ein.

Nun waren die Gäste hier ein wenig von der Rolle und die Gastgeber versuchten sofort aus der Situation ihren Nutzen zu ziehen. Nur drei Zeigerumdrehungen nach dem ersten Treffer der Partie hatte Breitkreuz mit einem riskanten Dropkick nach Hereingabe von Krause nur haarscharf den linken Pfosten des Erfurter Tores verpasst.

Die Nordlichter waren nun dominant und es schien nur eine Frage der Zeit, ehe es hier den zweiten Kieler Treffer zu sehen gab. Siedschlag spielte nach 26 Minuten einen perfekten Querpass auf Maik Kegel, der konnte sich von seinem Gegenspieler lösen und kam aus drei Metern ungestört zum Abschluss, doch er zielte tatsächlich über den Querbalken.

Erfurt merkte, dass man unter die Räder geriet und versuchte über Ballbesitz und ein paar Querpässe wieder in die Begegnung hinein zu finden. Doch die Hausherren blieben nahezu bei jedem Angriff gefährlich. In der 32. Minute brachte Kazior eine Flanke in den Strafraum und erneut war die Erfurter Hintermannschaft neben der Spur, so dass Schäffler aus acht Metern frei zum Schuss kam, Philipp Klewin, der Mann im Kasten des FC Rot-Weiß Erfurt, verhinderte Schlimmeres.

Die Defensivarbeit der Erfurter ließ auch weiterhin zu Wünschen übrig, immer wieder bekamen die Hausherren hier Freiräume, die sonst nicht da sind. In der 41. Minute brachte Siedschlag einen Freistoß von der Seite auf Schäffler, der einmal mehr ungestört köpfen konnte, doch er nickte genau in die aufnahmenereiten Arme von Klewin und so blieb es beim 1:0 zur Pause, was dem Spielverlauf allerdings nur wenig entsprach, da Kiel bereits den Sack hätte zu machen müssen.

Zu Beginn des zweiten Durchganges ging es sofort drunter und drüber. Bereits zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang RWE wie aus dem Nichts der Ausgleich zum 1:1. Da haben die Gastgeber noch komplett geschlafen. Nach einem schnellen Angriff kam Czichos an den Ball, der von der Strafraumgrenze aus frei zum Schuss kam und den Ausgleich machte.

Die Freude über den Treffer der Thüringer währte allerdings nicht lange, denn nur 180 Sekunden später lagen die Kieler wieder vorne. Der erste Angriff nach dem Gegentor brachte die erneute Führung. Kazior hatte von der Strafraumgrenze aus direkt unter den Querbalken getroffen.

Die Begegnung war nun völlig offen, da die Gäste nun auch konzentrierter und organisierter auftraten, Kiels Kombinationsfußball war hingegen weiterhin sehr flüssig. Allerdings verpassten es die Norddeutschen immer wieder, den noch knappen Vorsprung aus zu bauen.

Beide Mannschaften begannen sich nun im Mittelfeld fest zu fahren, außerdem wurde das Spiel ein wenig härter und auch hitziger. Allerdings bewahrte Bastian Dankert, der Schiedsrichter der Partie, die Ruhe und ging immer wieder energisch dazwischen.

In der 78. Spielminute war es dann so weit. Kiel machte den Deckel drauf und übernahm somit über Nacht Tabellenplatz 2. Schäffler scheiterte erst noch, doch den Nachschuss setzte er lässig in die Maschen. Die Hintermannschaft Erfurts hatte auf Abseits spekuliert, doch der Unparteiische gab das 3:1.

Keine sechs Minuten später kam es noch dicker für die Rot-Weißen. Nach einem Freistoß von der Außenbahn konnte sich Marc Heider geschickt von seinem Gegenspieler lösen und vollstreckte zum 4:1, was auch gleichzeitig der Endstand war.

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Daten zum Spiel

Anstoß: 27.02.2015 um 19.00 Uhr (27. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 4 : 1 (1:0)

Tore: 1:0 Wahl (21.), 1:1 Czichos (46.), 2:1 Kazior (50.), 3:1 Schäffler (78.), 4:1 Heider (84.)

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Wahl, Krause, Kohlmann - Breitkreuz (69. Heider), Vendelbo - Siedschlag, Kazior (86. Lindner), Kegel - Schäffler (83. Manuel Hartmann)

Rot-Weiß Erfurt: Klewin - Odak, Laurito, Gohouri, Czichos - Tyrala, Judt (46. Menz) - Aydin, Möhwald (46. Falk), Bukva - Kammlott (81. Palacios-Martinez)

Zuschauer: 8006

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