Der SV Darmstadt erfreut sich über die eigene Entwicklung

Dieser knappe 1:0-Auswärtssieg im rheinhessischen Derby beim SV Wehen Wiesbaden hat sichtlich gut getan. Nun gibt es noch zwei weitere Relegationsspiele gegen Dynamo Dresden oder Arminia Bielefeld, die sich am Sonntag im direkten Duell gegenüberstehen. Der SVD geht als leichter Favorit in diese Partie, da die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster mit reichlich Selbstvertrauen durch die starken Vorstellungen daherkommt. Auch die Reservisten konnten sich mit starken Vorstellungen für weitere Einsätze empfehlen.

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Der SV Darmstadt erfreut sich über die eigene Entwicklung
Foto: SV Darmstadt 98
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Aytac Sulu ohne Sperren-Gefahr in die Relegation

Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff hat sich „Lilien-Defensivmann“ Aytac Sulu die Gelbe Karte eingehandelt. Dies war bereits die Zehnte für den robusten Abwehrchef, der als Spielführer damit im letzten Saisonspiel fehlen wird. Richtig enttäuscht zeigte er sich ob dieser Sperre keineswegs, wie er nun gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ begründen konnte: „Das war rundum gelungen – so wie wir das geplant hatten.“ Im Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten Holstein Kiel wird der Deutsch-Türke nun aussetzen. Er wollte eine Sperre in der Relegation unter allen Umständen vermeiden, wie er nun ganz freimütig zugeben konnte: „Das schwirrt natürlich im Hinterkopf.“

RB Leipzig tut den „Lilien“ keinen Gefallen

Auf einen Ausrutscher vom Konkurrenten RB Leipzig hatten die Darmstädter ein wenig gehofft. Sie wurden jedoch massiv enttäuscht, da schon nach einer Viertelstunde eine souveräne Führung für die Sachsen erspielt werden konnte. Der finanzstarke Klub aus der Messestadt scheint derzeit einfach nicht mehr aufzuholen. Deshalb ist es gewiss nicht leicht gewesen, dass man sich selbst noch so stark motiviert hat, denn die Chancen waren sehr gering, dass Saarbrücken noch die völlige Wende gelingen kann. Der dritte Rang ist bei Betrachtung des gesamten Saisonverlaufs auch absolut gerechtfertigt, denn Heidenheim und Leipzig waren einfach die besseren Teams. Schuster musste ehrlich konstatieren: „Und die Luft ein bisschen raus.“

Edelreservist da Costa sorgt für den Derbysieg

Sein Team hat jedoch eine starke Moral beweisen können und im zweiten Abschnitt mit einem großen Engagement aufgeben müssen. Für Wehen Wiesbaden ging es um deutlich mehr, da die Gastgeber immerhin den vierten Rang verteidigen wollten. Trotzdem präsentierten sich die Südhessen im Stile einer Spitzenmannschaft und gewannen diese Begegnung letztlich auch absolut verdient. Erst nach 65 Spielminuten war es Mittelfeldregisseur Elton da Costa, der für den Siegtreffer sorgen konnte. Der Brasilianer hat in der laufenden Spielzeit nicht wirklich viele Spiele absolviert. Seine Qualitäten sind allerdings beachtlich, da er die spielerische Komponente in die Partie bringen kann.

Fällt Sailer wegen Adduktorenproblemen aus?

Die Qualität im Kader ist beim letztjährigen Abstiegskandidaten durchaus gegeben. Dies konnte auch eindrucksvoll in Wiesbaden demonstriert werden. So musste man auf fünf Stammspieler verzichten. Die Reservisten haben in dieser Partie eine starke Vorstellung bieten können, was Benjamin Baier wie folgt begründen kann: „Die Spieler, die hintendran stehen, geben immer Vollgas und bringen gute Laune mit.“ Die Stimmung ist auch tatsächlich hervorragend, denn die Chance ist fast schon historisch für den Bundesligisten aus dem Jahr 1978. Nun ist Dominik Stroh-Engel also der alles entscheidende Spieler im Kader des SVD. Er hat seine Sperre kurz vor der Relegation absitzen können. Einzig Marco Sailer könnte die beiden wichtigsten Spiele der jüngsten Vereinsgeschichte wegen massiven Adduktorenproblemen verpassen. Er selbst weiß dies auch, wenn er sagt: „Das wird verdammt eng.“

„Wir sind eine Gruppe von Wahnsinnigen“

Rüdiger Fritsch zeigte eine große Vorfreude auf die anstehenden Duelle gegen den Drittletzten der 2. Fußball-Bundesliga, was für ein volles Böllenfalltor-Stadion sorgen wird. In der letzten Spielzeit ist man nur wegen des Lizenzentzuges für die Offenbacher Kickers noch in der Drittklassigkeit verblieben. Für möglich gehalten hat es keiner so richtig. Besonders die Trefferqualitäten des 27-fachen Torschützen Dominik Stroh-Engel haben einen ganz entscheidenden Beitrag zum großen Erfolg des SVD beigetragen. Der Vereinsboss hat nun der „Frankfurter Rundschau“ verraten können, dass ein möglicher Aufstieg ein „Weltwunder über Umwege“ darstellen würde. Unabhängig davon, ob es gegen Bielefeld oder Dresden gehen würde, so wäre der „psychologische Aufwind“ zunächst bei den „Lilien“. Mit einem kleinen Schmunzeln konnte er schließlich hinzufügen: „Wir sind eine Gruppe von Wahnsinnigen.“

Quelle: fr-online.de


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