Der Chemnitzer FC und die Konsequenz aus der bitteren Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden

Derzeit sieht die sportliche Situation für den Chemnitzer FC alles andere als erfolgsversprechend aus. Nach 16 absolvierten Begegnungen in der 3. Liga haben die Sachsen nur 17 Punkte sammeln können, was im Umkehrschluss einen bitteren Abstiegskampf zur Folge hat. Einen Punkt Vorsprung hat der CFC auf die Stuttgarter Kickers, die den 16. Tabellenplatz belegen. Bitter aber auch völlig verdient war die 1:2-Heimniederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden.

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Der Chemnitzer FC und die Konsequenz aus der bitteren Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden
Foto: Chemnitzer FC
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Falsche Reaktion nach schwacher erster Halbzeit

Im zweiten Spielabschnitt haben die durchaus talentierten Kicker nicht ihr großartiges Potential abrufen können. Nach einer schmeichelhaften 1:0-Halbzeitführung gegen starke Wehen Wiesbadener durch einen Treffer von Anton Fink entwickelte sich die Mannschaft im zweiten Abschnitt nicht weiter. Bei mehr Zielstrebigkeit im Abschluss des SVWW hätten die Sachsen bereits mit 0:2 in der Anfangsphase zurückliegen müssen. Starke Paraden von Chemnitz-Keeper Philipp Pentke in der Anfangsphase gegen Tobias Jänicke und Niels Ole Book konnten jedoch die Null retten. Statt sich in der Halbzeit vernünftig einzuschwören und aus den Fehlern des ersten Spielabschnitts zu lernen, baute die Mannschaft noch weiter ab und verlor schließlich hochverdient mit 1:2.

„Uns hat nach dem 1:0 die Selbstsicherheit gefehlt“

Andere Teams kommen mit einer 1:0-Führung selbstbewusst aus der Kabine und drängen auf das zweite Tor. Nicht jedoch die „Himmelblauen“, die nur wenig Selbstbewusstsein verkörpern konnten. Silvio Bankert hat im Gespräch mit der „Freien Presse“ genau diese Problematik auch erkennen können, wenn er klarstellt: „Uns hat nach dem 1:0 die Selbstsicherheit gefehlt. Auch meine Leistung war heute nicht so toll."

Einfache Abwehrfehler von Bankert, Birk und Cinar

Man muss Bankert absolut Recht geben, denn die Chemnitzer-Defensivspieler haben oft nicht die notwendige Nervenstärke präsentieren können. Zuhauf sind leichte Fehler begangen worden. Während Josef Cinar zuweilen mit der Kontrolle des Spielgeräts massiv zu kämpfen hatte, mussten auch noch Stellungsfehler von Bankert und Birk verkraftet werden. Schon in den ersten 45 Minuten wurden die Heimfans durch solche Unkonzentriertheiten zu Pfiffen bewegt.

Chemnitz läuft in einen Konter hinein

Eine klare Steigerung dieser eklatanten Defizite gab es in der zweiten Halbzeit, als auch im Tempo und im Zweikampfverhalten Probleme gegenüber den Gästen deutlich wurden. Exemplarisch dient hier das unnötige Foulspiel von Thomas Birk an Jänicke. Zudem kann auch die Szene vor dem 1:2 genannt werden, als nach einem eigenen Eckstoß die Kugel leichtsinnig verloren worden ist. Der Konter des SV Wehen Wiesbaden wurde zweifelsfrei gut zu Ende gespielt. Joker Schnellbacher stach und traf zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer nach 81 Minuten.

„Es war eine sehr harte und bittere Niederlage“

Chemnitz-Trainer Karsten Heine war „not amused“ über diese Vorstellung seiner Mannschaft. Zuletzt hat sich der langjährige Hertha-Coach immer wieder vor seine Mannschaft gestellt. Nun hatte er mit dieser Leistung jedoch kein Einsehen und kritisierte deutlich den Auftritt seiner Mannschaft: „Die zwei Gegentore haben wir relativ leicht beziehungsweise naiv bekommen. Es war eine sehr, sehr harte und bittere Niederlage, die wir jetzt ganz konsequent auswerten, um im Abstiegskampf zu bestehen.“

„Uns steht ein knallharter Abstiegskampf bevor“

Trotz ansprechender Trainingsleistungen konnte das Potential und die Motivation im Spiel leider nicht sichtbar werden. Seit einem Monat arbeitet der gebürtige Berliner mittlerweile an der Gellertstraße. Es wird ein harter Kampf werden, um aus diesen ungemütlichen Tabellenregionen möglichst schnell herauszukommen. Dieses Dilemma hat auch Keeper Pentke erkannt, der gegenüber der „Freien Presse“ realistische Züge an den Tag legt, wenn er sagt: „Wir brauchen nur auf die Tabelle zu schauen. Jetzt wird es ungemütlich. Uns steht knallharter Abstiegskampf bevor.“ Die Feldspieler nahm er dabei besonders in die Verantwortung: „Wir müssen kompakter stehen." Nun können sich die Chemnitzer knapp zwei Wochen Gedanken machen, da in der nächsten Woche der Landespokal bei Chemie Leipzig auf den CFC warten wird. Danach muss man ein überaus schweres Auswärtsspiel beim Drittliga-Aufsteiger und Tabellennachbarn Holstein Kiel bestreiten. Dort sollte man jedoch unter keinen Umständen verlieren, da ansonsten ein dauerhafter Verbleib im Abstiegskampf das Resultat sein würde.

Quelle: freiepresse.de

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Kommentar zu dieser News

Kommentar von Mr. N. am 12.11.2013 um 18:20 Uhr:

Ich denke der Artikel spiegelt wieder wo der Schuh drueckt.

Leider habe ich das Gefuehl, dass den meisten Spielern nicht bewusst ist, dass sie sich im Abstiegskampf befinden.

Dennoch bin ich ueberzeugt, dass Herr Heine der richtige Mann ist fuer diesen Job.

Kommentar von nico wagner am 14.11.2013 um 20:20 Uhr:

alles nur ausreden ,was die Herrn haben!!!!wenn andre so arbeiten wuerden wie sie da unten auf dem platz da waer das ende nah!schade das wir fans so verarscht werden.cfc ist unser verein warum nicht euer liebe HERREN spieler???

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