Chemnitz und die besondere Motivation gegen Eilenburg

Für Vereine aus der 3. Liga hat der Landespokal stets eine ganz besondere Bedeutung. Wie auch im Fall des Chemnitzer FC, der zum Sachsenpokal-Viertelfinale beim FC Eilenburg antreten muss und gegen das um drei Ligen schlechtere Team mit der vermeintlich besten Mannschaft auflaufen möchte.

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Chemnitz und die besondere Motivation gegen Eilenburg
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DFB-Pokalteilnahme ist das Ziel
In der 3. Liga steht das Team von Trainer Gerd Schädlich auf einem wahrlich beruhigendem siebten Tabellenplatz. Aufstieg und Abstieg stellt für den Traditionsverein aus Sachsen kein allzu großes Thema dar. Nun wird dann eben der Fokus auf den Sachsenpokal gelegt, der mit rund 100.000 Euro Prämie für den Sieger ausgelobt wird und auch die Teilnahme am höchst lukrativen DFB-Pokal winkt. Deshalb muss heute ab 14.00 Uhr im Spiel in Lauenburg neben der Imageverbesserung auch die nicht gerade proppevolle Vereinskasse merklich aufgebessert werden. Dazu meint Coach Gerd Schädlich: „Wir werden in unserer bestmöglichen Besetzung antreten und keine Spieler schonen.“

Möglichst schnell die gesteckten 45 Punkte erreichen
Der CFC hat sich zum klaren Ziel gesetzt, dass schon in Kürze 45 Zähler eingefahren werden sollen, was als offizielles Saisonziel ausgerufen worden ist. Derzeit hat der ehemalige DDR-Oberligist 41 Punkte auf dem eigenen Konto. Wenn dieses überaus realistische Ziel in Kürze erreicht sein wird, dann gibt es vermehrt Vertragsgespräche zwischen Trainer, Vereinsführung und Profis. Ein Grund ist, dass zehn Spieler im Sommer nach derzeitigem Stand der Dinge ohne Vertrag dastehen. Konkrete Namen und Zahlen wollte Schädlich nicht nennen. Einzig gab er gegenüber der „Freien Presse“ zu: „Sicher gibt es verschiedene Überlegungen. Aber es ist noch genügend Zeit, um sich zu präsentieren und sich für einen neuen Vertrag anzubieten.“

Wiederholung beim CFC erwünscht
Die Hoffnung wird beim CFC nicht gänzlich aufgegeben, dass es zu einer Wiederholung kommen könnte. Schon vor dreieinhalb Jahren gab es ein Spiel gegen den gleichen Kontrahenten, was im Ilburg-Stadion schon nach zwölf Minuten praktisch entschieden gewesen ist. Mit 3:0 führten die Chemnitzer gegen Lauenburg und bescherten damit eine sichtliche Entspannung der Nerven. Wenn dies in ähnlicher Form wieder eintreten sollte, dann dürften sich die lange Zeit verletzten Spieler wie Tino Semmer, Anton Makarenko oder Winter-Neuzugang Jeron Hazaimeh deutlich mehr Einsatzzeit erhoffen. Hazaimeh, seinerseits Neuzugang vom Bundesligisten Fortuna Düsseldorf hat in der 3. Liga immerhin schon einmal den gesperrten Defensivchef Toni Wachsmuth ersetzen können.

Motivierter Makarenko
Der Ukrainer Makarenko befindet sich seit rund zwei Wochen im Mannschaftstraining und brennt regelrecht auf einen Einsatz. Erst war es eine Gehirnerschütterung bis ihm Hüftprobleme und Schmerzen an der Leiste zu Schaffen machten. Nun hat er erst eine Leisten-Operation auskurieren müssen. Von seinen elf Saisonspielen hat er vier in der Anfangsformation erleben dürfen. Seine Motivation ist deutlich größer, wie er der „Freien Presse“ verraten hat: „Ich habe einige Monate gefehlt und kann in 14 Tagen nicht alles aufholen. Ein bisschen was fehlt schon noch“, so der Ex-Babelsberger, der hinzufügt: „Aber ich bin dabei, mich im Training aufzudrängen. Vielleicht klappt es in Eilenburg mit einem Teileinsatz.“

Makarenkos Lehren durch die Verletzungspause
Und während seiner langen Verletzungspause hat er die Kenntnis erlangen können, dass er im Rückenbereich Muskeln zulegen muss, damit Verletzungen besser vorgebeugt werden könnten. Und dies hat der technisch starke Mittelfeldspieler selber erkannt, wenn er sagt: „Ich weiß jetzt besser, wo meine Schwächen liegen und dass ich um den Kraftraum nicht herumkomme.“

Kultkeeper-Piplica muss überwunden werden
Die Hoffnung ist für ihn groß, dass er beim möglichen Einsatz in Eilenburg gegen den ehemaligen Cottbuser-Bundesliga-Keeper Tomislav Piplica einen Treffer erzielen kann. Der 43-Jährige hütet nämlich das Gehäuse des Außenseiters. Sonst ist er Co-Trainer der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina, die jüngst das WM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland bestreiten mussten. Und Chemnitz-Sportdirektor scheint zumindest prächtig auf den Gegner vorbereitet zu sein, wenn er deutlich macht: „Wir haben uns über Eilenburg Informationen eingeholt. Beobachten war ja bei den vielen Spielausfällen schwierig.“

Quelle: freiepresse.de


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