Hallescher FC: Ziegenbeins Rückkehr in die Vergangenheit

Für Halle-Kicker Björn Ziegenbein ist das Ostderby gegen den FC Hansa Rostock ein ganz besonderes Spiel, da es eine Reise in die Vergangenheit ist. Der HFC-Spieler muss viele Hände schütteln, wenn es am morgigen Sonntag gegen die Ostseekicker gehen wird. Beide Kontrahenten sind im Mittelfeld der Tabelle platziert und haben ein klein wenig Puffer auf die Abstiegsplätze. Ein Sieg in diesem prestigeträchtigen Spiel und die Chance wird sich deutlich erhöhen, dass auch im nächsten Jahr noch Drittliga-Fußball an der Ostsee oder der Saale geboten werden kann.

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Hallescher FC: Ziegenbeins Rückkehr in die Vergangenheit
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Es ist schon fast ein klein wenig in Mode gekommen, dass Spieler bei ihren ehemaligen Vereinen nicht jubeln, wenn ein Torerfolg gelingt. Bei Björn Ziegenbein gibt es diese emotionale Zwickmühle vor dem Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber aus Rostock ebenso. Als er noch im Trikot seines morgigen Kontrahenten gekickt hat und ihm im Spiel gegen seinen Ex-Verein SV Wehen Wiesbaden sogar ein Treffer gelungen ist, war der Jubel scheinbar grenzenlos. Er versucht die damalige Situation ein wenig zu begründen, wenn er sagt: „Das war eine riesen Befreiung“, so Ziegenbein. Und: „Respekt muss man sich erarbeiten.“
Der genannte Respekt bezieht sich auf den FC Hansa Rostock, wo er gute Jahre verleben konnte. Dies macht er gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ auch deutlich, wenn er sagt: „Hansa habe ich viel zu verdanken.“ Für ihn wird dieses Spiel definitiv ein ganz Besonderes sein. Ein Blick in die Geschichte kann dies durchaus bestätigen, denn vor zwei Jahren stieg Ziegenbein mit der „Hansa-Kogge“ in die zweite Bundesliga auf und mit 14 Treffern und neun Torvorlagen war er ein absolut wichtiger Baustein im Kampf um den Aufstieg.
Im Fußball gibt es bekanntlich auch immer wieder Parallelen. Wie auch in diesem Fall, denn ähnlich wie damals in Rostock konnte Ziegenbein auch beim Halleschen FC erst spät wegen einer Verletzungsproblematik zum Kader stoßen. Die fehlende Vorbereitung war ihm jedoch nicht unbedingt anzumerken, denn ab dem fünften Spieltag konnte er seine gewaltigen Qualitäten sehr gut umsetzen. Besonders seine Assists zu den Treffern gegen die Stuttgarter Kickers und der Spielvereinigung Unterhaching waren Beleg seiner außerordentlichen Qualität. Ziegenbein hat sich einen guten Namen beim Drittliga-Aufsteiger machen können und zeigte in einigen Partien seine herausragenden, technischen Fähigkeiten.
Dennoch hatte das offenbare Bewusstsein seiner großen Klasse auch einige Schattenseiten, denn schon zu Rostocker Zeiten wurde er deutlich intensiver in Manndeckung genommen. Er erinnert sich: „Die gegnerischen Teams wussten ja nun von meiner Torgefahr“, sagt er nun. Und er fügt hinzu: „Ich wurde enger gedeckt.“
Und da wären wir bei den Parallelen, die nun jetzt auch in Halle auftreten, denn nach starken Vorstellungen bei diversen Testspielen und einem auffällig gutem Start in den ersten Begegnungen nach der Winterpause ist er zuletzt ein wenig schwächer geworden. Seine Fernschüsse sind absolut gefürchtet, doch die große Präsenz ist bei ihm auch nicht mehr uneingeschränkt spürbar. Dies hat auch Ziegenbein erkannt, der gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ erklärt: „Das geht nicht von heute auf morgen, nach so einer langen Verletzung.“ Durch seine Hüftprobleme bedingt waren die Bedingungen auf Schnee nicht ganz so angenehm für ihn, wie er deutlich macht: „Die Verhältnisse im Training und Spielen in letzter Zeit waren undankbar.“
Sein ehemaliger Hansa Rostock-Trainer Peter Vollmann erklärte dazu schon damals: „Björn ist mit seiner Popularität nicht klargekommen. Er hat sich von äußeren Umständen ablenken lassen.“ Seither sind Interviews mit Ziegenbein deutlich seltener geworden. Er versucht sich über seine Leistung auf dem Platz zu definieren. Das Potential für höhere Aufgaben hat er jedoch definitiv. Und der Hochveranlagte drückt seine Hoffnung in Worte aus, wenn er sagt: „Ich hoffe, dass ich in keine Krise mehr komme.“

Quelle: mz-web.de


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