Fabian Aupperle, das Portrait des Burghauser Abwehrhünen mit Exklusiv-Interview

Am 16. Februar 1986 in Backnang geboren, steht der 1,93 Meter große Abwehrrecke Fabian Aupperle in den Diensten des SV Wacker Burghausen.

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Fabian Aupperle, das Portrait des Burghauser Abwehrhünen mit Exklusiv-Interview
Foto: wacker1930.de
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Bisherige Laufbahn



Seine ersten Schritte in Fußballschuhe machte der heute 26 Jahre alte Fabian Aupperle beim SV Unterweissach. Nachdem er für FC Viktoria Backnang und die TSG Backnang aktiv war, wurde er zur Jugendabteilung des VfB Stuttgart gelotst und genoss dort bekanntermaßen eine solide Fußballerausbildung.

In Stuttgart spielte das heutige "Burghauser Bollwerk" in der U-19 Bundesliga zusammen mit Spielern wie Serdar Tasci und Andreas Beck. Während er noch A-Jugendspieler war, kam der symphatische Verteidiger auch schon zu seinem ersten Regionalligaeinsatz für die Zweitbesetzung des Bundesligisten. Mit der Mannschaft der A-Junioren qualifizierte er sich dann auch in der Saison 2004/05 für die Endrunde der A-Junioren-Meisterschaft. Im Halbfinale stand die SpVgg Greuther Fürth als Gegner auf dem Plan. Diese konnten die A-Junioren des VfB Stuttgart nach Elfmeterschießen letztendlich bezwingen und standen im Finale der Deutschen Meisterschaft. Im Endspiel hatte die Mannschaft um Fabian Aupperle den VfL Bochum vor der Brust. Das in Celle ausgetragene Endspiel gewannen die Stuttgarter auch mit 1:0 und konnten sich den Titel sichern.

Fabian Aupperle wechselte daraufhin im Sommer 2005 zur SG Sonnenhof Großaspach, welche in der Oberliga Württemberg beheimatet waren. In seiner ersten Saison dort kam er aber nur auf drei Einsätze. Die folgende verlief dann aber deutlich besser. Er entwickelte sich schnell zum Stammspieler. Im Juli 2007 ereilte ihn aber dann das Verletzungspech. Ein Kreuzbandriss setzte ihn die gesamte Vorrunde der Saison 2007/08 außer Gefecht.

In der Saison 2008/09 schaffte es der 1,93 Meter große Hüne mit Großaspach die Meisterschaft in der Oberliga zu erringen, was den direkten Aufstieg in die Regionalliga bedeutete. In der ersten Regionalligasaison wurde das Ziel erreicht, die Klasse zu halten.

Aupperles Leistungen blieben nicht unbemerkt. Er konnte den FC Heidenheim von seinen Fähigkeiten überzeugen, so dass er zur Saison 2010/11 dorthin gelotst wurde. Er erhielt seinen ersten Profivertrag für die 3. Liga, der bis 2012 laufen sollte. Seinen ersten Einsatz in der 3. Liga hatte er dann am 24. Juli 2010, als er von Anfang an für den FCH gegen Carl-Zeiss Jena auflief. Das Spiel ging mit 1:2 verloren. Bei den Schwaben schaffte er es, sich als Stammspieler fest zu setzen und bestritt 30 Ligaspiele in dieser Saison. In der Vorbereitung zur Saison 2011/12 ereilte ihn erneut das Verletzungspech. Diesmal erlitt er einen Sehnenriss und bis er zurückkehrte, hatte sich Heidenheims Innenverteidigung bereits zusammen gespielt und er wurde zum Reservisten. In der Winterpause verließ Aupperle dann Heidenheim in Richtung Burghausen.

Dort konnte er sich schnell einleben und wurde zum Stammspieler. Immerhin kam er auf 14 Partien in der Rückrunde. Burghausen spielte um den Aufstieg mit und das bis kurz vor Saisonende. Wacker hatte auch noch kein heimspiel verloren, als dann die Offenbacher Kickers am 36. Spieltag zu Gast waren. Burghausen spielte schwach und lag zur halbzeit bereits 2:0 zurück. In der zweiten Hälfte der Partie drehte der SVW dann auf und kam dann kurz vor Schluss zum verdienten Ausgleich. Damals unter der Leitung von Reinhard Stumpf, war der Mannschaft klar, dass, wenn man weiterhin eine Chance auf den Aufstieg haben möchte, muss der Sieg her. Es wurde Alles nach vorne geworfen, so dass es zu einer Situation kam, bei welcher Fabian Aupperle nicht gut aussah. Bei einem Konter lief er bis zur Grundlinie neben dem ballführenden Gegner her, ohne entscheidend zu stören. Der Gegenspieler konnte nahezu frei flanken und Burghausen verlor dieses wichtige Spiel mit 2:3. Viele Burghauser Anhänger kritisierten den Innenverteidiger daraufhin.

Aupperle schien in den folgenden Partien, sowie zu Beginn der Saison 2012/13 verunsichert und seine Leistungen waren nicht mehr so souverän, wie zuvor. Doch der neue Burghauser Trainer, Georgi Donkov hielt an ihm fest und der Defensivakteur konnte sich wieder steigern. Seine Leistungskurve zeigte steil nach oben und er entwickelte sich zum Schlüsselspieler und konnte immer wieder überzeugen.


Besonderheiten



Fabian Aupperle wurde in seiner A-Jugenzeit beim VfB Stuttgart Deutscher A-Juniorenmeister 2005
Der Innenverteidiger wurde auch WFV-Pokalsieger 2009
Des Weiteren gelang ihm mit Großaspach die Meisterschaft in der Oberliga Württemberg


Daten und Statistiken




Vorname: Fabian
Nachname: Aupperle

Größe: 1,93 Meter
Gewicht: 85 Kg

geb. am/in: 16.02.1986; Backnang
Alter: 26 Jahre

Nationalität: deutsch
Position: Abwehr

bisherige Vereine: SV Unterweissach, FC Viktoria Backnang, TSG Backnang, VfB Stuttgart, SG Sonnenhof Großaspachm 1. FC Heidenheim, SV Wacker Burghausen

aktueller Verein: SV Wacker Burghausen

Vertrag bis: 30.06.2013

Einsätze/Vorkommnisse

3. Liga: 61 Einsätze, 5 erzielte Treffer, 3 Torvorlagen
Regionalliga: 30 Einsätze, 1 erzielter Treffer,
DFB-Pokal: 2 Einsätze
Oberliga Baden-Württemberg; 33 Einsätze, 5 erzielte Treffer, 1 Torvorlage


Exklusiv-Interview mit 3-Liga.com




3-Liga.com: Herr Aupperle, vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben. Nach einigen Jahren des Abstiegskampfes in Burghausen konnte mit ein wenig Glück die 3. Liga gehalten werden. Seit letzter Saison kann man eine deutliche Weiterentwicklung erkennen, die sich bis in diese Saison durchzieht. Was war der ausschlaggebende Punkt für die Veränderung des Vereines?

F. A.:Das ist für mich sehr schwer einzuschätzen, da ich ja auch erst seit Januar in Burghausen bin. Was ich aber beurteilen kann, ist, dass die Strukturen hier vor Ort sehr gut sind. Der Verein war schon in der 2. Liga. Das sieht man am kompletten Umfeld. Meiner Meinung nach, ist diesen Strukturen, neben der professionellen Arbeitsweise auch der positive Aufschwung zuzuschreiben.

3-Liga.com: Auch Ihr Spiel hat entwickelt sich immer weiter und viele Anhänger bezeichnen Sie bereits als das „Burghauser Bollwerk“. Was hat sich für Sie verändert, dass es so bergauf ging?

F. A.:Nachdem ich es in Heidenheim sehr schwer hatte und ein halbes Jahr kaum zu Einsatzzeiten kam, war für mich die Spielpraxis, die ich bei Wacker nun erhalten habe, extrem wichtig. Daraus ist auch mein positiver Entwicklungsprozess abzuleiten. Zudem bekommt man dann immer mehr Selbstvertrauen, was den Effekt natürlich dann verstärkt.

3-Liga.com: Sie sind ja zu Beginn diesen Jahres zu den „Wackeren“ gestoßen. War Ihnen während den Tests klar, dass Burghausen der richtige Verein für Sie ist?

F. A.:Eigentlich schon. Wie schon gesagt, war mir insbesondere wichtig, dass ich spiele. Der damalige Trainer hat mir dies auch angeboten beziehungsweise hatte ich durch unsere Gespräche ein gutes Gefühl bei der Sache. Ich wollte Stammspieler werden und habe die Herausforderung angenommen. Bis jetzt habe ich den Schritt nicht bereut.

3-Liga.com: Wie wohl fühlen Sie sich derzeit in Burghausen?

F. A.:Wenn es in sportlicher Hinsicht gut läuft, fühlt man sich eigentlich immer wohl. Auch im Team stimmt es meines Erachtens. Wir haben eine gute Mischung und gute Charaktere in der Mannschaft. Einzig, dass meine Heimat Stuttgart doch ein wenig weit entfernt ist, ist ein kleiner Nachteil. Aber als Profi weiß man ja, worauf man sich einlässt. Allerdings gibt es ja auch beispielsweise ein Handy, mit dem man daheim auf dem Laufenden bleiben kann. Von daher passt das schon.

3-Liga.com: Mit Youssef Mokhtari und Josef Cinar haben Sie einige Spieler in der Mannschaft, die durch ihre Erfahrung viel an die „jungen Wilden“ weitergeben können. Wie wichtig ist er für Sie und Ihre Entwicklung sowie für die Mannschaft?

F. A.:Als einen der jungen Wilden würde ich mich mit 26 Jahren eigentlich nicht mehr zählen. Generell finde ich es aber wichtig ein paar Leader in der Mannschaft zu haben, die das Heft des Handelns an sich reißen und auch Mal dazwischenhauen. Nur mit Indianern geht´s halt nicht. Man braucht auch Häuptlinge. Von daher sind wir gut aufgestellt, glaube ich. Was mein Zusammenspiel mit Josef Cinar im speziellen anbelangt, glaube ich, dass es ein Geben und Nehmen ist. Wir lernen viel voneinander.

3-Liga.com: Burghausen war ja bereits oft ein Sprungbrett in höhere Ligen. Was ist denn Ihr Ziel kurz- und mittelfristig?

F. A.:Kurzfristig steht für mich ganz klar der sportliche Erfolg hier in Burghausen im Vordergrund. Alles Weitere wird die Zeit zeigen. Das sehe ich ganz entspannt, da ich auch die andere Seite der Medaille kenne und aufgrund zweier Kreuzbandrisse auch schon kurz vor dem Karriereende stand.

3-Liga.com: Nun kursieren ja bereits Gerüchte, dass Beobachter höherklassiger Teams unter anderem wegen Ihnen in der Wacker-Arena waren. Ist ihnen das bekannt? Schmeichelt es einem Spieler, wenn man so in den Fokus rückt oder ist das eher eine Belastung?

F. A.:Bekannt ist mir in dieser Hinsicht nichts. Ich glaube eher, dass diese eher ein Auge auf unsere jungen Spieler geworfen haben. Natürlich ehrt es einen, wenn man gefragt ist, doch darauf hat man wenig Einfluss. Von daher konzentriere ich mich voll und ganz auf meine derzeitige Aufgabe. Grundsätzlich sehe ich es eher so, dass man immer zuerst für seinen derzeitigen Verein vorspielt und man nicht andere Klubs stets im Hinterkopf haben sollte. Durch gute Leistungen will ich mich für einen neuen Vertrag empfehlen, wobei hierfür Burghausen mein erster Ansprechpartner ist.

3-Liga.com: Nun folgten nach einer Siegesserie, die es in Burghausen so noch nie gab, 2 bittere Niederlagen. Zum einen gegen den VfB Stuttgart II. Dieses Spiel ging völlig überraschend verloren, obwohl Ihre Mannschaft das Heft in der Hand hatte und auch kurz nach der Pause mit 1:0 in Führung gegangen war. Auch in Unterhaching gab es eine ernüchternde 3:0 Klatsche. Wie geht man nach so einem positiven Lauf mit solchen Rückschlägen um?

F. A.:Es ist wichtig, dass man sich nicht in einen negativen Strudel ziehen lässt und alles dafür tut, um wieder zurück auf die Erfolgsspur zu kommen. Gegen den VfB war es eher unglücklich. In Haching war unsere Leistung für uns alle nicht zufriedenstellend. Das wissen wir aber. Wir müssen durch die altbewährten Tugenden, welche uns in der Vergangenheit ausgemacht haben, das Glück wieder erzwingen.

3-Liga.com: Was ist denn nun das Saisonziel in Burghausen? Zwischenzeitlich konnte man ja, was auch viele Anhänger taten, sogar mit den Aufstiegsrängen liebäugeln. Ist nach den beiden Niederlagen zuletzt nun das Thema 2. Liga passé oder hat man nie an einen Aufstieg gedacht?

F. A.:Generell war die Losung ein einstelliger Tabellenplatz. Daran hat sich nichts geändert. Wir spielen bislang eine gute Saison, dabei soll es auch bleiben. Wir wollen so schnell wie möglich die 42 Punkte erreichen und uns von den unteren Rängen deutlich distanzieren. Wenn man das geschafft hat, dann kann man über neue Ziele sprechen. Natürlich will man als Spieler, wenn man vorne mit dabei ist, dort auch bleiben. Aber ich finde, man sollte nicht Zuviel darüber sprechen. Das hemmt nur.

3-Liga.com: Nun spielt Burghausen ja weitestgehend guten und attraktiven Fußball. Auch die Ergebnisse stimmen. Wie kommt es dann, dass zu Heimspielen nur gut 2.000 Zuschauer kommen? Wie reagiert man als Spieler darauf? Ist es denn nicht so, dass ein besserer Support, obwohl die Burghauser Fangemeinschaft bei Weitem keine Schlechte ist, von den Rängen einen Spieler noch mehr anpeitscht, vielleicht doch nochmal mehr aus sich herauszuholen?

F. A.:Ich glaube, das liegt an der sportlich nicht so rosigen Vergangenheit. Für uns ist wichtig, dass wir guten Fußball präsentieren, dann steigen auch das Vertrauen und die Begeisterung in der Bevölkerung wieder. Nur so können wir die Leute wieder langfristig an den Verein binden. Selbstredend will man seine guten Leistungen auch durch viele Zuschauer honoriert wissen und man ist enttäuscht, wenn der Zuspruch nicht gerade groß ist. Ziel aller muss es sein, dass wir gemeinsam die Burghauser Festung verteidigen. Das muss auch der Anspruch unserer Anhänger sein, die dies auch nach außen tragen müssen. Der Support durch die Fans beeinflusst natürlich auch die eigene Leistung. Und zwar durchweg positiv. Je mehr man den Rückhalt spürt, desto leichter ist es, die letzten paar Prozentpunkte abzurufen.

3-Liga.com: Nun gibt es in Ihrem Kader ja einige junge Talente. Mit Moritz Moser und Maximilian Thiel haben bereits zwei davon vorzeitig Ihre Verträge verlängert. Wie wichtig ist es in Ihren Augen, sich genau solche Talente frühzeitig auf längere Dauer zu sichern?

F. A.:Die Jugend- und Nachwuchsarbeit ist immens wichtig geworden. Auch aus finanzieller Sicht ist es sehr gut, wenn man den Jungen eine Chance gibt. Aber nur mit Talenten kann man auch nichts erreichen. Die Mischung zwischen Alt und Jung ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

3-Liga.com: Ihr Vertrag läuft ja am Ende dieser Saison aus. Was geschieht dann? Werden wir Sie weiter in schwarz-weiß sehen? Wurden eventuell schon Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt?

F. A.:Das habe ich ehrlich gesagt für mich noch ein wenig weggeschoben. Ich will mich zunächst auf das Sportliche konzentrieren. Aber ja, es gab schon Gespräche und diese werden in der Winterpause noch intensiviert werden. Dann hat man auch Mal Luft, um sich Gedanken um die eigene Zukunft zu machen.

3-Liga.com: Was zeichnet den Fußballprofi und den Menschen Fabian Aupperle aus?

F. A.:Das sind immer die schwersten Fragen. Auf und neben dem Platz bilde ich mir ein, ein ausgesprochener Teamplayer zu sein. Die eigenen Interessen sollte man nicht immer in den Vordergrund rücken. Das ist innerhalb einer Mannschaft genauso wichtig wie im Privatleben. Zudem gebe ich nie auf. Fehler gehören nun Mal zum Leben dazu. Man muss diese akzeptieren, aus ihnen lernen und es anschließend besser machen.

3-Liga.com: Gibt es denn irgendeinen Verein, für den Sie einmal Spielen möchten?

F. A.:Als Kind war es für mich ganz klar der VfB Stuttgart. Dort habe ich auch in der Jugend gespielt. Heute gebe ich mich keinen großen Träumen mehr hin. Natürlich wäre es genial für einen großen Verein, wie den FC Bayern zu spielen. Doch das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert.

3-Liga.com: Herr Aupperle, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Wir wünschen Ihnen sportlich, privat und vor Allem gesundheitlich alles Gute.

Quelle: wikipedia.de

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