Hallescher FC: Rund eine Million Euro fehlt

Vereinsführung räumt Liquiditätslücke ein und bittet Stadt um Unterstützung.

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Hallescher FC: Rund eine Million Euro fehlt
Foto: Hallescher FC
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Die Vereinsführung des Halleschen FC hat sich in einem Offenen Brief an die Fans und Vereinsmitglieder gewandt. Dabei räumt das Präsidium um Dr. Michael Schädlich eine Liquiditätslücke bis zum Saisonende in siebenstelliger Höhe ein.

„Die von uns offensiv eingeräumte Liquiditätslücke ist keineswegs innerhalb eines Monats entstanden. Und wenn wir die mehrfach gestellte Frage lesen ‚Wo ist das Geld geblieben?‘, dann können oder müssen wir antworten: Es war noch nie da“, schreibt der HFC-Vorstand: „Seit dem Aufstieg in die 3. Liga im Jahr 2012 galt unsere absolute Priorität stets der Sicherung des Klassenverbleibs. Aus diesem Grund haben wir nahezu alles, was wir an finanziellen Zuwendungen erwirtschaften konnten, in die erste Mannschaft gesteckt. Das reichte bekanntlich bislang für Platzierungen zwischen Rang neun und 13. Der Hallesche FC liegt mit seinem Etat etwa zwei 2,5 Millionen Euro unter dem Durchschnitt der Spielklasse. Oft genug haben wir das betont. Und trotzdem stiegen die Erwartungen, Hoffnungen und Sehnsüchte nach höheren Gefilden Jahr für Jahr.“

Weiter heißt es in der Erklärung: „Um überhaupt erst die Voraussetzungen zu schaffen für Mehrerlöse, perspektivische Haushaltsaufstockung und damit größere Wettbewerbsfähigkeit, haben wir seit Anfang 2017 nicht mehr nur in die Mannschaft, sondern auch in die Struktur investiert. Das schlug sich aber noch nicht in höheren Einnahmen nieder. Im Gegenteil! Die Sponsorenleistungen sind in dieser Saison rückläufig. Die Entwicklung des HFC ging eben nicht nur steil bergauf, auch wenn vieles auf den Weg gebracht wurde. Wir dürfen in einem modernen Stadion spielen, haben aber nur einen Trainingsplatz und damit eine unterdurchschnittliche Infrastruktur zur Verfügung.“

Die Schlussfolgerung der HFC-Verantwortlichen: „Wir befinden uns in einer bedrohlichen Situation. Aktuell lassen wir nichts unversucht, die sich abzeichnende Lücke von über einer Million Euro aus eigener Kraft und mit der dringenden Bitte um Hilfe durch den Oberbürgermeister und die Stadt Halle zu schließen. Etwaige Gräben sollten wir zuschütten, Befindlichkeiten ausräumen, Berührungsängste abbauen. Denn wir benötigen jeden Euro, jeden Zuspruch, jede Unterstützung. Von unseren Fans, aber eben auch von der hiesigen Wirtschaft und der Kommune.“ Deshalb wurde bereits ein Spendenkonto eingerichtet.


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