Cottbus bezwingt Münster - Spielbericht

Einen extrem wichtigen Sieg zum Abschluss des Jahres 2014 konnte der Zweitligaabsteiger Energie Cottbus einfahren. Gegen den Tabellenzweiten aus Münster gelang der Mannschaft von Stefan Krämer ein 2:1 Sieg, der die Lausitzer auf 37 Punkte und den fünften Platz bringt. der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz beträgt lediglich noch zwei Punkte. Cottbus konnte somit auch für die bittere Niederlage zuletzt im Derby gegen Dynamo Dresden Wiedergutmachung betreiben. Für den SC Preußen Münster war es die erste Niederlage nach acht punktbringenden Spielen. Allerdings übernachten die Adlerträger auf Rang 2.

Datum der Veröffentlichung: Uhr | Autor:

Cottbus bezwingt Münster - Spielbericht
Foto: Choreo der Cottbus Fans (imago/Steffen Beyer)
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Ergebnis: 2 - 1 (1:0)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Stefan Krämer, der Cottbuser Übungsleiter, nahm nach dem 0:1 gegen Dynamo Dresden gezwungenermaßen einen Wechsel vor, da Michel seine Grippe noch nicht auskuriert hatte. Für ihn durfte Kleindienst ran.

Auf Seiten des SC Preußen Münster nahm Coach Ralf Loose hinsichtlich des 1:0 Heimsieges über Stuttgart II keine Änderung an seiner Startaufstellung vor und vertraute exakt dem gleichen Aufgebot.

Cottbus hatte nach der knappen Niederlage bei Dynamo Dresden so Einiges gut zu machen und startete sehr engagiert in die Begegnung mit den Preußen. Allerdings spielte sich in den ersten Minuten das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab. In der 7. Minute wurde es dann erstmals gefährlich vor dem Tor der Adlerträger. Nach einen tollen Flanke an den Fünfer kam Marco Holz völlig ungedeckt zum Kopfball, traf allerdings ungestört nur die Querlatte.

Spielfluss war hier allerdings weiterhin ein wenig Mangelware, auch wenn Cottbus klar besser war. Nach 12 Minuten konnten die Zuschauer erstmals jubeln. Nachdem sich Fanol Perdedaj auf der halblinken Seite sehr stark durchgesetzt hatte spielte diese toll auf Pospech durch, der nur noch zum 1:0 einschieben musste.

Und Cottbus versuchte weiter Druck zu machen, besonders Mattuschka, der am vergangenen Wochenende zur tragischen Figur avancierte und in der Schlussphase den Elfmeter gegen Dresdens Patrick Wieder verschossen hatte, strengte sich an und sorgte immer wieder für Wirbel. Außerdem lief Energie die Preußen bereits früh an und ließ so keinen Spielfluss in den Aktionen der Gäste aufkommen.

Aus dem Spiel heraus ging beim SCP Nichts, allerdings waren auch die ruhenden Bälle nicht unbedingt gefährlich. In der 21. Minute versuchte sich Schmidt an einem dirketen Freistoß etwa 30 Meter vor dem Tor, verzog diesen aber deutlich und jagte ihn ins Toraus.

Der Druck des FCE hatte schon lange nachgelassen und die Hausherren beschränkten sich mittlerweile auf das Nötigste und standen defensiv sehr kompakt und lauerten auf den schnellen Konter. Dementsprechend zäh wurde die Begegnung, da Münster nicht in der Lage war, für Gefahr zu sorgen. Bezeichnend dafür eine Aktion von Mehmet Kara in der 26. Minute. Der Regisseur hatte sich gut auf dem Flügel durchgesetzt und legte auf Zenga ab, der aus 20 Metern das Ding auf die Tribüne beförderte.

Nach einer guten halben Stunde holte Zeitz einen Freistoß gut 30 Meter vor dem Tor der Gäste heraus und natürlich gab sich Mattuschka die Ehre. Er schlug den Ball genau an den langen Pfosten, wo sich Cedric Mimbala frei gelaufen hatte und tatsächlich auch zum Kopfball kam, doch diesen setzte der Defensivakteur am Pfosten vorbei ins Toraus.

Beide Mannschaften lieferten sich nun so etwas wie einen offen auf relativ niedrigen Niveau, denn die Angriffe waren wenig durchdacht ausgespielt. Aber immerhin zeigte sich auch Münster bemüht, obwohl die Ideen fehlten. Wenn einmal eine große Torchance heraus sprang, dann nur für Energie. In der 43. Minute resultierte aus einem schlecht geschossenen Freistoß des SCP ein schneller Konter, bei dem Kleindienst bereits auf und davon war. Allerdings zögerte dieser einen Moment und so konnte Siegert den Angreifer beim Schuss noch entscheidend stören, so dass es beim 1:0 zur Halbzeit blieb.

Vor dem Seitenwechsel kochten noch einmal die Emotionen richtig hoch. Nach einem Fouk an Bischoff kam es zu einer Rudelbildung sogar mit den Trainerstabs. Der Schiedsrichter zog sich Pospech und Zenga heraus, verwarnte beide und sandte Ralf Loose auf die Tribüne. Im Anschluss pfiff er dann zur Pause.

Der zweite Durchgang begann traumhaft für die Gäste. Nach nicht einmal 120 Sekunden im zweiten Spielabschnitt gelang der Mannschaft des auf der Tribüne verharrenden Ralf Loose der Ausglech. Cottbus hatte da noch geschlafen und schon stand Krohne frei und legte mit viel Übersicht auf Siegert durch, der zum 1:1 verwandelte.

Cottbus antwortete mit wütenden Angriffen auf den Ausgleich und hatte nur 240 Sekunden nach dem Ausgleich die große Chance, erneut in Führung zu gehen. Nach einer Ecke schaffte es Uwe Möhrle völlig ungedeckt einen Kopfball vier Meter vor dem leeren Tor über den Querbalken zu setzen.

Im Gegensatz zum ersten Spielabschnitt war nun wenigstens Tempo im Spiel und beide Mannschaften spielten nun nach vorne. Nach einer knappen Stunde waren die Adlerträger wieder am Zug. Nachdem Siegert den Ball schnell über die rechte Außenbahn nach vorne getragen hatte spielte er auf Zenga zurück, der an den Fünfer flankte. Dort war Krohne, scheiterte mit seinem Flugkopfball aber an Müller, dem Mann im Kasten beim FC Energie Cottbus.

Nach einer guten Stunde war es wieder Energie, die am Drücker waren. Nach einer langen Flanke in den Strafraum kam wieder Holz, der bereits im ersten Durchgang eine Riesenmöglichkeit ausgelassen hatte, völlig frei zum Schuss und verzog um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei.

Nachdem es ein gutes Fußballspiel zu werden schien, griffen die Akteure zu einer rauheren Gangart und so kam es mittlerweile immer wieder zu Unterbrechungen, unter welchen der Spielfluß doch immer wieder extrem litt. Das Tempo war nun völlig abhanden gekommen und es ging beinahe gar Nichts mehr. In der Schlussviertelstunde angekommen gab es den ersten Angriff seit langer Zeit, der ansehnlich war und prompt gingen die Hausherren wieder in Führung. Anton Makarenko war auf der rechten Seite frei und spielte stark auf Tim Kleindienst, der sich die Möglichkeit aus 12 Metern nicht nehmen ließ und zum 2:1 einnetzte.

Nun waren die Gäste gezwungen, hinten auf zu machen und nach vorne zu gehen, was auch prompt geschah. Die Adlerträger machten sofort nach dem Gegentreffer Druck, doch es wollte einfach kein geregelter Abschluss gelingen. Die Uhr tickte hingegen unverzögert weiter gegen die Westfalen, die erst mit dem Schlusspfiff noch einmal zum Abschluss kamen. Nach eienm guten Zuspiel von Piossek war Bischoff noch einmal mit einem Schuss aus der zweiten Reihe da, doch Müller hielt den knappen, aber insgesamt verdieten Sieg für seine Mannschaft fest.


Alle Informationen zu dem Spiel aufrufen

Daten zum Spiel

Anstoß: 20.12.2014 um 14.00 Uhr (22. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 2 : 1 (1:0)

Tore: 1:0 Pospech (12.), 1:1 Siegert (47.), 2:1 Kleindienst (79.)

Energie Cottbus: Kevin Müller - Kaufmann, Mimbala, Möhrle, Szarka - Zeitz - Perdedaj, Holz, Mattuschka (89. Hebler) - Kleindienst, Pospech (71. Makarenko)

Preußen Münster: Schulze Niehues - Schöneberg, Dominik Schmidt, Heitmeier, Hergesell (89. Scherder) - Zenga, Bischoff - Siegert (79. Amachaibou), Piossek, Kara - Krohne (74. Reichwein)

Zuschauer: 6848

Weitere Daten zum Spiel

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