Dresden unterliegt Erfurt im Geisterspiel - Spielbericht

Vor leeren Rängen unterlag die SG Dynamo Dresden in einem mehr als wichtigen Spitzenspiel und Duell zweier Verfolger auf die Aufstiegsränge mit 0:1. Dabei waren die Sachsen über nahezu die gesamte Spieldauer der Begegnung die bessere Mannschaft und hatten einige Chancen auf den Sieg. Erst in der 88. Minute mussten die Zweitligaabsteiger den bitteren Gegentreffer hinnehmen, Dynamo hatte sich allerdings auch nach dem eigentlich guten ersten Durchgang mit einigen großen Chancen im zweiten Spielabschnitt zu harmlos gezeigt. Durch die zweite Niederlage im zweiten Spiel hat Dresden den Anschluss an den dritten Platz ein wenig verloren, liegt mit vier Punkten hinter dem MSV Duisburg auf Rang sechs, sollten die Stuttgarter Kickers ihr Nachholspiel gewinnen, wäre der Rückstand sogar bei sechs Punkten. Erfurt hingegen ist wieder dran nach den beiden Siegen in Folge, steht mit 40 Punkten auf Rang fünf.

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Dresden unterliegt Erfurt im Geisterspiel - Spielbericht
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Ergebnis: 0 - 1 (0:0)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Stefan Böger, der Fußballlehrer in Diensten der SGD Dresden, nahm nach dem bitteren 1:2 vom vergangenen Sonntag gegen Preußen Münstern zwei Umstellungen an seiner ersten Elf vor und brachte mit Eilers und Fiél zwei wieder genesene Stammkräfte für die nicht überzeugenden Jim-Patrick Müller und Dennis Erdmann.

Walter Kogler, der österreichische Fußballlehrer bei den rot-weißen Thüringern, verfolgte den Slogan "never change a winning team" und ließ exakt die Truppe auflaufen, die auch zu Beginn des 2:0 Erfolges gegen Cottbus auf dem Feld stand.

Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, doch um ihrer Mannschaft zumindest ein wenig Unterstützung zukommen zu lassen, stellten sich rund 350 Fans hinter dem Block K des Stadions auf. Und dies schien anscheinend zu wirken, denn Dresden startete gut und hatte bereits nach vier Minuten die erste gute Gelegenheit. Eilers hatte Comvalius gut frei gespielt, der direkt auf Zeldenrust weiterleitete, doch der Niederländer verlor den Ball an einen Verteidiger.

Während Dynamo weiter versuchte, das Spiel zu machen, verteidigte Erfurt sehr tief und lauerte auf ein schnelles Umschaltspiel. Und die Hintermannschaft der Thüringer präsentierte sich auch in guter Verfassung und ließ Nichts zu bis dahin. Die Hausherren fanden einfach noch kein Mittel gegen die gut gestaffelten Rot-Weißen.

Es blieb auch nach einer Viertelstunde dabei, dass Dresden versuchte das Spiel zu machen, doch Erfurt schien wahrlich nicht viel davon zu halten und spielte unschön und trocken mit langen Schlägen aus der eigenen Hälfte. Auch wenn die Hausherren hier wahrlich bemüht waren, die Lücke zu finden, ging noch nicht viel zusamen. Die erste richtig dicke Chance für Dresden ließ bis zur 18. Minute auf sich warten. Nach einem Freistoß von Fiél aus halblinker Position kam Müller an den Abpraller, doch den Schuss konnte Klewin, der Mann im Tor beim FC Rot-Weiß Erfurt, noch irgendwie parieren.

Ein Spitzenspiel war das hier noch lange nicht, da beide Mannschaften einfach nicht richtig zum Zuge kamen, was mit Sicherheit den Gästen aus Erfurt gefiel, aber trotzdem wurde Dresden in den Angriffen immer nachhaltiger und so kam nach 26 Minuten die zweite Riesenchance zu Stande. Kreuzer hatte sich auf der rechten Außenbahn stark durchgesetzt und mit seiner tollen Hereingabe fand er den völlig allein gelassenen Comvalius, der allerdings tatsächlich an Laurito scheiterte, der noch irgendwie den Fuß dazwischen brachte.

Zehn Minuten später gab es den nächsten Hochkaräter für die klar überlegenen Sachsen. Mit einem satten Schuss aus gut und gerne 25 Metern traf der ehemalige Unterhachinger, Quirin Moll, mit einem lauten Knall nur den Pfosten und erneut hatte Erfurt riesiges Glück.

Die letzte Möglichkeit im ersten Spielabschnitt gehörte wie aus dem Nichts heraus den Gästen. Beinahe hätte sich das Sprichwort, "Wer seine Dinger nicht macht, kassiert am Ende noch Eins" bewahrheitet, aber Haris Bukva scheiterte mit seinem tollen Abschluss an Patrick Wiegers, dem Mann im Kasten Dynamo Dresdens, und so blieb es beim 0:0 zur Pause.

Bereits nach drei Minuten hatten die Gäste hier Glück, dass es nicht Elfmeter für die Hausherren gab. Justin Eilers war im Strafraum an den Ball gekommen und von Steve Gohouri umgegrätscht worden, doch der Unparteiische entschied darauf, weiter laufen zu lassen.

Erfurt kam im direkten Gegenzug zum ersten Torschuss im zweiten Spielabschnitt. Aydin hatte sich gut gegen Michael Hefele, den Innenverteidiger der SGD, durchgesetzt, geriet beim Schuss aber in Rücklage und verpasste den Kasten.

Insgesamt war die Begegnung nun flotter, aber auch ausgeglichener als noch im ersten Durchgang. Hochklassig allerdings war das Ganze nicht. Nach dem insgesamt flotten Start in die zweiten 45 Minuten verflachte das Spiel nach einer guten Stunde zusehends und es spielte sich fast Alles im Mittelfeld ab. Beide Trainer versuchten mit frischen Kräften noch einmal neue Impulse zu setzen, was allerdings auch nich wirklich gelang.

Erschreckend war auch die Tatsache, dass es in dieser Begegnung immerhin darum ging, wer mit der Spitzentruppe Schritt halten konnte. Allerdings wirkte die Partie nur äußerst selten wie ein Aufeinandertreffer zweier Spitzenteams. Auch eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit war kaum Besserung in Sicht und es schien sogar, als würden sich beide Mannschaften mit der Punkteteilung zufrieden geben.

In den letzten zehn Minuten angekommen versuchten die Hausherren noch einmal nach vorne zu spielen. Doch Comvalius Flanke auf Zeldenrust kam zwar an, doch der Niederländer stand bei der Ballabgabe im Abseits.

Dresden drückte nun noch einmal, Erfurt konnte nur selten Entlastungsangriffe fahren. In der 87. Minute war dann plötzlich Eilers durch und kam aus guter Position zum Schuss, scheiterte jedoch am gut parierenden Klewin.

Im driekten Gegenzug fiel dann, komplett aus dem Nichts heraus, tatsächlich der erste Treffer der Partie. Nach einem Erfurter Freistoß verlor Hefele das entscheidende Kopfballduell gegen Okan Aydin, der perfekt auf Czichos am zweiten Pfosten verlängerte und der machte tatsächlich eiskalt das 1:0 für RWE.

Dresden war geschockt und konnte sich auch nicht mehr fangen und so blieb es bei dem glücklichen Sieg für Erfurt. Diese Niederlage hatte sich Dynamo allerdings selbst zu zu schreiben, denn im zweiten Durchgang war das einfach viel zu wenig.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 07.02.2015 um 14.00 Uhr (24. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 0 : 1 (0:0)

Tore: 0:1 Czichos (88.)

Dynamo Dresden: Wiegers - Kreuzer, Hefele, Jannik Müller, Tekerci - Fiél (68. Jim-Patrick Müller), Moll - Eilers, Dürholtz (88. Tobias Müller), Zeldenrust - Comvalius (81. Andrich)

Rot-Weiß Erfurt: Klewin - Odak, Laurito, Gohouri, Czichos - Tyrala, Judt (62. Menz) - Aydin, Bukva (62. Bichler) - Kammlott, Brandstetter (79. Möhwald)

Zuschauer: 0

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