Alemannia droht Auszug aus dem Tivoli

Die Gläubiger des Aachener Stadions geben bisher keine Zusage für die Nutzung des Tivoli in der nächsten Saison.

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Alemannia droht Auszug aus dem Tivoli
Foto: Alemannia Aachen
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Die Sanierung des finanziell angeschlagenen TSV Alemannia Aachen hat einen erneuten Rückschlag erlitten. Wie der Verein nun bekannt gab, geben die Gläubiger des Aachener Tivoli-Stadions keine Zusage für die Nutzung in der kommenden Saison. Die knapp zwei Millionen Euro, die der Hauptgläubiger des Stadions jährlich von den Kaiserstädtern verlangt, sei für Alemannia nicht zu stemmen.

Ohne ein Stadion ist eine Lizenz aber weder für die 3. Liga noch für die Regionalliga zu bekommen. „Ohne Spielstätte kein Spielbetrieb, ohne Spielbetrieb keine Alemannia Aachen mehr“, sagt Professor Rolf-Dieter Mönning, vorläufiger Sachverwalter der Alemannia. „Wir geben die Alemannia aber noch nicht auf und suchen deshalb händeringend nach einer neuen Spielstätte in der Umgebung von Aachen.“ Die Stadt Jülich, rund 30 Kilometer östlich von Aachen gelegen, hat der Alemannia bereits ein Angebot unterbreitet. Das Karl-Knipprath-Stadion fasst 5.000 Zuschauer und wäre für den Spielbetrieb geeignet. Am heutigen Mittwoch wollen die Kaiserstädter eine Sicherheits-Begehung durchführen.

Quelle: www.mspw.de

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Kommentar von Peter Pracht Aldenhoven am 28.02.2013 um 13:38 Uhr:

Das kann man sehen wie man möchte. Ich als fast 60jähriger gehe seit fast 50 Jahren zur Alemannia. Eines muss man sagen, den Prachtbau TIVOLI an der Stelle hat der damahlige Oberbürgermeister Dr. Linden mehr als nur unterstützt obwohl bekannt war, dass der TSV wenig Eigenkapital hatte. Das der TIVOLI dort gebaut werden musste wo er steht, lag auch mit am OB. Es musste u.a. einen Kleingartenanlage usw. für gutes Geld 'versetzt' werden. Durch die Standortwahl wurde der TIVOLI mehrere Millionen teurer als außerhab vom Zentrum. Ferner weiß jeder Häuslebauer, dass man Darlehen auch zurückzahlen muss und die Belastung für den TSV betrug 4-5 Millionen im Jahr, was die Alemannia nicht selber stemmen konnte. Es erfolgte im Sommer der Absturz in die 3. Liga und vorher wurde ein neues Belastungskonzept entworfen und dem TSV mitgeteilt. Jetzt sind die Forderungen für Stadionmiete wieder um ca. 50 Prozent gestiegen und das bekommt die Alemannia wahrscheinlich nicht gestemmt. Also sucht man im Umland nach einer preiswerten Alternative um den Spielbetrieb zu gewährleisten. Nachvollziehen kann ich das obwohl es schwer zu verstehen ist. Der Tivoli ist aber sonst für nichts (seitens der Genehmigung) zu gebrauchen. Die Frage stellt sich, was will die Stadt, der Verein, die Banken und die AM? Soll man die angeschlagene Alemannia nicht weiter unterstützen um später schwarze Zahlen zu scheiben. Ein nicht genutztes Stadion bringt keinem etwas....In den letzten Monaten wurde Einiges bewegt. Man sollte aber bedenken, dass das Stadttheater mit knapp 20 Millionen (habe die Zahl mal gelesen) subventioniert wird im Jahr und das bei weniger Besuchern im Jahr als bei der Alemannia... Alemannia ist auch ein Stück Kulturgut. Wie gesagt das ist meine Meinung und ich habe nur ein oberflächiges Wissen.

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