Aufbruchstimmung bei Alemannia Aachen

Beim TSV Alemannia Aachen soll trotz der drohenden Insolvenz und dem damit einhergehenden Aderlass von zahlreichen hochkarätigen Spielern die Freude am Fußball beibehalten werden, da dieser Traditionsverein stets etwas ganz Besonderes ausgestrahlt hat. Klar ist jedoch auch, dass einige Spieler, wie Albert Streit unter allen Umständen gehalten werden sollen, um sportlich eine gute Perspektive auch in der viertklassigen Regionalliga West zu besitzen.

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Aufbruchstimmung bei Alemannia Aachen
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Die Spielabsage beim SV Wacker Burghausen war für Alemannen-Trainer Rene van Eck nicht gerade sehr erfreulich, da er sich intensiv auf dieses Spiel vorbereitet hatte. Stattdessen ist ein Trainingsspiel vereinbart worden, wo das Team von Cheftrainer van Eck mit 9:1 gewinnen konnte. Besonders der fußballerisch bisher eher unscheinbar wirkende Athletik-Trainer Janosch Emonts konnte sich als vierfacher Torschütze hervortun. Trotz dieses erfolgreichen Kicks konnte van Eck sein Bedauern über diesen Spielausfall nicht verbergen, als er den „Aachener Nachrichten“ erklärte: „Ich hätte gerne in Burghausen gespielt“, sagte van Eck, „aber wenn der Platz so ist wie bei uns im Training, wäre es sicher schwierig geworden.“
Für Aufbruchsstimmung ist rund um den Tivoli bestens gesorgt, denn auch Manager Uwe Scherr hat verraten, dass mit größtmöglichster Akribie an der Zukunft des populären Vereins gearbeitet wird: „Ich mache das nicht im Alleingang, sondern in Absprache mit Michael Mönig und Rolf-Dieter Mönning.“ Konkret erklärte er zum Thema Personalplanung: „Vor dem Spiel am Sonntag in Dortmund soll jeder Bescheid wissen. Ich bin mir ganz sicher, dass wir auch im nächsten Jahr eine schlagkräftige Mannschaft haben werden.“ Es scheint jedoch ersichtlich zu werden, dass Spieler wie Sascha Herröder, Robert Leipertz, Armand Drevina und Mark Flekken „weiter hier spielen werden. Wenn man aus der Startelf vom 2:1 gegen Bielefeld Michael Melka und Albert Streit rausnimmt, hatte die Mannschaft ein Durchschnittsalter von 21,9 Jahren. Das ist was für die Zukunft.“ Es sickert auch immer mehr durch, dass Leihspieler von Reserveteams den Kader verstärken sollen. Dabei erhofft man sich auch Solidarität durch den jeweiligen abgebenden Verein.
Die große Hoffnung bleibt bestehen, dass Führungsspieler Albert Streit auch zukünftig den Alemannendress tragen wird. Dazu meint Scherr: „Albert war schon bewegt von dem, was hier gegen Bielefeld abgegangen ist.“ Im Gespräch mit den „Aachener Nachrichten“ äußern sich die drei Spieler Robert Leipertz, Thomas Stehle und Kai Schwertfeger zur finanziell wie sportlich prekären Situation. Über den bisherigen Saisonverlauf kann nur enttäuscht mit dem Kopf geschüttelt werden. Die persönliche Vorstellung über den Saisonverlauf erklärt Routinier Stehle: „Ich war davon ausgegangen, dass wir unter den besten Sechs sind. Wir waren ja gewarnt durch das Beispiel Bielefeld ein Jahr zuvor. Es ist schwer, sich in dieser Liga zurechtzufinden. Aber dass es so schlecht laufen würde, hätte ich nie erwartet.“ Auch der erst 19-jährige Leipertz hat sich mit dieser Vorstellung vor Saisonbeginn nicht anfreunden können: „Ich hatte mit einem schweren Start gerechnet und dass es kein Spaziergang wird. Aber nicht damit, dass wir auf den Abstiegsplätzen rumgurken. Oberes Mittelfeld mit Anschluss an die Aufstiegsplätze, das hatte ich erwartet.“
Über den Besuch eines Münsteraner Rechtsanwalts, der eines Tages die Spieler über die massiven, finanziellen Probleme unterrichtet hat, berichten die Aachener-Spieler über die persönliche Gefühlslage in dieser Situation. So meinte etwa Stehle dazu: „Es fühlte sich an wie ein richtiger Schlag. Natürlich war das Gesprächsthema Nummer 1, auch zuhause. Jeder hat ja seine Planung, die war mit einem Mal über den Haufen geworfen. Nicht nur für uns Fußballer, sondern für jeden Angestellten im Verein.“ Auch der deutlich jüngere Defensivkollege ist sichtlich enttäuscht über diese neu eintretende Situation gewesen, wie er den „Aachener Nachrichten“ mitgeteilt hat: „Man macht sich Gedanken, wie es weitergehen kann. Ich bin ja noch ein junger Spieler und habe eine Karriere vor mir. Da denkt man natürlich über die Zukunft nach, was wird aus dir?“

Quelle: aachener-nachrichten.de


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