Ganz Münster würde sich über einen Zweitliga-Aufstieg von Preußen freuen

Preußen Münster muss nur noch wenige Schritte gehen, um tatsächlich den langersehnten direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen zu können. Nach dem sensationellen 2:1-Heimsieg über den Karlsruher SC ist die Euphorie in der Stadt und bei den Fans enorm, sodass davon ausgegangen werden kann, dass ganz Münster sich schon jetzt als absolut aufstiegstauglich präsentiert. Mit nunmehr 68 Punkten haben die Preußen vier Spieltage vor Saisonschluss einen Vorsprung von vier Zählern auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Der Vorsprung auf Relegationsplatz drei, den Arminia Bielefeld einnimmt, liegt bei immerhin einem Zähler.

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Ganz Münster würde sich über einen Zweitliga-Aufstieg von Preußen freuen
Foto: Preußen Münster
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OB-Lewe: „Aufstieg wäre ein absoluter Glücksfall“
Die Hoffnung in der Studentenstadt Münster ist besonders stark ausgeprägt, dass schon am Pfingstwochenende der Aufstieg in die Zweitklassigkeit gefeiert werden kann. Gegenüber den „Westfälischen Nachrichten“ stellt dies Oberbürgermeister Markus Lewe klar: „Das wäre ein absoluter Glücksfall.“ Und voller Optimismus wird sogar im Stadthaus von einer Arbeitsgruppe geplant, dass die Aufstiegsfeier durchgeführt wird. Dazu sagt mit Joachim Schiek der Pressesprecher der Stadt: „Nach dem Sieg gegen Karlsruhe wird diese Option immer konkreter. Voraussichtlich wird sich deshalb die Arbeitsgruppe in Kürze konstituieren.“

Eine offizielle Feier muss vorbereitet werden
Nach derzeitigem Stand der Dinge ist der Sentenzbogen, von wo aus die Spieler den Anhängern auf dem Prinzipalmarkt zujubeln möchte, noch nicht reserviert. Grund dafür ist auch die Problematik, dass kein Beteiligter etwas über den Zeitpunkt des möglichen Aufstiegs weiß. Wenn der SCP schwächeln sollte, könnte es sogar möglich sein, dass überhaupt keine Aufstiegsfeier stattfinden wird. Der Sport bietet bekanntlich immer zahlreiche Variablen. So muss schon für den Fall der Fälle einiges vorbereitet werden. Eine offizielle Feier mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Detmold wäre sicherlich ebenfalls angebracht. Die „Westfälischen Nachrichten“ machen folgendes deutlich: „Doch auch für den spontanen Aufstiegsjubel müssen die Ordnungskräfte gewappnet sein, wenn die Fans Hammer Straße und Ludgeri-Kreisel lahmlegen.“

Infrastruktur muss verbessert werden
Die Unterstützung in der Stadt Münster ist wahrlich gewaltig. Auch die Stadion-Sanierung und der damit einhergehende Zwist im lokalpolitischen Bereich ist eine Thematik, welche im Zuge der Aufstiegseuphorie derzeit nicht ganz so ausgeprägt erscheint. Lewe macht deutlich, dass in Münster „Profifußball in einem vertretbaren Rahmen stattfinden kann“. Womit der Politiker zum Ausdruck bringen möchte, dass die strukturellen Bedingungen dafür geschaffen werden können. Und Lewe macht deutlich: „Wir brauchen den Breitensport in Münster, aber auch Leuchttürme. Da waren wir bislang zurückhaltend.“

Wirkung für die ganze Region
Mit Matthias Lückertz fordert der Vorsitzende der Kaufmannschaft die kommunale Politik klar und deutlich auf, dass unabhängig von der jeweiligen Fraktion die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. So sagt er dazu: „Das wäre ein wichtiger Fingerzeig der Politik und ein Stück gelebte Wirtschaftsförderung.“ Lückertz würde in einen Zweitliga-Aufstieg von Preußen Münster einen „enormen Imagegewinn“ sehen. Ein solcher Aufstieg würde auch eine Steigerung der Reputation bedeuten. Prof. Dr. Gerhard Schewe von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Münster spricht hingegen zur Mahnung aus: „Doch die muss von der Stadt auch getragen werden.“ Und er betont zugleich, dass der Fußballsport in Münster nicht so ansprechend wie in der anderen Städten getragen wird. Dies hat die quälend lange Stadiondebatte zuletzt deutlich gemacht. Schewe betont hingegen: „Münster könnte eine Leuchtturm-Position erreichen. Das muss man wollen, und das kostet Geld.“ Zugleich sieht er die Möglichkeit, dass Unternehmen aus der Region in den komplizierten Zeiten des Fachkräftemangels die Chance der Mitarbeit an einem Stadion-Projekt nutzen.

Quelle: wn.de


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