Darmstadt besiegt die Kickers im Hessenderby - Spielbericht

Offenbachs Serie ist gerissen. Nach elf Ligaspielen ohne Niederlage kassierte die Mannschaft von Arie van Lent eine 1:0 Niederlage gegen den SV Darmstadt 98. Ein wichtiger Sieg für Darmstadt, die damit den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze halten konnten.

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Ergebnis: 1 - 0
Auf dem Papier schien es wie eine glasklare Sache. Jürgen Seebergers Mannschaft steckte in der Krise während die Kickers Offenbach auf einem Höhenflug, der Seinesgleichen sucht, waren. Dennoch konnte dem SVD 98 der Befreiungsschlag gelingen.

Nach der 1:3 Pleite in Saarbrücken veränderte Jürgen Seeberger seine Startformation dreifach. Islamoglu, Behrens und Uwe Hesse begannen anstelle von Beisel, Latza, welcher die 5. gelbe Karte gesehen hatte, und Zielinsky.

Arie van Lent hingegen sah kaum Anlass für eine taktische Veränderung seiner Startaufstellung. Einzige Abweichung zum Pokalerfolg: Husterer wurde durch Stadel ersetzt. Husterer hat momentan familiäre Probleme.

Die Gäste begannen schwungvoll. Nachdem bereits ein Freistoß aus 25 Metern erspielt wurde, konnte Jan Zimmermann den Schuss von Reinhardt erst im Nachfassen unter Kontrolle bringen. Offenbach zeigte in den letzten Wochen, wie gefährlich sie bei Standarts sind.

In der 8. Minute fuhren die Lilien den ersten guten Angriff. Es sprang aber nur eine Ecke heraus. Wulnikowski zeigte sich nach dem Eckball unsicher und ihm rutschte der Ball aus den Häen heraus zum nächsten Eckball für Darmstadt.

Der SVD kämpfte und kam in der Folge zu einigen guten Aktionen. Wirklich zwingend waren diese aber noch nicht. Es fehlte der Mannschaft von Seeberger noch die Präzision im letzten Pass. Jedoch zeichnete sich auch ab, dass der sonst so sichere Mann zwischen den Offenbacher Pfosten, Robert Wulnikowski, heute alles Andere als ein sicherer Rückhalt war. In der 23. Minute ließ dieser wieder unnötig einen Ball abtropfen, doch die Lilien verpassten die Chance.

Nach einer halben Stunde verlor die doch muntere Partie in der Darmstadt die klar bessere Mannschaft war ein bisschen an Fahrt. In einer Phase, als es schien dass der OFC sich aus der Umklammerung des SV Darmstadt befreien konnte, war es Hanno Behrens, der den Ball aus 18 Metern zur völlig verdienten 98er Führung einschoss. Die Führung kam für Offenbach in einem bitteren Moment. Nur wenige Augenblicke später pfiff der Unparteiische zum Pausentee.

Nach Wiederanpfiff folgten dann unschöne Szenen. Im Gästefanblock zündeten die Anhänger der Kickers Pyrotechnik ab. Sportlich wurde es dann aber auch wieder interessant. Darmstadt dachte ger nicht daran, auf Konter zu spielen und sich im eigenen 16-Meter-Raum zu verschanzen. Nach einer Ecke konnte Offenbach gerade noch im letzten Moment den Kopfball auf der Linie klären.

Nach einer guten Stunde war die Partie etwas ausgeglichener, zumal die Hausherren mit der Führung im Rücken nicht mehr voll auf Risiko gingen.

Nach 66. Minuten hatten die Kickers die größte Möglichkeit der Partie. Allerdings vereitelte Darmstadts Schlussmann Zimmermann mit einer Glanzparade den Versuch und klärte zur Ecke. Die Ecke konnte die Darmstädter Defensivabteilung zwar klären, aber aus dem Rückhalt versuchte es Offenbach nochmals aus der Distanz, doch dieser Schuss ging um Haaresbreite über das Darmstädter Gehäuse.

Die Gäste aus Offenbach bekamen langsam Oberwasser und schnürten die Hausherren in der eigenen Hälfte ein. Nach einem Freistoß brachte Heine die Flanke gefährlich vors Tor, doch der Kopfball war wieder nicht präzise genug und flog knapp über die Querlatte.

In der 77. Spielminute war es wieder Zimmermann, der eine grandiose Parade auspackte und den Ausgleich verhinderte. Die Kickers drückten nun mehr als gewaltig auf den Ausgleich und Darmstadt verreigelte sich nun doch in der eigenen Hälfte.

Der Darmstädter Keeper avancierte nun zum Matchwinner. In der 84. Minute parierte er wieder klasse einen Kopfball, eher er gegen einen frei auf ihn zulaufenden Offenbacher im 1 gegen 1 die Oberhand behielt.

Die 9.000 Zuschauer kämpften beinahe genau so wie die völlig ausgepumpten Lilien. Diese schlugen den Ball nur noch weit weg vom eigenen Tor. In der 3. Minute der Nachspielzeit war es dann nochmal Keeper Zimmermann, der in letzter Sekunde eine Flanke herunter pflückte. Nach seinem Abschlag folgte dann der erlösende Pfiff für Darmstadt.

Beide Mannschaften haben aufopferungsvoll gekämpft, die Punkte aber sicherten sich die Darmstädter. Offenbach verpasste mit dieser Niederlage den endgültigen Anschluss an die Tabellenspitze.

Arie van Lents Taktik schien nicht aufgegangen zu sein: "In der ersten Halbzeit hatten wir vor tief zu stehen, weil bei einigen Spielern die Kräfte noch nicht da waren. Allerdings hatten wir Probleme in die Zweikämpfe zu kommen. Darmstadt hat das dann sehr gut gemacht und eine Unachtsamkeit von uns mit dem 1:0 bestraft. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel bestimmt und nach vorne gespielt, konnten am Ende jedoch den Ball nicht mehr über die Linie befördern."

Jürgen Seeberger meinte nach dem Spiel glücklich: "Ich habe mir heute viel von meiner Mannschaft versprochen und die erste Halbzeit war ganz nach unseren Vorstellungen. Wir haben den Gegner ständig unter Druck gesetzt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, denn in der zweiten Halbzeit sind alle ans Limit gegangen und haben aus dem Derby mit Hilfe der Zuschauer ein besonderes Spiel gemacht."

Spiel-Infos: Darmstadt 98 - Kickers Offenbach







Spiel: 16. Spieltag 2012/13: Darmstadt 98 - Kickers Offenbach 1 : 0 (1:0)
Anstoß: 03.11.2012 um 14.00 Uhr (2012/13)
Stadion: Stadion am Böllenfalltor
Status: Beendet

Aufstellungen





Darmstadt 98:

Zimmermann

Gaebler, Islamoglu, Gorka, Stegmayer

Behrens

Uwe Hesse (76. Mladenovic), Baier, da Costa (80. Beisel), Zimmerman (72. Zielinsky)

Steegmann

Tainer: Jürgen Seeberger

Kickers Offenbach:

Wulnikowski

Stein, Stadel, Kleineheismann, Ahlschwede

Reinhardt, Mehic (64. Vogler), Feldhahn, Lars Bender (46. Matthias Schwarz)

Rathgeber (64. Bäcker), Fetsch

Tainer: Arie van Lent

Statistik










Tore: 1:0 Behrens (45.)
Gelb: Baier, Behrens, ZielinskyStein, Kleineheismann
Rot:
Gelbrot:
Zuschauer: 9600
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Sonstiges: 02.-04.11.2012


Quelle: echo-onlin.de


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