Die Aufsteiger der dritten Liga.

Geballte Tradition kündigte sich aus der vierten Liga im Sommer 2011 für die dritthöchste deutsche Spielklasse an. Mit Preußen Münster, Darmstadt 98 und dem Chemnitzer FC schafften zwei ehemalige Bundesligisten und ein ehemaliges DDR-Oberligateam den Sprung in den bezahlten Fußball. 3-liga.com zieht ein Fazit über die Hinrunde der drei klangvollen Namen.

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Die Aufsteiger der dritten Liga.
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Mit Preußen Münster gibt sich ein Bundesliga-Gründungsmitglied die Ehre in der dritten Liga. Nachdem in der Regionalliga West der souveräne Aufstieg bereits am 31. Spieltag gelungen war, belegt das Team von Trainer Marc Fascher derzeit den 11. Platz. Der Mittelfeldplatz birgt Hoffnung, denn der Abstand zu einem Aufstiegsrelegationsplatz beträgt nur vier Punkte. Damit geht man als bester Aufsteiger in die Winterpause, in der es bisher reichlich Transferaktivitäten auf Seiten der Münsterländer gab.
Besonders Spieler, die zuletzt nicht regelmäßig zum Einsatz gekommen sind, haben den SCP verlassen, um anderswo mehr Spielpraxis zu erhalten. Einer von den Abgängen ist Torhüter David Buchholz, der sich zum Regionalliga-Spitzenreiter Sportfreunde Lotte verkaufen lässt.
Für Preußen-Sportdirektor Carsten Gockel besteht keine Eile: „Wir müssen uns jetzt aber nicht überschlagen. Wir können die Vorbereitung noch abwarten und in Ruhe entscheiden, auf welcher Position wir noch nachlegen wollen“, so Gockel gegenüber den „Westfälischen Nachrichten.“
Unrealistisch ist jedoch auch nicht, dass mit dem bisherigen Kader so weitergespielt werde.
Trotzdem gibt es eine Vielzahl von Gästespielern, die eine Visitenkarte an der Hammer Straße abgeben. Für die ehemaligen Bundesligaprofis Sebastian Langkamp und Fabian Lamotte hat sich das Kapitel Münster erledigt, bevor es so richtig begonnen hat. Beide konnten im Probetraining nicht überzeugen.
So erhält, der in der Jugend von Bayer Leverkusen ausgebildete Fabian Hergesell eine Chance auf eine mögliche Anstellung. Der 26-jährige Abwehrspieler verteidigt derzeit für den NRW-Ligisten Viktoria Köln und träumt nach seinen Engagements für die Zweitligisten Düsseldorf und Oberhausen wieder von der Rückkehr in den Profifußball.
Auch der bundesligaerprobte Flügelflitzer Dennis Grote, der für den VfL Bochum und RW Oberhausen seine Fußballschuhe schnürte, trainiert zur Probe mit.
Ebenso wie die drei Nachwuchsspieler Julian Bücher, Marko Karamarko und Simon Scherder aus der eigenen A-Jugend, die für mehr Auswahl im Kader sorgen sollen.
Offensivakteur Daniel Chitsulo fällt erstmal aus und bei Massimo Ornatelli droht das Schlimmste: „Es kann sein, dass da im Sommer eine Operation ansteht, solange versuchen wir das so hinzubekommen“, so Fascher.
Zu allem Überfluss wurde Stürmer Joe Vunguidica von Angolas Nationaltrainer für den Africa-Cup in Äquatorialguinea angefordert und fällt voraussichtlich bis Anfang Februar aus.
Auf die verletzten Patrick Kirsch, Patrick Huckle und Benjamin Siegert muss Fascher ohnehin verzichten.
Kein leichtes Unterfangen für Fascher sein Team auf das erste Ligaspiel am 28. Januar gegen Carl-Zeiss Jena vorzubereiten.

Ein Schlussspurt der allerfeinsten Sorte verdankt Darmstadt 98 den Platz in der dritten Liga. Durch neun Siege in den letzten neun Spielen konnten die „Lilien“ den Aufstieg feiern. In diesem Jahr geht es für das Team vom erfahrenen Trainer Kosto Runjaic einzig und allein um den Klassenverbleib. Viele Punkte wurden geradezu fahrlässig liegengelassen. Dem Team fehlt es sichtbar an der nötigen Cleverness und Routine in entscheidenden Situationen zu punkten.
Die Konsequenz dieser Naivität in manchen Spielen ist ein 17. Platz mit 24 Zählern. Der Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt fünf Zähler.
Für Runjaic jedoch kein Grund die Ruhe zu verlieren. Im „Kicker“ sprach der Serbe von einem „tollen Jahr“ und davon sich „in der 3. Liga bislang gut verkauft zu haben.“
Auch personell wird sich einiges ändern am Böllenfallertor. So wird Torwart Joel Samake, der an Jan Zimmermann nicht vorbeigekommen ist, den Verein in der Winterpause verlassen.
Um das Ziel Klassenerhalt ein wenig realistischer werden zu lassen, wurde mit dem zweitligaerfahrenen Marko Kopillas Kopfball- und Zweikampfstärke hinzugewonnen. Im Spielaufbau darf man allerdings nicht all zuviel vom Deutsch-Kroaten erwarten, der es auf 59 Zweitligaspiele für den SV Wehen und auf 139 Drittligaspiele für die Lokalrivalen Wehen und Kickers Offenbach gebracht hat.
Der Trainer ist erfreut über den Neuzugang: „Er hat die Erfahrung, die wir brauchen.“
Eine Erfahrung, die auch nötig sein wird, damit die „Lilien“ auch im nächsten Jahr drittklassig sein werden.

Der einst ruhmreiche DDR-Oberligist Chemnitzer FC hat sich gut in der Liga zurechtgefunden.
Nachdem in der letzten Saison in beeindruckender Art und Weise der Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse gelungen war, wurden den Sachsen nach dem Abgang von Cris Löwe (Dortmund) eine schwere Saison prophezeit. Das Team von Trainer Gerd Schädlich strafte bisher seinen Kritikern Lügen und belegt den 15. Rang mit sieben Zählern Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.
Neben Geld konnte beim Hallenzauber „Casino Cup 2012“ auch mächtig Selbstvertrauen gesammelt werden.
In der Messe Chemnitz konnte Oberligist Lok Leipzig mit 4:1 besiegt werden.
Die „Himmelblauen stellten mit Phillip Pentke den besten Torwart und mit Ronny Garbuschewski den besten Goalgetter des Turniers.
Aber nicht nur beim Hallenturnier machte Garbuschewski von sich reden. Auch der „Kicker“ wählte den 25-jährigen Techniker in der Rangliste „Außenbahn offensiv“ auf die Spitzenposition.
Schädlich lobt im Fachmagazin seinen besten Spieler: „Ronny hat sich fußballerisch weiterentwickelt. Durch seine Schnelligkeit, seine Präzision bei Freistößen und Eckbällen und seine Schussstärke ist er für jeden Gegner schwer ausrechenbar.“
Der CFC darf sich glücklich schätzen, solch einen talentierten Spieler in den eigenen Reihen zu haben.

Quelle: kicker.de

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