Chemnitz Semmer spricht über Aachen-Spiel und Zwickau-Match

Dieser 5:1-Auswärtssieg des Chemnitzer FC bei Alemannia Aachen war absolut herausragend. Auch wenn es für den sächsischen Traditionsverein auf den ersten Blick weder im Aufstiegs- noch im Abstiegskampf um etwas geht, so präsentierte man sich im Spiel bei der Alemannia extrem stark und abschlussstark. Besonders der zweite Spielabschnitt war Beweis genug, warum der CFC nun mit stattlichen 44 Zählern auf einem guten sechsten Tabellenplatz verweilt. Nun hat sich der 27-Jährige Timo Semmer im Gespräch mit der „Freien Presse“ zu verschiedenen Themen geäußert.

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Chemnitz Semmer spricht über Aachen-Spiel und Zwickau-Match
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„Kein Spaziergang, aber verdienter Sieg“
Trotz des klaren Ergebnisses möchte Semmer diese Herausforderung jedoch explizit nicht als einfach darlegen. Er begründet seine Annahme wie folgt, wenn er sagt: „Es war sicher kein Spaziergang, aber wir haben verdient die drei Punkte mitgenommen. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und konnten nach dem 3:1, das Anton Fink nach knapp 70 Minuten markierte, noch zwei Kontertreffer landen. Dabei profitierten wir in der einen oder anderen Situation auch von den Fehlern des Gegners.“

Treffer in Aachen zum richtigen Zeitpunkt
Und er lobt ausdrücklich seine Mannschaft, wenn er davon spricht, dass Chemnitz stets die Spielkontrolle gehabt hat und keine Schwierigkeiten mit dem abstiegsbedrohten Gegner bewiesen hat. Sehr entscheidend war dabei sicherlich auch die Tatsache, dass die Treffer zum jeweils richtigen Zeitpunkt gefallen sind: „Das würde ich auf jeden Fall so einschätzen. Das Chancenplus lag in beiden Halbzeiten eindeutig auf unserer Seite. Die abstiegsbedrohten Aachener, für die es in dieser Begegnung um sehr viel ging, schöpften zwar nach einer reichlichen Stunde durch das 1:2 kurzzeitig Hoffnung. Doch zum Glück konnten wir unseren dritten Treffer markieren und fanden so schnell wieder in die Bahn.“

Semmer überglücklich über ersten Saisontreffer
Als Torjäger freut sich Semmer selbstverständlich über seine eigenen Treffer am meisten. Auch aus diesem Grund hatte sein Tor zur wichtigen 1:0-Führung eine ganz besondere Bedeutung, wie er der „Freien Presse“ verraten hat: „Natürlich freue ich mich über mein Tor zum 1:0. Der Treffer wurde von Thomas Birk und Josip Landeka mustergültig vorbereitet. Ich traf dann per Kopf zur Führung. Es war in der laufenden Saison erst die zweite Partie, die ich von Beginn an bestreiten durfte. Deshalb bin ich überglücklich, dass ich auch meinen ersten Saisontreffer markieren konnte.“

Steigerungsbedarf bei Semmer
Eine positive Eigenschaft von CFC-Trainer Gerd Schädlich ist sicherlich die Tatsache, dass Realismus und Ehrgeiz bei ihm ganz besonders stark ausgeprägt erscheint. Der routinierte Trainer schätzt die Fähigkeiten seiner Kicker sehr gut ein. Auch die jüngste Aussage über Semmer, dass es trotz dieser formidablen Leistung noch Steigerungspotential und Nachholbedarf gibt, kann der ehemalige Erfurter so bestätigen: „Ja! Es ist Fakt, dass ich noch nicht wieder voll im Saft stehe. Auf Grund von Verletzungen konnte ich weder im Sommer noch im Winter das Vorbereitungsprogramm absolvieren und fiel insgesamt fünf Monate aus. Neben dem Trainingsrückstand fehlt mir auch Spielpraxis. Da ist es doch völlig klar, dass es noch genügend Luft nach oben gibt.“ Und wegen der fehlenden Kraft ist er folglich nach rund einer Stunde auch ausgewechselt worden. Unumwunden gibt er die Richtigkeit dieser Trainerentscheidung zu: „Natürlich bin ich noch nicht bei 100 Prozent. Mit der jetzigen Situation gebe ich mich auch nicht zufrieden und werde weiter hart arbeiten. Ich bekam jedoch in einem Zweikampf einen Pferdekuss in den Oberschenkel verpasst, sodass ich etwas angeschlagen war. Einen Tag danach konnte ich deshalb nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.“

Schädlich: „Die Höhe des Sieges täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg“
Trainer Schädlich fällt ebenso gegenüber der „Freien Presse“ ein positives Fazit: „Die Höhe des Sieges täuscht zwar etwas über den wahren Spielverlauf hinweg, dennoch haben wir verdient gewonnen. In der Offensive hat mir gefallen, dass gleich mehrere Spieler Akzente gesetzt haben, wir uns einige hochkarätige Möglichkeiten herausgespielt und schließlich fünf Tore geschossen haben. Wichtig war, dass wir nach dem Anschlusstreffer schnell das 3:1 markiert haben.“

Semmer: „In Zwickau gibt es ein sehr schweres Spiel“
Trotz dieser relativ frühen Auswechslung hofft er dennoch sehr, dass beim morgigen Pokalspiel beim FSV Zwickau er wieder mit von der Partie sein kann: „Ich hoffe es nicht. Am Mittwoch geht es schon wieder im Pokal zur Sache. Es wird in Zwickau ein sehr schweres Spiel, wir werden mehr gefordert werden als in Aachen. Zwickau steht in der Spitzengruppe der Regionalliga, hat enormes Potenzial und Spielstärke. Wir sind uns der Brisanz des Spiels bewusst. Keiner in unserer Truppe wird die Aufgabe unterschätzen. Wir wollen alles dafür geben, ins Finale einzuziehen und unser Ziel, den Pokal zu holen, auch zu erreichen.“

Aachen-Form für Zwickau-Spiel mitnehmen
Nun liegt also der klare Fokus auf dem wichtigen Pokalspiel beim Spitzenteam aus der Regionalliga Nordost, dem FSV Zwickau. Mit zwei Treffern hat der Chemnitzer-Goalgetter sich beim 5:1-Sieg bei Alemannia Aachen ein wenig warmschießen können. Nun möchte der Favorit gegen den FSV die gute Form weiter bestätigen. Fink warnt hingegen eindringlich: „Wir haben in Aachen gezeigt, dass sich unsere Mannschaft in der Rückrunde stabilisiert hat. Über weite Strecken drückten wir dem Spiel unseren Stempel auf und waren präsent. Doch gegen Zwickau wird es am Mittwoch deutlich schwieriger. Dennoch wollen wir gewinnen, schließlich ist es unser Ziel, über den Pokalsieg den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals zu schaffen.“

Wachsmuth will bis zum Zwickau-Spiel wieder einsatzbereit sein
Nachdem Toni Wachsmuth sich eine schmerzhafte Oberschenkelverletzung zugezogen hat, gab es von einigen Chemnitz-Fans Zweifel, ob er für das morgige Pokalspiel gegen Zwickau denn tatsächlich wieder einsatzbereit sein könnte. Der Defensivspezialist versucht jedoch ein wenig Hoffnung zu verbreiten, wenn er sagt: „Ich habe mir während des Spiels in einem Zweikampf eine Oberschenkelzerrung zugezogen und konnte deshalb zunächst nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Doch ich hoffe, im Pokalspiel gegen Zwickau wieder einsatzbereit zu sein. Die Vorbereitung auf das Halbfinale nehmen wir sehr ernst, so gab es trotz des Sieges in Aachen zu Ostern keinen freien Tag für die Mannschaft.“

Quelle: freiepresse.de


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