Hallescher FC: Fans kritisieren Trainer Köhler

Die Heimschwäche sollte der Hallesche FC wirklich schleunigst beheben. Gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, die SG Sonnenhof Großaspach, kassierten die Schützlinge von Trainer Sven Köhler nun schon die sechste Heimniederlage. Der Trainer wird von den HFC-Anhängern zunehmend kritischer gesehen, da der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf gerade einmal drei Punkte zusammengeschmolzen ist.

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Hallescher FC: Fans kritisieren Trainer Köhler
Foto: Sportvertrieb-Hasselberg
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Späte Gegentreffer sorgen für Unmut

Sicherlich stehen noch drei Teams zwischen dem Halleschen FC und dem FSV Mainz 05, die bekanntlich den ersten Abstiegsplatz belegen. Dennoch lag die Anspruchshaltung beim Team vom schmucken Erdgas-Sportpark deutlich höher. Zumindest ein seriöser Platz im Tabellenmittelfeld der 3. Liga sollte doch herausspringen. Dazu eine realistische Blickrichtung zu den Aufstiegsrängen. Dies ist aktuell eher Wunsch als Realität, denn zunächst wird es für den HFC vor allem darum gehen, dass die notwendigen Zähler für den Klassenerhalt eingefahren werden können. Die Tabellenregion rund um den Abstiegssumpf ist nicht das Gebiet gewesen, was wirklich angenehm war. Nervlich scheint der HFC aktuell auch sehr stark angeschlagen zu sein, da die beiden Gegentreffer gegen die schwäbischen Gäste in der 87. Minute und in der Nachspielzeit kassiert worden sind. Danach wurde lautstark von den Rängen die Entlassung von Trainer Sven Köhler gefordert. Eine wahrlich brisante Situation für den Traditionsverein von der Saale.

Treuebekenntnis für Trainer Köhler

Sicherlich achten die Zuschauer sehr aufmerksam auf den aktuellen Tabellenstand, der selbstverständlich alles andere als Optimismus fördernd zu sein scheint. Es mussten klare Worte von den Vereinsverantwortlichen her, die HFC-Vizepräsident Jörg Sitte auch klar lieferte im Gespräch mit der „Mitteldeutschen Zeitung“: „Sven Köhler wird auch in zwei Wochen in Mainz auf der HFC-Bank sitzen.“ Köhler hat nicht wirklich große Schuld an der jüngsten, späten Niederlage besessen. Es waren leichte individuelle Fehler, die zu den Gegentreffern geführt haben. Kurz vor Spielbeginn ist Spielgestalter und der beste Distanzschütze Gogia ausgefallen. Er wurde durch Sascha Pfeffer schließlich ersetzt. Köhler nennt Gründe für diesen personellen Wechsel: „Schließlich hatten die Hintermannschaft und das defensive Mittelfeld zwei Mal in Folge nicht verloren. Da wollte ich nicht viel durcheinanderbringen.“

Ausfälle sorgen für Qualitätsverlust

In den ersten 45 Minuten fehlte dem Spiel des HFC das notwendige Tempo, die Präzision und ein dazu noch ein gehöriges Maß an Selbstbewusstsein. In der Halbzeitpause hat Köhler offenbar die richtigen Worte finden können, denn die Mannschaft steigerte sich auch durch taktische Maßnahmen. So blieb Robert Schick in der Kabine, Pfeffer und Tony Schmidt besetzten wie gewohnt die Außenbahnen und Ivica Banovic gab den Spielmacher. Bis zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff konnte der Hallesche FC die stärkeren Großaspacher in die eigene Hälfte drängen. Die Überlegenheit wurde durch mehr Ballbesitz und eine größere Aktivität unter Beweis gestellt. Es fehlte an der notwendigen Konsequenz im Torabschluss. Die Kreativität im letzten Spielfelddrittel wurde schmerzlich vermisst. Spieler wie Gogia und Linksaußen Sören Bertram konnten einfach nicht adäquat ersetzt werden. Solche Spieler sorgen für die notwendige Stabilität im Team der Hallenser. Köhler musste ehrlich zur Personalproblematik sagen: „Ohne fünf verletzte offensive Stammspieler hat uns die Qualität gefehlt, Großaspach in Verlegenheit zu bringen.“ Der gesamte Kader umfasst 25 Spieler.

Standardsituation entscheidet die Partie

Der Gegner hat die Schwächen des Halleschen FC schnell durch eine intensive Vorbereitung erkennen können, wie nun Aspach-Trainer Uwe Rapolder verraten hat: „Unsere Beobachtungen haben gezeigt, dass einige Spieler des HFC mit der Ballsicherheit ihre Probleme haben. Also habe ich meine Jungs angewiesen, aggressiv draufzugehen und schon bei der Ballannahme zu attackieren.“ Dies hat auch HFC-Spielführer Ivica Banovic gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ ehrlich zugeben müssen: „Sie haben uns mit ihrem Pressing zu zahlreichen einfachen Fehlern gezwungen. Dadurch sind viel zu viele Ecken und Freistöße in Strafraumnähe zustande gekommen.“ Er fügt hinzu: „Mir war eigentlich zeitig klar, dass dieses Spiel durch eine Standardsituation entschieden wird.“ Er sollte absolut Recht behalten, denn nach Eckball Nummer acht konnte der kurz zuvor eingewechselte Stürmer Cidimar den wichtigen Führungstreffer in der 87. Spielminute erzielen. Wenig später konnte ein Konter durch Simon Skarlatidis zum 2:0-Endstand eiskalt ausgenutzt werden.

Quelle: mz-web.de

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Kommentar von Studer Pius am 11.11.2014 um 16:33 Uhr:

Ich melde mich hier aus der Schweiz, soweit möglich sehe ich mir viele Spiele - auch von Halle - über den MDR an. Es steht mir nicht zu, Sven Köhler fachlich zu beurteilen, trotzdem, dieser Trainer, dieser "Mensch" Köhler ist mit "Herzblut" dabei, das spürt man. Mit dieser Einstellung könnte er jederzeit auch anderswo trainieren, wieso nicht auch bei uns in der Schweiz?

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