Hachings-Trainer Schromm analysiert den 4:0-Sieg über Stuttgart II

1400 Zuschauer waren im Sportpark zu Unterhaching versammelt, um sich den grandiosen 4:0-Sieg der gastgebenden Spielvereinigung über den VfB Stuttgart II anzuschauen. In der Spielanalyse nach der Partie macht Hachings-Trainer Claus Schromm nun aber deutlich, dass er nicht gänzlich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden gewesen ist. Im Gespräch mit der vereinseigenen Homepage äußert sich Schromm nun zu diesem ganz besonderen Spiel gegen einen normalerweise starken Kontrahenten.

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Hachings-Trainer Schromm analysiert den 4:0-Sieg über Stuttgart II
Foto: SpVgg Unterhaching
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„Initialzündung war starkes Tackling von Benny Schwarz“

Taktikfachmann Fuchs weiß jedoch auch nur allzu genau, dass diese Partie trotz aller medialer Lobeshymnen gewiss nicht perfekt gewesen ist. So hat er besonders in den ersten Spielminuten einige Defizite erkennen können, an denen er in der kommenden Trainingswoche durchaus noch gerne arbeiten möchte: „
Diese Aussage bezog sich auf die Anfangsphase, da gab es doch einiges zu bemängeln. Wir hatten oft Überzahl, das heißt, wir haben in der Defensive gut gearbeitet, aber den Zugriff auf den Ball hat nicht so bekommen, wie wir uns das vorstellen. Unser Ziel ist die schnelle Balleroberung, das hat zunächst nicht funktioniert. Die Inititalzündung war dann ein starkes Tackling von Benny Schwarz etwa fünf Minuten vor unserem Führungstreffer, danach waren wir wach.“

Gute und erfolgreiche Vorbereitung auf den VfB Stuttgart II

Sicherlich ist es für den ehemaligen Bundesligisten deutlich leichter gewesen gegen einen mitspielenden Gegner solch ein Spiel zu bestreiten als gegen einen passiv und defensiv agierenden Kontrahenten. Eine genaue Spielvorbereitung ist auch ein wesentlicher Grund für diesen klaren Sieg gewesen: „Wir haben die letzten drei Spiele des VfB per Video analysiert, wir haben dann das ein oder andere Werkzeug gefunden, um diesen Gegner auszuhebeln. Die Frage ist ja immer, ob der Gegner mit Mittelfeldpressing oder Angriffspressing agiert. Nach der Analyse haben wir uns entschieden, bei der Spieleröffnung diesmal den Schwerpunkt über die Außenpositionen zu legen.“

Unterschiede zwischen erster und zweiter Halbzeit

Speziell in den zweiten 45 Minuten wurde die enorme Spielfreude der Kicker aus dem Münchener-Süden nur allzu deutlich. Vor allem lag dies auch daran, dass mehr Platz vorhanden gewesen ist: „Nach dem Spiel haben die Spieler gemeint, die erste Halbzeit sei im Vergleich zur zweiten deutlich anstrengender gewesen. Das lag daran, dass wir viel dem Ball nachlaufen, immer wieder komplett verschieben und Überzahl schaffen mussten. Das ist uns dann in der zweiten Hälfte leichter gefallen.“

„Die Führung war glücklich, aber sicher nicht unverdient“

In der ersten Phase in diesem Spiel konnte der VfB Stuttgart II mit ansehnlichen Kombinationen sich einige Feldvorteile erspielen. Diese Überlegenheit konnte jedoch nicht in Form von eigenen Treffern umgemünzt werden. Chancen hatte auch einzig und allein der Gastgeber aus Unterhaching. Trotzdem war Schromm mit der Darbietung seiner Mannschaft in dieser Phase nicht zufrieden, da ihm die spielerische Leichtigkeit gefehlt hat: „Ja, aber sie waren zu Beginn nicht herausgespielt. Die ersten Möglichkeiten durch Duhnke und Willsch entstanden aus Standardsituationen. Der Elfmeter, den man nicht geben muss, war dann der Dosenöffner. Die Führung war so gesehen glücklich, aber sicher nicht unverdient.“ Schromm ist auch Fachmann genug, um zu wissen, dass Tore stets zum richtigen Zeitpunkt fallen müssen, wie er wie folgt begründen kann: „Optimal war, dass wir gleich zu Beginn der zweiten Hälfte nachlegen konnten, wieder nach einer tollen Offensivaktion von Schwarz.“

„Schromm von der Leistung von Benjamin Schwarz begeistert

Der alles überragende Spieler auf dem Feld war diesmal Benjamin Schwarz, der an nahezu allen gefährlichen Offensivsituationen der Hachinger beteiligt gewesen ist. Der Trainer weiß die enormen Qualitäten seines Mittelfeldspielers sehr zu schätzen, wie er auch deutlich machen kann, wenn er sagt: „Auf jeden Fall, er hat sehr auffällig gespielt, das hat er aber auch schon in den letzten Wochen gemacht. Benny hat eine hohe Qualität, die für mehr als die 3. Liga reichen würde. Nur Verletzungen haben ihn zurückgeworfen, er hat jetzt erst das fünfte Spiel in Folge über 90 Minuten gemacht.“

„Wir können mit der ganzen Bank qualitativ nachlegen“

Insgesamt muss jedoch eine geschlossene Mannschaftsleistung konstatiert werden, die sich gegen einen schwer zu bespielenden Gegner letztlich bewähren konnte. Auch Claus Schromm ist mit der Leistung aller beteiligten Spieler absolut zufrieden: „Als Beispiel ist auch Moll zu nennen, das war richtig stark, was er läuferisch gebracht, immer wieder seine Position gehalten hat. Und diesmal hat Voglsammer gefehlt, der zuletzt hohe Präsenz gezeigt hat, Haas fällt nach seiner schweren Meniskusverletzung leider noch sehr lange aus, das aber bringt keinen Bruch in unser Spiel. Wir sind auch in der Breite sehr gut aufgestellt. Flo Bichler war zuletzt mental in einem Tief, hat aber schon am Freitag angekündigt: Wenn ich reinkomme, bin ich eine Macht. So hat er sich dann auch präsentiert. Wir können mit der ganzen Bank qualitativ nachlegen, das macht uns so stark.“

„Kein Drehbuch hätte das perfekter inszenieren können“

Mit Pascal Köpke wurde der Sohn vom ehemaligen deutschen Nationalkeeper und heutigen Bundestorwarttrainer Andreas Köpke eingewechselt. Er beschert sich ein echtes Geschenk, als er mit seinem Traumtor ein perfektes Drittligadebüt hinlegen kann. Dies ist auch dem aufmerksamen Schromm nicht entgangen: „Als es 3:0 stand, war uns klar: Jetzt müssen wir den Pascal bringen, der natürlich ein bisschen nervös war vor seinem Drittligadebüt. Dann aber gelingt ihm dieses Tor, kein Drehbuch hätte das perfekter inszenieren können. Das hat einfach gepasst. Das Schönste aber war der Jubel: Die ganze Bank hat gefeiert, auch die Spieler, die wussten, dass sie nicht mehr eingewechselt werden können, freuten sich unglaublich.“

Schromm lobt Unterstützung der eigenen Fans

Neben der läuferischen Komponente war ganz gewiss auch der Kampfgeist und die enorme Zweikampfstärke ein echter Trumpf in diesem Spiel aus Sicht der Gastgeber. Diese Mittel haben sich als Erfolgsrezept erweisen können: „Das ist eine unserer ganz großen Stärken, Präsenz zeigen, nachsetzen, unabhängig vom Spielstand. Das ist dann der Moment, wo der Funke überspringt auf die Fans, die uns schon in Elversberg sensationell unterstützt haben. Und nun im eigenen Stadion wieder alles gegeben haben. Das ist der schönste Lohn für die junge Mannschaft.“

Quelle: spvggunterhaching.de

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