Burghausen feiert einen Zittersieg gegen den 1. FC Saarbrücken - Spielbericht

Der SV Wacker Burghausen hat seine Negativserie ad acta gelegt und mit einem 2:1 Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken den ersten "Dreier" im neuen Jahr eingefahren. Da Burghausen kläglich daran scheiterte, den Sack zu zu machen hatte Saarbrücken noch die Chance, nicht als Verlierer vom Feld zu gehen, doch auch die Saarländer gingen fahrlässig mit ihren Chancen um.

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Burghausen feiert einen Zittersieg gegen den 1. FC Saarbrücken - Spielbericht
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Ergebnis: 2 - 1
Der in der Kritik stehende Cheftrainer des SV Wacker Burghausen veränderte seine Startaufstellung nach dem "Grottenkick" in Darmstadt auf zwei Positionen. Topscorer Maximilian Thiel durfte von Beginn an auflaufen und ersetzte den jungen Maurice Müller. Darlington Omodiagbe musste gelbgesperrt auf der Tribüne Platz nehmen. Fabian Aupperle, dessen Nichtberücksichtigung nach der Winterpause nur mit einem Kopfschütteln hingenommen wurde, durfte für den Gesperrten von Beginn an eingreifen.

Jürgen Luginger, der Cheftrainer des FC Saarbrücken nahm ebenfalls die Möglichkeit in Anspruch, seine Startaufstellung um zu bauen. Drei neue Gesichter hatte die erste Elf der Saarländer im Vergleich zum furiosen 3:3 Unentschieden gegen die Zweitbesetzung des amtierenden deutschen Meisters und DFB-Pokalsieger aus Dortmund. Kruse hatte sich extrem schwer verletzt und wurde dich Lerandy ersetzt. Straith startete für Stegerer. Und der dreifache Torschütze vom vergangenen Spieltag, Ziemer, war auf Grund disziplinarischer Maßnahmen von der Vereinsseite nicht einmal im Kader und wurde von Marius Laux vertreten.

Wegen einer sehr geschwächten Zuschauerkulisse auf Grund des Faschingstrubels in der Umgebung und der schwachen Leistungen der Burghauser in letzter Zeit, fühlte sich die Partie für die Hausherren mehr wie ein Auswärtsspiel an. Die mitgereisten Anhänger des FCS waren über das ganze Spiel hinweg lauter, als die Fans der Schwarz-Weißen. Mit Sicherheit wollten auch viele Stammgäste der Wacker Arena ein Zeichen mit der Abstinenz setzen, da irgendwann die Leidensfähigkeit des größten Fans erschöpft ist.

Doch Burghausen fand von Beginn an besser in die Partie, auch wenn der Platz eher einem Acker glich und auf Grund der Schneefälle der beiden Tage zuvor und der vorangegangenen Nacht sehr schwer zu spielen war. Die erste gute Chance hatten die Hausherren dann in der 2. Spielminute. Nachdem Thiel, der Topscorer des SV Wacker Holz auf der rechten Seite steil schickte, brachte dieser die Flanke in den Strafraum. Fernandez, der Schlussmann der Saarländer. kam noch im letzten Moment vor dem bereitstehenden Thiel an den Ball und konnte entschärfen.

Auch die Gäste aus Saarbrücken spielten von Beginn an munter nach vorne und wollten nicht klein bei geben. Sökler tankte sich gezielt durch die Abwehrreihe der Salzachstädter hindurch und suchte den Abschluss. Doch René Vollath, der Mann zwischen den Pfosten des Burghauser Tores war zur Stelle und konnte den Ball fest halten.

In der 6. Minute hatten dann die Wackerianer die Riesenchance, in Führung zu gehen. Der während des gesamten Spieles auffallende Thiel, der wie aufgedreht agierte um seinen Trainer für das Vertrauen zu danken, tanzte sich bis in den Saarbrückener Strafraum und war auf einmal frei vor Fernandez. Dann versuchte es der Burghauser Youngster aber zu ansehnlich und wollte den Ball mit einem Schlenzer in die lange Ecke zirkeln, was von FCS-Keeper Fernandez aber geahnt worden war.

Nach der rasanten Anfangsphase beider Mannschaften flachte die Partie zunehmend ab und es entwickelte sich eine Schlacht im Mittelfeld. Burghausen hatte allerdings nach und nach die Feldvorteile auf seiner Seite, ohne jedoch den entscheidenden Pass spielen zu können. Bis zum Saarbrücker Strafraum kombinierten sich die Mannen von Georgi Donkov gut hindurch, doch dann fand sich immer wieder ein Bein eines Saarbrückers im entscheidenden Zuspiel.

Erst in der 29. Spielminute wurde es wieder gefährlich, allerdings für die Hausherren. Sökler, der auch immer wieder zu sehen war und über den nahezu jede Offensivaktion der Luginger-Mannschaft lief, setzte Yannick Bach grandios in Szene doch im direkten Duell mit dem unter der Woche angeschlagenen Keeper der Schwarz-Weißen, René Vollath zog Bach den Kürzeren.
Nach 31 Minuten gab es dann eine Ecke für den SV Wacker Burghausen und wie gewohnt legte sich Youssef Mokhtari, der Mann, der die Fäden im Mittelfeld des oberbayerischen Spieles zieht, den Ball bei der Eckfahne zurecht. Seine Flanke wurde immer länger und fand letztendlich Josef Cinar, den Innenverteidiger, der völlig allein gelassen am langen Pfosten keine Probleme mehr hatte, das Leder in die Maschen zu wuchten.

Burghausen war in der Folge vom Führungstreffer beflügelt und hätte bereits vor dem Seitenwechsel erhöhen können. In der 38. Minute versuchte sich Heiko Schwartz aus 25 Meter, doch sein Schuss verfehlte sein Ziel, wenn auch nur um Haaresbreite.

Nach dem Seitenwechsel startete Wacker Burghausen wie zu Beginn der ersten Hälfte. Doch das Offensivdreieck Mokhtari, Thiel und Holz, die mächtig Alarm machten, brachten den Ball nicht im Tor unter. In der 52. Minute dann hätte Fernandez beinahe einen Riesenfehler begangen. Bei einer Hereingabe von Thiel hatte sich der Torwart Saarbrückens verschätzt, kam aber in höchster Not noch mit den Fingerspitzen an den Ball heran und lenkte diesen dadurch am mitgestürmten Schwartz vorbei, der völlig frei nur noch irgendein Körperteil an den Ball bringen hätte müssen.

Doch Saarbrücken war, wenn auch über die meiste Zeit hinweg unterlegen, immer wieder da und konnte sich gefährlich in Szene setzen. In der 53. Minute war es einmal mehr Sökler, der vor Gefahr sorgte. Einen Freistoß aus vielversrechender Position jagte der Mittelfeldakteur aber am Tor vorbei.

Kurz nach dem Freistoß von Sökler konnte die Burghauser Abwehr einen Vorstoß von Saarbrücken nur mit einem Foul stoppen. Den anschließenden Freistoß führte die Mannschaft von Luginger schnell und kurz in den Strafraum hinein aus, wo am Ende Stegerer in der Mitte an Fünfmeterraum völlig frei zum Ausgleich einschieben konnte.

Burghausen war geschockt und wieder schlichen sich diese schrecklichen Abspielfehler ein, die bereits gegen Darmstadt und Dortmund das Spiel der Donkov-Mannschaft so unahnsehnlich machten. Erst nach der Einwechslung des jungen Maurice Müller, der für den schwachen Heiko Schwartz gekommen war, fand sich das Team aus Burghausen wieder. Und Müller sollte sofort für Furore sorgen. Nachdem er auf der Außenposition in Szene gesetzt worden war, brachte er eine Flanke in den Strafraum Saarbrückens, die der völlig allein gelassene Thiel in den 2:1 Führungstreffer ummünzen konnte.

Nach dem erneuten Führungstreffer machte Burghausen sehr viel Druck, störte früh und kam zu guten Gelegenheiten. Wieder war es Müller, der einen guten Angriff einleitete. Er brachte den Ball zum Mittelstürmer Felix Luz, der den mitgeeilten Mokhtari anspielte. Dieser scheiterte an einem Abwehrspieler Saarbrückens. Den Abpraller bekam Holz direkt vor die Füße, doch der buchsierte die Kugel weit über das freistehende Tor hinweg.

In der 78. Minute hätte Mokhtari das Spiel entscheiden müssen. Der Spielmacher tauchte nach einem schnellen Konter frei vor dem Saarbrückener Tor auf, doch Keeper Fernandez war herausgeeilt und vereitelte mit einer guten Parade die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber.

Die Partie kippte danach Stück für Stück in Richtung Burghauser Tor. Die Mannschaft von Georgi Donkov hatte es sich selbst zu zu schreiben, dass die Begegnung noch einmal richtig eng wurde. Der SVW wurde in den letzten 10 Minuten zunehmend nervös, Konter wurden nicht gut ausgespielt und im Mittelfeld, gerade in der Aufbaubewegung, folgten viel Fehlpässe. In der 82. Minute zappelte der Ball dann im Tor Burghausens, doch der Schiedsrichter hatte zuvor ein Foul im Fünfmeterraum am guten Burghauser Keeper Vollath moniert.

Vollath entwickelte sich danach zum Mann des Spiels. In der 84. Spielminute holte Laux den Hammer raus und zwang den Burghauser Schlussmann zu einer Glanzparade. Dieser konnte den Ball noch so eben von der Linie kratzen.

Kurz vor dem Abpfiff war es wieder Vollath, der den Sieg Burghausens dann endgültig festhielt. Sökler hatte Laux noch einmal in Szene gesetzt, doch dessen Abschluss fand wieder keinen Weg an dem Keeper vorbei und so musste Saarbrücken ohne Zählbares im Gepäck die Heimreise antreten.

Burghausen war bedeutend besser als in den beiden ersten Spielen des neuen Jahres, doch es gab auch nach dem Sieg viel Kritik von den Rängen am Auftritt der Schwarz-Weißen, die im Aufbau immer noch sehr viele Probleme haben und auch die Tatsache, dass erneut kein Stürmertor fiel, deutet darauf hin, dass das Stürmerproblem weiterhin Bestand hat. Für Abhilfe könnte da der Neuzugang aus Togo, Assimiou Ayewa sorgen, der allerdings nicht einmal im Kader stand, da sich Georgi Donkov erst noch die Entwicklung des 20-Jährigen ansehen möchte.

Stimmen zum Spiel folgen.

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