Darmstadt legt durch 2:1-Erfolg über Erfurt vor - Spielbericht

Der SV Darmstadt 98 konnte nach einem kuriosen Fußballspiel im Fernduell mit RB Leipzig vorlegen. Gegen den FC Rot-Weiß Erfurt gelang durch den späten Siegtreffer von Dominik-Stroh Engel in Unterzahl der 2:1 Siegtreffer. Erfurt war früh durch Kammlott in Führung gegangen, doch Darmstadt war über nahezu die gesamte Distanz überlegen, so dass der Sieg in Ordnung geht. Über Nacht sind die Lilien bis auf einen Punkt dran an den roten Bullen.

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Darmstadt legt durch 2:1-Erfolg über Erfurt vor - Spielbericht
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Ergebnis: 2 - 1 (1:1)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Dirk Schuster, der Mann an der Seitenlinie beim SV Darmstadt 98 nahm nach der knappen aber bitteren 0:1 Niederlage in Leipzig eine Änderung an seiner Starfaufstellung vor und brachte da Costa für den gesperrten Stegmayerr.

Walter Kogler, der Coach des FC RWE, verzichtete nach dem beeindruckenden Auftritt seiner Mannschaft beim 3:1 gegen Dortmund II keinen Anlass, die Startaufstellung zu verändern und begann mit der selben Truppe.

Erfurt startete mit einem Paukenschlag in die Partie. Bereits nach fünf Minuten gingen die Gäste aus Thüringen in Front. Berzel hatte mit dem Kopf den Ball in Richtung eigenes Tor verlängert, doch sein Kopfball kam zu kurz und Kammlott holte sich mit einem beherzten Sprint das Runde und hämmerte dieses in die lange Ecke, wo es vom Innenpfosten in die Maschen zum 1:0 für die Gäste prallte.

Die Hausherren schienen geschockt und brachten nicht viel zusammen. Nach 13 Minuten versuchte sich dann Erfurts Drazan aus gut und gerne 30 Metern, doch Jan Zimmermann, der Mann zwischen den Pfosten des Tores des SV Darmstadt 98, konnte das Leder sicher festhalten.

Nach einer Viertelstunde war dann so etwas wie ein Aufbäumen der Lilien zu erkennen. Elton da Costa war wie aus dem Nichts heraus völlig frei 20 Meter vor dem Tor und suchte sofort den Abschluss, doch dieser wurde so stark abgefälscht, dass Philipp Klewin, der Torwar des FC Rot-Weiß Erfurt, keine Mühe hatte und den Ball locker aufnehmen konnte.

Und wieder waren es die 98er, die drei Minuten später richtig gefährlich wurden. Nach einer Ecke kam Aytac Sulu zum Abschluss, doch Behrens fälschte den Ball noch ab, so dass Odak und der Pfosten in Zusammenarbeit noch irgendwie den Ausgleich verhindern konnten.

Nach gut 20 Minuten hatte sich die Partie beruhigt und Darmstadt hatte die Kontrolle über das Spiel übernommen. In Minute 28 wäre dann beinahe der Ausgleich gefallen. Heller brachte die Pille scharf in den Strafraum, wo Kleineheismann noch soeben vor dem einköpfbereiten Stroh-Engel klären konnte.

120 Sekunden später passierte dann, was sich angedeutet hatte. Nach einem katastrophalen Fehler in der Abwehr der Thüringer bekam Elton da Costa den Ball 20 Meter vor dem Tor völlig allein gelassen auf den Fuß gespielt und hämmerte dieses unhaltbar für Klewin ins Eckige zum 1:1 Ausgleich.

Und da Costa blieb der beste Mann auf dem Feld. Einen halbhohen Pass stoppte er perfekt ab, legte die Kugel grazil mit dem Außenrist auf den durchgestarteten Stroh-Engel weiter, doch der beste Torschütze der dritten Liga verpasste mit dem Lupfer den Kasten RWEs nur knapp.

Mit der letzten Aktion vor der Pause war der SVD wieder ganz nah dran an der Führung. Stroh-Engel gewann das Kopfballduell gegen Czichos an der Strafraumgrenze und bediente so Gondorf, der vom Elfmeterpunkt aus frei an Klewin scheiterte, da er zu lässig mit einem Lupfer vollenden wollte.

Nach dem Wiederanpfiff wurde die Partie ruppig und die Unparteiischen hatten alle Hände voll zu tun. Es hagelte eine Verwarnung nach der Anderen und so war es kein Wunder, dass in der 54. Minute die rote Karte zu sehen war. Berzel, der bereits verwarnt war, säbelte Kammlott von hinten um und musste erneut verwarnt werden, weshalb er mit gelb-rot vorzeitig zum Duschen gehen durfte und seiner Mannschaft damit einen großen Gefallen tat.

Doch die Lilien dachten gar nicht daran, hier klein bei zu geben. Nach einer Stunde brachte Landeka den Ball in die Mitte, wo Sulu erneut nur den Pfosten traf, Klewin hätte keine Chance gehabt.

Und nur drei Zeigerumdrehungen später konnte Erfurt erneut nur durch das Aluminium gerettet werden. Erneut brachte Landeka den Ball hinein, dieses Mal aber auf den zweiten Pfosten, wo Gorka mit dem Innenrist nur den Pfosten traf.

Erfurt brachte im Spiel nach vorne trotz der Überzahlsituation Nichts zusammen, wäre aber in der 68. Minute beinahe durch einen Jahrhundertbock von Keeper Zimmermann in Führung gegangen. Einen Schuss von Wiegel, der wirklich schwach war, ließ er durch die Beine rutschen, doch weil dieser wirklich so langsam war, konnte er den Ball noch vor der Linie aufhalten und im Nachfassen sichern.

Die Partie hatte sich nun erneut etwas beruhigt, ehe es in die letzten 10 Minuten ging. Erfurt versuchte nun mehr und hatte in der 81. Minute die beste eigene Chance im zweiten Durchgang, doch Möhwalds Schuss nach kurzem Solo aus 25 Metern jagte haarscharf am Pfosten vorbei ins Toraus.

Darmstadt aber ließ den Ball und den Gegner gut laufen, so dass es nach Unentschieden roch. Doch in der 83. Minute sollte sich Alles ändern. Nach einer gut getimten Flanke von Landeka war es Dominik Stroh-Engel, der mit seinem 27. Saisontor das umjubelte und wichtige 2:1 erzielte.

Den Schlusspunkte setzte dann Erfurts Luka Odak, doch dieser war eher unschön. Der Verteidiger RWEs gab Dominik Stroh-Engel frustriert einen Schubser und der nahm die Einladung dankend an, fiel theatralisch zu Boden und wälzte sich. Der Unparteiische zückte ohne Umschweife die rote Karte.

Am Ende blieb es beim insgesamt verdienten 2:1 Erfolg für Darmstadt, die damit den Druck auf Leipzig erhöhen konnten. Erfurt hatte nach dem Platzverweis eigentlich alle Möglichkeiten, machte aber einfach Nichts.


Bilder vom Spiel hier

Weitere Daten zu diesem Spiel stehen momentan noch nicht zur Verfügung!

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