Fortuna Köln-Stürmer Thiemo-Jerome Kialka im 3-liga.com-Exklusiv-Interview

25 Jahre ist Thiemo-Jerome Kialka erst alt und hat schon einige interessante Erfahrungen in seiner bisherigen Laufbahn machen. Beim TSV Eppendorf/Groß-Borstel und VfL 93 Hamburg hat Kialka seine ersten Vereine in seiner Heimatstadt Hamburg gehabt, ehe er 2007 in die Jugendabteilung des 1. FC Köln gewechselt ist. Nachdem er sich beiden Profis seinen Durchbruch nicht schaffte, wechselte er 2012 zum Zweitliga-Aufsteiger SSV Jahn Regensburg, wo er auch nicht richtig glücklich geworden ist. Seit 2013 spielt er wieder in Köln, diesmal bei der Fortuna, wo zwölf Treffer in 43 Partien erzielen konnte. In der letzten Saison hingegen präsentierte er sich nicht mehr ganz so treffsicher. Seinen persönlichen Karrierehöhepunkt erlebte er vor wenigen Wochen, als er mit Fortuna Köln durch einen Treffer in der letzten Minute zum 1:2 beim FC Bayern München II sensationell in die 3. Liga aufgestiegen ist. Im Exklusiv-Interview mit 3-liga.com-Reporter Henning Klefisch gibt der Deutsch-Ghanaer Auskunft, welche Vorstellungen er von der kommenden Spielzeit hat.

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Fortuna Köln-Stürmer Thiemo-Jerome Kialka im 3-liga.com-Exklusiv-Interview
Foto: Fortuna Köln
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3-liga.com: Sehr geehrter Herr Kialka, auf fast schon dramatische Art und Weise ist Fortuna Köln nach zwölfjähriger Abstinenz vom Profifußball in die 3. Liga zurückgekehrt. Wie präsent sind noch die Bilder vom Sieg in letzter Sekunde beim FC Bayern München II?

Thiemo-Jérôme Kialka (TJK): Natürlich denkt man die ganze Zeit noch daran. Es ist ja alles noch recht frisch. Aber jetzt geht die Vorbereitung los, da liegt die Konzentration voll und ganz auf der neuen Saison, auch wenn man das Spiel in München natürlich noch im Hinterkopf hat.

3-liga.com: Gab es auch Gedanken, was passiert, wenn nach einer glänzenden Spielzeit das Scheitern in der Relegation Realität wird?

TJK: „In dem Moment als das 2:0 fällt hat erst mal jeder gedacht: „Scheiße! Das war es jetzt erst mal mit dem Vertrag. Wie geht’s jetzt weiter?“ Aber dann ist zum Glück das 2:1 gefallen. Deswegen mussten wir uns keinen Kopf mehr darum machen, wie es mit unserem Arbeitsplatz für die nächste Saison aussieht.“

3-liga.com: Finden Sie es gerecht, dass Meister aus den verschiedenen Regionalligen sich gegenseitig in Relegationsspielen ausschalten müssen? Wenn nein, welche Variante würden Sie empfehlen?

TJK: „Dieses System verstehe ich sowieso nicht. Ich bin von Anfang an dagegen gewesen. Man gibt die ganze Saison Gas, um am Ende die Relegation spielen zu dürfen. Eine Lösung wäre meiner Meinung nach, dass der Erste direkt aufsteigt und der Zweite eventuell eine Relegation spielt. Da wir ohnehin eine sehr starke Regionalliga hier im Westen haben, wäre das gerechter.“

3-liga.com: Seit 2013 spielen sie schon für den Traditionsverein aus der Südstadt. Sie haben in 43 Spielen zwölf Treffer erzielen können. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Bilanz und wo sehen Sie bei sich noch Verbesserungsbedarf?

TJK: „Von den Toren her war die vorletzte Saison natürlich um einiges besser, als die Aufstiegssaison. Daher bin ich mit meiner persönlichen Saison nicht ganz so zufrieden und habe entsprechend Steigerungsbedarf. Aber ich vertraue auf mich und mein Können. Von daher weiß ich, dass es diese Saison wieder bergauf gehen wird.“

3-liga.com: Wie groß ist der Unterschied zwischen der Regionalliga und der 3. Liga, wenn man bedenkt, welche große Anzahl an Traditionsvereinen in der Drittklassigkeit als Gegner warten?

TJK: „Jetzt fängt der Männerfußball an. In der Regionalliga hatten wir auch einige zweite Mannschaften, die noch ein bisschen Jugendfußball gespielt haben. Dazu kamen auch jüngere Spieler, die körperlich nicht ganz so fit sind, wie Spieler der 3. Liga. Das wird auf jeden Fall jetzt etwas ganz anderes.“

3-liga.com: Auf welche Spiele freuen Sie sich besonders?

TJK: „Auf die Auswärtsspiele in Dresden und Bielefeld. Natürlich freue ich mich auch auf meinen alten Verein Jahn Regensburg, aber Dresden und Bielefeld sind sicherlich die Highlights.“

3-liga.com: Was erhoffen Sie sich von der anstehenden Spielzeit?

TJK: „Tore!“

3-liga.com: Zwischen 2008 und 2012 haben sie für die klare Nummer eins in der Domstadt, den 1. FC Köln, gespielt. In der Profimannschaft haben Sie sich nicht durchsetzen können, waren aber ein verlässlicher Leistungsträger in der Reservemannschaft. War der Sprung in die Bundesliga für Sie damals einfach zu groß oder was waren die Gründe, warum Sie schließlich zum Zweitliga-Aufsteiger SSV Jahn Regensburg gewechselt sind?

TJK: „Ich habe im Training oft die Möglichkeit bekommen, mich zu zeigen. Leider hat man beim FC nicht so auf die Jugend gesetzt, wie ich mir das erhofft habe. Viele Talente wurden zu dieser Zeit nicht hochgezogen und haben nicht die Chance bekommen, die sie eigentlich verdient gehabt hätten. Das war auch der Nachteil für mich, auch wenn ich mir da natürlich an die eigene Nase fassen muss. Es hat von meiner Leistung her dann auch nicht mehr so gepasst, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe dann den Weg über Regensburg gesucht und denke, dass dieser mit dem Aufstieg in die 2. Liga auch ganz gut gelungen ist. Trotzdem konnte ich da nicht so richtig Fuß fassen, wie ich mir das erhofft habe. Aber jetzt konzentriere ich mich voll auf die Fortuna und da wird einiges nachgeholt.“

Quelle: Klefisch-Exklusiv

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