Duisburg auch in Kiel punkt- und torlos - Spielbericht + Bilder

Holstein Kiel kämpft sich zum wiederholten Mal zurück ins Aufstiegsrennen und bringt den schon sicher geglaubten Aufsteiger Duisburg weiter in die Bredouille. Marvin Ducksch und Christopher Lenz brachten den Zebras die zweite Niederlage in Serie bei. Trotz vier Spielen ohne eigenes Tor bleibt Duisburg mit 47 Zählern Tabellenführer, Kiel steht mit 39 Punkten vorerst auf Platz Sechs. Beim 2:0 erhielt Lenz tatkräftige Unterstützung von den äußeren Bedingungen.

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Nach zuvor zwei torlosen Unentschieden und der 0:1 Heimniederlage gegen Wiesbaden stellte Duisburg-Coach Ilia Gruev seine Offensive um. Onuegbu und Iljutcenko blieben draußen, Brandstetter spielte als einzige Spitze. Zudem kamen Dausch, Erat und Engin. Leutenecker saß auf der Bank, Wiegel fehlte wegen einer Gelbsperre. Bei Kiel setzte Markus Anfang auf die in Osnabrück (1:2) gesperrten Czichos und Peitz für Hoheneder und Siedschlag.

Duisburg hatte die erste Möglichkeit nach elf Spielminuten. Janjic flankte einen Eckball auf Albutat, der drüber köpfte. Im Gegenzug kamen die Störche erstmals gefährlich in Tornähe und gingen direkt in Führung. Schindler startete auf der rechten Außenbahn durch und fand Bieler auf der gegenüberliegenden Seite. Bieler spielte in die Mitte zu Ducksch, der mit dem linken Fuß sein erstes Tor für Kiel erzielte.

Nach dem Rückstand wurde der MSV besser. In der 18. Minute stand Brandstetter frei vor Kronholm knapp im Abseits, sechs Minuten später besorgte Dausch beinahe den Ausgleich mit Knalleffekt. Aus 30 Metern zog der "Sechser" im Anschluss eine Ecke ab und prüfte Kronholm, der zum nächsten Eckball abwehrte. Der Tabellenführer war dem Ausgleich jetzt nah. Erat eroberte den Ball von Lenz und spielte zu Brandstetter an der Strafraumgrenze – Pfosten (27.).

Zum Druck der Zebras kamen Unkonzentrierten der Gastgeber. Nach einem Freistoß verstolperte Bieler den zweiten Ball und brachte den Ex-Kieler Schnellhardt ins Spiel. Am Ende des Konters köpfte Linksverteidiger Lenz in Richtung eigenes Tor. Kronholm, der in dieser Phase bester Kieler war, parierte auch gegen seinen Mitspieler (33.). Noch vor der Pause fand Kiel wieder besser ins Spiel. Peitz, Bieler (41.) und Lewerenz (43.) hatten kleinere Chancen.

Die erste Chance im zweiten Durchgang hatte wieder der MSV. Nach Hereingabe von Schnellhardt schob Brandsetter am Tor vorbei (47.). Wie zu Spielbeginn antwortete Kiel direkt. Drexler bediente Ducksch, der Flekken nicht überwinden konnte. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Duisburgs Offensiv-Spieler fielen durch ihre individuelle Klasse auf, Kiel arbeitete als Mannschaft besser zusammen.

Nach 58 Minuten wechselte Anfang mit Hoheneder einen defensiven Mann ein und nahm den einzigen Stürmer Ducksch vom Feld. Drexler rückte in die Sturmspitze. Kiel war ohnehin nur dann gefährlich, wenn Schindler an den Ball kam. Der Flügelflitzer holte zwanzig Minuten vor Spielende die entscheidende Ecke heraus. Lenz, der im ersten Abschnitt noch unglücklich agierte, verwandelte mit Hilfe des Windes direkt. Flekken konnte über die Flugkurve der flachen Hereingabe nur staunen.

Vor dem zweiten Gegentor kamen vom MSV kaum noch offensive Akzente, erst nach dem 0:2 wurde der Absteiger wieder aktiver. Obwohl Gruev in der Schlussphase mit Íljutcenko und Onuegbu noch seine etatmäßigen Angreifer brachte, blieben gute Möglichkeiten aus. Die Kieler dagegen fuhren vor 5745 Zuschauern Szenenapplaus ein. Schmidt (80.) und Schindler (89.) hätten noch auf 3:0 erhöhen können. In der Summe geht der Kieler Sieg in Ordnung.

"Wir sind nach dem Osnabrück-Spiel gut rein gekommen. Wir waren von der ersten Aktion da und gehen verdient in Führung. Dass sich die Duisburger bei ihrer Qualität offensiv auch mal absetzen, ist nicht zu verhindern. In der zweiten Halbzeit war klar, dass viel lange Bälle kommen werden. Deshalb haben wir auf eine "Doppelsechs" umgestellt. Es war ein intensives Spiel, in dem wir auch mal das Quäntchen Glück hatten", analysierte Kiels Trainer Anfang.

Zuletzt wechselten sich bei der KSV gute Heimspiele mit schwachen Auswärtsspielen ab. Steven Lewerenz fordert deshalb eine ebenso starke Leistung beim Auftritt in Mainz am Samstag. Der Mittelfeldspieler hat dafür ein einfaches Rezept: "Wir müssen die Auswärtsspiele so angehen wie die Heimspiele - zuerst mal kämpferisch. Nicht in erster Linie nur Fußball spielen."

Der MSV nimmt sich wie in der Hinrunde eine zwischenzeitliche Auszeit vom Toreschießen. Nach fünf torlosen Spielen im Herbst war das 0:2 das vierte Spiel ohne eigenen Treffer. Tugrul Erat erklärt das auch mit der Einstellung der Gegner: "Jeder spielt gegen uns defensiv. Wir müssen die Dinger jetzt einfach mal reinmachen und in Führung gehen, dann wird es auch wieder einfacher."

Sein Coach Gruev sah trotzdem eine Steigerung: "Wir haben im Vergleich zu Wiesbaden gut gespielt und hatten gute Gelegenheiten ein Tor zu erzielen. Durch individuelle Fehler geraten wir in Rückstand und das war heute der Knackpunkt warum wir verloren haben." Den nächsten Anlauf gegen den negativen Trend nehmen die Zebras am Samstag gegen Erfurt.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 14.03.2017 um 19.00 Uhr (27. Spieltag 2016/17)

Ergebnis: 2 : 0 (1:0)

Tore: 1:0 Ducksch (13.), 2:0 Lenz (69.)

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Czichos, Dominik Schmidt, Lenz - Peitz - Kingsley Schindler, Bieler, Drexler (89. Fetsch), Lewerenz (82. Sicker) - Ducksch (60. Hoheneder)

MSV Duisburg: Flekken - Bomheuer, Dausch (70. Iljutcenko), Blomeyer, Wolze - Schnellhardt, Albutat (76. Özbek) - Erat, Janjic, Engin (80. Onuegbu) - Brandstetter

Zuschauer: 5745

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