Arminia in der Realität

Die Träume vor Beginn der Rückrunde waren bei Arminia Bielefeld groß, die Landung auf dem Boden der Realität umso härter. Nach einer guten Vorbereitung und mächtig Optimismus wissen die aufstrebenden Bielefelder nach der 1:3 Niederlage beim VfR Aalen, dass für sie nicht der Himmel voller Geigen hängt.

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Der Blick muss jetzt wieder Richtung Tabellenende gehen. Wie eigentlich schon den größten Teil der bisherigen Saison. Erst die tolle Bilanz seit der Amtsübernahme durch Stefan Krämer ließ die Hoffnungen an der Bielefelder „Alm“ erst wieder von höheren Tabellenregionen, womöglich gar dem Aufstieg träumen. Aber die Höhenluft scheint den Arminen nicht gut bekommen zu sein und so verloren sie letztlich völlig verdient mit 1:3 beim Spitzenteam aus Aalen, die sich in ihrer Spielanlage als reifer, abgeklärter, kurzum einfach besser zeigten. So gab es einen miserablen Saisonstart und die bisher schwächste Leistung im zwölften Spiel unter der Regie von Krämer.

Selbstvertrauen konnte Bielefeld reichlich tanken, denn bei der 0:1 Heimpleite gegen den Bundesligisten Hamburger SV eine Woche zuvor, bewiesen die Ostwestfalen, dass sie durchaus Drittliga-Spitzenniveau zeigen können. Was vom Gegner HSV zu halten ist, bewiesen die Hamburger spätestens nach der 1:5 Bundesliga-Heimpleite. Dieses Spiel ist aus Bielefelder Sicht eher relativ zu sehen. Vielleicht ist den Spielern das bundesweite Lob auch zu sehr zu Kopf gestiegen und der letzte Kampfgeist hat auf dem Platz gefehlt. Was auch Krämer in seiner Nachbetrachtung unterstreicht: „Wir haben zu schlampig gespielt und uns zu viele leichtfertige Ballverluste erlaubt.“

Dabei lief es für den ehemaligen Bundesligisten prächtig, denn bereits nach zehn Minuten konnte Stürmer Klos mit seinem 6. Saisontor Bielefeld mit 1:0 in Führung schießen. Eine perfekte Bedingung, um aus einer sicheren Defensive heraus kontern zu können. Auch Mittelfeldspieler Tom Schütz erkannte eine gewisse Lethargie im Spiel der Bielefelder nach der frühen Führung: „Aus unerklärlichen Gründen haben wir ab der 25. Minute die Zügel schleifen lassen.“
Die Defensive zeigte jedoch eklatante Schwächen und auch der sonst so hervorragende Torwart Stefan Ortega, machte es in „Neuer-Manier“ und fabrizierte einen Fehlpass der prompt zum Gegentor führte. Es scheint, als liefe an diesem Tag einfach alles schief aus Arminensicht. Die Krämer-Schützlinge ergaben sich jedoch auch in ihr Schicksal und leisteten keine Gegenwehr gegen die in allen Belangen überlegenen Gastgeber. Der VfR Aalen diente für den neuen Abwehrspieler Philipp Heithölter auch als Vorbild: „Die Aalener spielten so, wie wir es uns vorgenommen hatten, nämlich aggressiv und zielstrebig.“

Die Hoffnung vieler im Arminen Lager schwingt mit, dass dieses Spiel einmalig bleibt und als warnendes Beispiel für den Rest der Saison herhalten soll. Den mühsam zurück erspielten Kredit bei Fans und Sponsoren möchte man unter keinen Umständen wieder verlieren. Für Krämer ist klar: „Um Spiele zu gewinnen, müssen wir immer an unser Limit gehen. Diese Einstellung stimmte in Aalen aber nicht.“ Das Schlusswort gehört Arminias sportlichem Leiter Samir Arabi, der bei nur noch sechs Punkten Vorsprung erklärte: „Für Träumereien ist keine Zeit.“

Quelle: www.nw-news.de

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