Hachings Chefcoach Schromm bemängelt Effektivität

Diese 0:2-Heimniederlage der Spielvereinigung Unterhaching gegen den VfL Osnabrück war sicherlich schmerzhaft, denn nun reift allmählich die Erkenntnis, dass der Aufstieg in diesem Jahr sehr schwer werden dürfte. Mit 39 Punkten stehen die Oberbayern auf dem sechsten Tabellenplatz und haben damit einen Abstand von 11 stattlichen Zählern auf Relegationsteilnehmer Preußen Münster. Selbst eine Siegesserie bietet beileibe noch keine Garantie für einen Klassenwechsel.

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Hachings Chefcoach Schromm bemängelt Effektivität
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Auch VfL Osnabrück-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat jedoch die Stärke des Kontrahenten anerkannt, wenn er auf die Leistung der Hachinger bezogen gegenüber den Medienvertretern erklärte: „Man kriegt oft nicht, was man verdient.“ Über das Spiel war Osnabrücks-Erfolgstrainer nicht uneingeschränkt zufrieden, denn er verteilte auch ein verstecktes Lob an den samstäglichen Kontrahenten, als er sagte: „So klar, wie es nach der ersten Halbzeit aussah, war das Spiel nicht“, und er fügte hinzu. „Wir haben gewonnen, weil wir kein Gegentor bekommen haben.“
Die Gastgeber aus Unterhaching hatten sich zahlreiche Tormöglichkeiten erspielen können. Insgesamt gab es definitiv Defizite vor allem im spielerischen Bereich. Trotz der Probleme hätte es jedoch auch durchaus einen Punktgewinn geben können, der am Ende möglich gewesen wäre. Unterhaching wäre nicht unverdient mit einem Punktgewinn verblieben. Letztlich hat sich die größere, individuelle Qualität des VfL aus Niedersachsen durchsetzen können. Besonders die spielerisch starken Einzelspieler haben dafür sorgen können, dass mit dem 2:0-Auswärtssieg im Sportpark zu Unterhaching die Aufstiegsansprüche untermauert werden konnten.
Nach Toren von Piossek und Zoller war der Sieg perfekt für einen VfL, der sich zumindest im Abschluss als absolute Spitzenmannschaft präsentieren konnte. Allerdings unter gütiger Mithilfe der Spielvereinigung, wie auch Hachings Teamchef Manuel Baum gegenüber dem "Münchner Merkur" anprangert: „Wir haben es dem Gegner bei den Toren leicht gemacht.“ Und er wurde ein wenig konkreter: „Osnabrück hatte drei Konter, zwei waren drin. Einmal hatten wir Eckball und verlieren den Ball, beim 0:1 kriegt der Gegner den Ball nach einem Torschuss von uns, beim dritten Mal geht ein schlechter Abstoß voraus.“ Eine durchaus bittere Niederlage, weil „sonst hatte Osnabrück keine klaren Chancen.“
Es waren nur diese drei Spielszenen, um den überaus wichtigen Dreier mitzunehmen. In der zweiten Spielhälfte gab es jedoch nicht mehr allzu viele Möglichkeiten für die „Lila-Weißen.“ Anders Unterhaching, die sich mehrere Tormöglichkeiten herausspielen konnten. Allerdings fehlte es an der notwendigen Entschlossenheit vor dem gegnerischen Gehäuse. Auch ein starker Osnabrücker-Torwart Marcus Rickert war für das gegentorlose Spiel der Wollitz-Elf verantwortlich. Aussichtsreiche Möglichkeiten von Maximilian Welzmüller und Yasin Yilmaz konnte er mit Glanzparaden vereiteln.
Dementsprechend enttäuscht präsentierten sich auch die Hachinger-Spieler. So urteilt Mittelfeldmann Yasin Yilmaz etwa: „Das Tor ist zur Zeit wie vernagelt.“ Und er fügt hinzu: „Wenn man sieht, wie wir in der zweiten Halbzeit geackert und auch Chancen kreiert haben, ist das echt bitter.“ Teamchef Baum ergänzt gegenüber "fußball-vorort.de": „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft kämpferisch und spielerisch ein ganz anderes Gesicht gezeigt als vor der Pause“, so Baum, der deutlich macht: "Da hätten wir ein Tor verdient gehabt.“ Dieses Defizit wurde jedoch schon des Öfteren angesprochen. So sprach Hachings-Cheftrainer Claus Schromm dieses Defizit offen an: „Wir schaffen es derzeit einfach nicht, unser Vorhaben zwei komplette Halbzeiten umzusetzen. Diesmal war die zweite Halbzeit absolut in Ordnung, auch von der Leidenschaft. Aber 45 Minuten reichen halt nicht aus. Daran müssen wir arbeiten, dann wird’s auch wieder.“
Nicht mitmachen konnte bei diesem Spiel Torwart Stefan Riederer, der eine komplizierte Knieverletzung erlitten hat und der sich deshalb einer Operation unterziehen musste. Zu seinem Gesundheitsverlauf kann er folgendes mitteilen: „Es geht mir soweit ganz gut. Die Operation ist jetzt knapp zweieinhalb Wochen her. Die Beweglichkeit ist sehr gut und Schmerzen habe ich eigentlich auch keine. Das Knie ist halt noch ein bisschen geschwollen, aber das ist normal.“
Zeitdruck möchte er sich bewusst nicht machen, denn ganz langsam soll sein Comeback in nähere Zukunft rücken. Über seinen Zeitplan bis zum erhofften Comeback berichtet er: „Wir haben einen Richtwert von ungefähr drei Monaten. Insgesamt soll ich vier bis sechs Wochen mit Krücken gehen. Und danach Laufen oder Radfahren. Im Anschluss kann ich dann die Belastung je nach Schmerzempfinden hochfahren. Es wäre natürlich schön, wenn ich am Schluss noch ein paar Einheiten mitmachen könnte. Vielleicht reicht es ja für das letzte Spiel. Das ist das Ziel von mir. Wenn daraus dann doch nichts wird, ist es aber auch nicht so tragisch. Die Gesundheit geht vor.“
Diese Partie gegen das Spitzenteam aus Osnabrück hat die Emotionen geweckt und auch für ein wenig Ernüchterung gesorgt, denn nun ist wahrscheinlich bittere Realität, dass ein Aufstieg in diesem Jahr eher unrealistisch erscheinen wird. Über die unglücklich verlaufene 1:2-Niederlage kann er folgendes berichten: „Die erste Halbzeit waren sie nicht so gut, Osnabrück hat aus drei Chancen zwei Tore gemacht. Wir hatten auch noch eine Riesen-Chance. Die zweite Halbzeit war dann besser. Wenn wir das 2:1 früher machen, dann wäre es vielleicht noch einmal eng geworden. Denn Osnabrück war auch nicht so überragend.“ Die letzten Begegnungen sind allesamt verloren worden. Das Jahr 2013 verlief aus Ergebnissicht dementsprechend eher suboptimal. Zu dieser Thematik kann auch der meinungsstarke 27-Jährige einiges sagen. Grundsätzlich sieht er die derzeitige Situation alles andere als kritisch, wie er gegenüber "fußball-vorort.de" deutlich klarstellt: „Die Vorrunde war natürlich überragend und über unseren Verhältnissen. Das darf man aber nicht überbewerten. Wenn man unsere Heimspiele gesehen hat, dann war da auch ab und zu ein bisschen Glück dabei. Das fehlt uns jetzt vielleicht ein bisschen. Wir haben natürlich auch Abgänge zu verkraften gehabt, weil wir finanziell darauf angewiesen waren.“ Allerdings muss auch ehrlich eingeräumt werden, dass die Leistung der Spielvereinigung mit diesen bescheidenen, finanziellen Möglichkeiten absolut beachtlich gewesen ist.

Quelle: fußball-vorort.de


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