Hansa Rostock trotz Derbyniederlage gerettet - Spielbericht

Der FC Hansa Rostock ist soeben noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Trotz der Niederlage im Derby gegen den Zweitligaabsteiger aus Dresden reichte es für die Kogge zum Klassenerhalt, da Unterhaching gegen Erfurt unterlag. Nachdem man eigentlich lange Zeit keine Zweifel mehr am Klassenerhalt hatte ist durch die jüngste Misere noch einmal Alles eng geworden. Dresden hingegen konnte einen versöhnlichen Saisonabschluss mit vier Siegen in Folge feiern.

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Hansa Rostock trotz Derbyniederlage gerettet - Spielbericht
Foto: imago/Picture Point
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Ergebnis: 2 - 1 (1:1)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Peter Nemeth, der scheidende Trainer der SG Dynamo Dresden, stellte nach dem 3:2 Sieg über Dortmund II nur einmal um und brachte Fiél, der so sein letztes Spiel als aktiver Profi von Anfang an bestritt für Moll.

Auf Rostocker Seite nahm Chefcoach Baumann drei Änderungen an seiner ersten Elf vor und gab Ikeng und Krauße, sowie Gröger für Sumusalo, Weidlich und Schwertfeger.

Über 30.000 Zuschauer waren ins Dresdner Stadion geströmt um das Saisonfinale der beiden Mannschaften zu betrachten ud bekamen in den ersten Minuten einen optisch überlegenen Hausherren zu sehen, der allerdings gegen tief stehende Rostocker anfangs noch nicht wirklich zum Zuge kam. Die erste Flanke der Begegnung wurde aber von einem Rostocker geschlagen. Bickel brachte einen ruhenden Ball von der Außenbahn in den Sechzehner und fand Ikeng, doch der kam am zweiten Pfosten nicht an den Abwehrbeinen vorbei.

Auf der Gegenseite wurde es erstmals nach neun Minuten ernsthaft gefährlich als Fíél den Ball in die Mitte spielte. Seinen Pass in die Spitze verpasste Stefaniak aber knapp und so konnte Marcel Schuhen, der Mann im Kasten des FC Hansa Rostock, ungehindert das Spielgerät sichern.

Nach elf Minuten fiel dann der erste Treffer der Partie. Erneut war es Bickel, der zu einem Freistoß antrat und erneut brachte er diesen auf den zweiten Pfosten zu Ikeng, der aus fünf Metern Torentfernung keine Mühe hatte, das Leder zum 1:0 für die Gäste unter die Latte zu setzen.

Nun hatte Rostock natürlich Oberwasser und versuchte weiter Druck auf zu bauen und nach Möglichkeit nach zu legen. Nach 18 Minuten tankte sich Halil Savran in den Strafraum, doch aus ungünstigem Winkel rollte sein Abschluss am Tor vorbei.

Dresden brauchte ein paar Minuten um den Rückschlag aus der 11. Minute weg zu stecken und fing aber dann langsam wieder an nach vorne zu Spielen und die Begegnung ausgeglichen zu gestalten. Nach 26 gespielten Minuten wurden erstmals laute Beschwerden am Schiedsrichter ausgelassen, nachdem ein Freistoß von Fiél und Dürholtz bei Hefele landete. Die Unparteiischen haben den Abwehrhünen fälschlicherweise im Abseits gesehen und den Dresdnern diese Möglichkeit auf den Ausgleich verwehrt.

Beide Mannschaften zeigten sich auch in der Folge bemüht und versuchten immer wieder über die Außénbahnen, doch die beiden Schlussleute waren immer wieder zur Stelle und pflückten eine Hereingabe nach der Anderen herunter. Allerdings war deutlich zu erkennen, dass sich die Rostocker immer mehr aus dem Offensivgeschehen zurück zogen und die Führung nur noch behaupten wollten. Dies ging allerdings schief, denn nach 42 Minuten fiel der durchaus verdiente Ausgleichstreffer. Marvin Stefaniak brachte eine Ecke in die M itte und fand Müller der direkt auf Eilers weiterleitete. Eiskalt köpfte dieser am linken Pfosten aus kurzer Distanz zum 1:1 Ausgleich ein was auch gleichzeitig die letzte Aktion im ersten Durchgang.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren das aktivere Team und drängte nach dem Ausgleich prompt auf den nächsten Treffer. Allerdings wurde es nur selten richtig gefährlich. Nach einer Flanke von Tekerci auf Dürholtz in der 54. Spielminute setzte dieser den Kopfball doch deutlich am Ziel vorbei.

Nach einer Stunde traten dann auch die Gäste nach langer Zeit erstmals wieder offensiv in Erscheinung. Sascha Schünemann hatte sich mangels Anspielstationen an einem Schuss aus 19 Metern versucht, doch dieser Versuch jagte mehr als deutlich am Ziel vorbei.

Drei Ziegerumdrehungen später versuchte Bickel schlitzohrig den Keeper im Kasten der Dresdner, Benjamin Kirsten, zu überlisten. Er versuchte sich an einem direkten Eckstoß, doch Kirsten, der ebenfalls zum letzten Mal im Dress der SGD auflief, war auf der Hut und faustete die Pille hinaus.

In der 68. Minute wurde es dann emotional, als 30.000 Menschen Standing Ovations für Cristian Fiél gaben, der ausgewechselt wurde und somit war die Karriere als Aktiver beendet. Auf dem Feld hingegen passierte wieder nicht viel und es entwickelte sich ein Kick auf überschaubarem Niveau.

In der Schlussviertelstunde angekommen sah Alles nach einem 1:1 aus. In den Aktionen nach vorne war einfach viel zu wenig Zug drin. Das beste Beispiel gab ein Freistoß in der 78. Minute von Marvin Stefaniak. Aus 20 Metern leicht versetzter Position landete der schwache Abschluss genau in den Armen Schuhens.

Als die Partie sich dem Ende entegegen neigte fiel plötzlich der Führungstreffer für Dynamo Dresden und plötzlich wurde das Spiel hektischer. Stefaniak hatte sich auf der linken Seite stark durchgesetzt und bediente Tekerci mustergültig, der zum Schock für den FC Hansa Rostock zum 2:1 in der 86. Minute einnetzte. Kurz darauf waren die Rostocker nur noch zu zehnt, denn Schwertfeger hatte seine Nerven nicht unter Kontrolle und warf nach einem Handgemenge Tekerci den Ball aus nächster Nähe an den Kopf und sah zurecht rot.

Dies änderte am Ergebnis allerdings nicht und Dresden konnte mit den Heimfans den vierten Sieg in Folge feiern. Feiern konnten am Ende auch die Kicker des FC Hansa Rostock, denn durch die Niederlage der Spielvereinigung Unterhaching konnte die Truppe von Karsten Baumann die Klasse halten.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 23.05.2015 um 13.30 Uhr (38. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 2 : 1 (1:1)

Tore: 0:1 Mem-Ikeng (10.), 1:1 Eilers (42.), 2:1 Tekerci (86.)

Dynamo Dresden: Kirsten - Kreuzer, Jannik Müller (67. Sabah), Hefele, Teixeira - Fiel (66. Moll), Marco Hartmann - Stefaniak, Dürholtz (87. Comvalius), Tekerci - Eilers

Hansa Rostock: Schuhen - Ahlschwede, Hüsing, Grupe, Gröger - Mem-Ikeng, Krauße - Schünemann (75. Schwertfeger), Bickel - Ziemer (87. Starke), Savran

Zuschauer: 29.534

Weitere Daten zum Spiel

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