Hansa Rostock erneut ohne Punkte - SV Wehen Wiesbaden bejubelt 2:1 - Spielbericht

Der freie Fall des FC Hansa Rostock geht weiter. Auch gegen den SV Wehen Wiesbaden konnte die Mannschaft von Marc Fascher keine Punkte holen und muss langsam aber sicher den Blick nach unten richten. Der SVWW hingegen befreit sich mit diesem Sieg vorerst aus der bedrohten Zone und steht erstmals seit langer Zeit, wenn auch vorerst nur für eine Nacht, auf einem einstelligen Tabellenplatz.

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Ergebnis: 2 - 1
Ein Ausrutscher sollte die Niederlage beim Tabellenvorletzten aus Darmstadt gewesen sein, sagte der Cheftrainer der "Remiskönige" aus Wiesbaden, Peter Vollmann. Seine Startformation veränderte der Fußballehrer auf drei Positionen. Christ durfte von Anfang an den an einem Muskelfaserriss laborierenden Mittelfeldakteur Robert Müller erstezen. Alf Mintzel, der in jüngster Vergangenheit wegen seiner Probleme mit der Achillessehne passen musste, war wieder fit und verdrängte Zieba vorerst auf die Reserbank. Joe Vunguidica erhielt den Vorzug vor dem angeschlagenen Stroh-Engel.

Rostocks Cheftrainer Marc Fascher versuchte durch seine Veränderungen der Startaufstellung nach dem 1:2 gegen Chemnitz die Kogge wieder in ruhigeres Gewässer zu bringen. Fünf Abweichungen gab es in der Startelf im Vergleich zur Partie gegen die "Himmelblauen". Mendy war gesperrt und wurde durch Rilke ersetzt. Humbert und Holst bildeten als Ersatz für Trapp und Marcos das Abwehrzentrum. In der Offensive mussten Klement und Weilandt weichen und dafür starteten Haas und Plat.

Beide Mannschaften begannen eher abwartend und wollten keinen Fehler machen. Die erste Chance des Spieles hatten dann die Hausherren, welche in der 9. Minute durch Marco Christ erstmals auf das Tor der Gäste schossen. Milan Ivana hatte Übersicht bewiesen und auf Christ abgelegt, der aus 18 Metern nicht lange fackelte, jedoch das Ziel haarscharf verpasste.

Nur zwei Minuten später waren es wieder Christ und Ivana, die der Defensivabteilung der Hansa Probleme bereiteten. Doch die Flanke, die Christ in den Strafraum brachte, verpasste Freund und Feind.

Auch Rostock versuchte es anschließend über die Flügel. Nach einer Flanke von Außen kam Nico Zimmermann im Strafraum mit dem Kopf zuerst an den Ball, konnte diesen jedoch nicht drücken. Sein Versuch ging deutlich über den Wiesbadener Kasten.

Die wirklich guten gelegenheiten blieben jedoch aus. Beide Mannschaften bestimmten das Spiel über den Kampf und wirklicher Spielfluss war noch nicht zu erkennen. Wehen legte seine Angriffsbemühungen auf die Flügel und belohnte sich in der 25. Spielminute. Der wieder genesene Alf Mintzel schaffte es, sich auf der Außenbahn durch zu setzen und brachte den Ball in die Gefahrenzone. In der Mitte war es dann Vunguidica, dessen eigentlich verunglückter Versuch im Tor landete, der auf 1:0 stellte.

Hansa agierte zu zögerlich und offenbarte Schwächen auf den Flügeln, welche der SVWW gut erkannte und zu nutzen versuchte. Auch die meisten Kopfballduelle gingen an die Hausherren, wie in der 29. Spielminute. Nach einer Ecke von Marco Christ kam Nico Herzig per Kopf zum Zug, verpasste allerdings das 2:0 um einige Zentimeter.

In der 32. Spielminute konnte sich dann Müller, der Schlussmann des FC Hansa Rostock, erstmals wirklich auszeichnen. Nachdem Christ einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner brachte, war es der Torschütze des Führungstores der Hausherren, Jose "Joe" Vunguidica, der als Erster mit dem Kopf an den Ball kam. Müller musste all sein Können aufbringen, um den Versuch in allerhöchster Not noch um den Pfosten zu lenken.

Die Hausherren waren nun absolut dominant, doch in der Abwehr auch zu leichtfertig. In der 34. Minute hatte Rilke zu viel Platz an der Strafraumgrenze und versuchte es direkt, verfehlte aber knapp.

Rostock konnte nun auf einmal offensiv agieren und hatte einige vielversprechende Angriffe ausgelassen. Doch in der 38. Minute zappelte dann der Ball im Netz. Wieder über die Außen kam der Ball in die Gefahrenzone und Johan Plat gewinnt das entscheidende Kopfballduell gegen Nico Herzig und verwandelt zum 1:1 Ausgleich.

Rostock spielte zwar nun mit Rückenwind, beflügelt durch den Ausgleich, doch zur Halbzeit blieb es beim 1:1. Nach dem Seitenwechsel hatten sich dann aber die Hausherren wieder gefangen und konzentrierten sich von Anfang an auf die Offensive. Vunguidica hatte wie aus dem Nichts viel Platz im Strafraum Rostocks, doch wirklich viel daraus machen konnte der Torschütze nicht.

Auch Rostock steckte nicht zurück und so ergab sich ein offener Schlagabtausch. Nur 4 Minuten nach Wiederanpfiff wären die Gäste dann auch beinahe in Führung gegangen. Nachdem Zimmermann den Ball in die Mitte brachte war es Wehens Defensivakteur Wiemann, der seinen eigenen Torhüter per Kopf zu einer Glanzparade zwang. Den Nachschuss vergab dann anschließend Leonhard Haas.

Es ging weiter hin und her, doch der entscheidende Pass blieb vorerst noch aus. Mintzel, der nach seiner Verletzung zurück gekehrt war, konnte auf seinem Flügel nahezu ungehindert machen was er wollte und bediente in der 58. Minute Ivana, der es mit vollem Risiko volley versuchte. Doch sein Schuss jagte am langen Pfosten vorbei.

Der richtige Spielfluss blieb aber dann wieder aus, da sich beide Mannschaften zusehends, wenn auch mit optischen Vorteil für die Hausherren, im Mittelfeld neutralisierten. Es folgten dann zusätzlich noch einige Wechsel, die den Spielfluss dann endgültig verloren gehen ließen.

In der 80. Minute gingen dann die Hausherren, wahrlich wie aus dem Nichts, wieder in Führung. Zlatko Janjic konnte einen großen Fehler in der Rostocker Hintermannschaft eiskalt ausnutzen. Nachdem der eingewechselte Stroh-Engel, den Abschluss suchte, kam der abgeprallte Ballk drei Meter vor dem Tor zu Janjic, der nur noch einschieben musste.

Rostock war sichtlich geschockt und versuchte es in der Schlussphase mit der "Brechstange". Hohe und weite Bälle sollten die drohende Niederlage noch abwenden, doch die Wiesbadener Hintermannschaft ließ beinahe nichts zu. Erst kurz vor dem Abpfiff gab es nochmal eine kurze Schrecksekunde für die Wiesbadener Fans. In der Mitte des Strafraumer versuchte es ein Rostocker nach einer Flanke mit einem Seitfallzieher, doch Gurski, der Mann zwischen den Pfosten des Wiesbadener Tores, vereitelte diese Möglichkeit mit einer tollen Parade.

Mit diesen drei Punkten übernachtet der SVWW vorerst mit insgesamt 33 Zähler auf dem 9. Tabellenplatz. Rostocks Krise weitet sich hingegen aus.

Stimmen zum Spiel folgen.

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