Energie Cottbus favorisiert Aufstockung der 3. Liga

Ehemaliger Bundesligist lehnt mögliche Aufteilung der Regionalliga Nordost ab.

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Energie Cottbus favorisiert Aufstockung der 3. Liga
Foto: Energie Cottbus
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Der FC Energie Cottbus hat sich in einer Mitteilung als einziger Drittligist gegen das derzeit diskutierte Modell mit vier Regionalligen ausgesprochen. Es steht im Raum, dass das Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes (Regionalliga Nordost) aufgeteilt werden könnte, um eine Reduzierung von derzeit fünf auf vier Staffeln zu ermöglichen. Je nach geografischer Lage würden die Nordost-Klub dann jeweils gemeinsam mit den Vereinen aus den bisherigen Regionalligen Nord und Bayern entweder in eine „neue“ Regionalliga Nord oder eine künftige Regionalliga Süd eingegliedert werden. Für diese Lösung hatten sich bei einer Vereinsvertreter-Tagung 19 von 20 Drittligisten ausgesprochen.

Aus Sicht des ehemaligen Bundesligisten aus Cottbus „stünden in diesem Fall anstatt Fahrten zum Beispiel nach Leipzig (213 Kilometer), Erfurt (315 km) oder Nordhausen (339 km) etwaige Reisewege nach Bremen (488 km), Oldenburg (528 km) oder Flensburg (560 km) auf dem Programm“, wie der FC Energie in seiner Mitteilung schreibt. „Diese Fahrtwege wären mit deutlich höheren Kosten im Bereich Reiseaufwand - etwa durch die Busfahrten und Hotelkosten - verbunden, wodurch dem Verein ein noch größerer Wettbewerbsnachteil gegenüber Vereinen beispielsweise aus der Staffel West entstehen würde.“

Außerdem würde die Attraktivität der Liga „deutlich an Wert verlieren. Durch vermutlich weniger Auswärtsfans und durch einen Wegfall von Derbys ist mit einem sinkenden Interesse im Allgemeinen zu rechnen. Durch einen vorhersehbaren Zuschauerschwund auf Seiten der Heimfans bei Spielen gegen vermeintlich unattraktive Gegner sind außerdem sinkende Spieltageinnahmen zu erwarten. Damit verbunden sinkt auch die Attraktivität für potentielle Sponsoren und somit auch Vermarktungserlöse.“

Stattdessen favorisiert Energie Cottbus eine Aufstockung der 3. Liga auf 22 Mannschaften. Die Anzahl der Absteiger würde in diesem Fall auf fünf Vereine erhöht werden. „Diese Lösung ist unserer Auffassung nach allerdings nur umsetzbar, wenn entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dies betrifft dann besonders die Schaffung von finanziellen Rahmenbedingungen für 22 Teams in der 3. Liga. Dies bedeutet außerdem die Reduzierung der Belastung durch die Landespokalwettbewerbe oder gegebenenfalls auch eine Reform des DFB-Pokals (beispielsweise ein Startrecht für alle Drittligisten).“


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