Alemannia Aachens negative Nachrichten reissen nicht ab

Am Freitag wurde bekannt, dass Aachen den Insolvenzantrag stellen muss. Nun ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzverschleppung gegen den Traditionsverein. Hinzu kommt noch die Sorge vor der Wettbewerbsverzerrung, da Aachen in der Wintertransferperiode etliche Spieler abgeben muss.

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Alemannia Aachens negative Nachrichten reissen nicht ab
Foto: Alemannia Aachen
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„Am Freitag ist eine Strafanzeige eingegangen, die zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens geführt hat“, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller über die Situation.

Bereits im Frühling 2012 soll Aufsichtsratmitglied Horst Rambau Meino Heyen gewarnt haben, dass ein großes Finanzloch ansteht. Es handelte sich um Mindereinnahmen in Höhe von 2,7 Millionen Euro, sowie einem Verlust von 1,8 Millionen Euro. In der Summe ergibt das jene 4,5 Millionen Euro, die nun fehlen. Auch Meino Hayen äußerte sich dazu. Er bemängelt, nicht alle Unterlagen zur VErfügung gestellt bekommen zu haben. „Wir können nur prüfen, was uns vorgelegt wird.“, äußerte sich dieser.

Nachdem die prekäre Lage bekannt wurde, klagt nun auch der im Frühjahr entlassene Rambau auf Wiedereinstellung und denkt über eine Strafanzeige wegen Rufschädigung nach. Hayen hatte Rambau in einem Schreiben als „unkollegial, unversöhnlich und spaltend“ betitelt. "Ich bin nur ein unbequemer Querdenker", sagte Rambau. Dieser wurde entlassen, da er deutliche Kritik an Frithjof Kraemer, der mittlerweile auch entlassen worden ist, geäußert.

Doch damit nicht genug. Nun sorgen sich mehrere Vereine und deren Anhänger darum, dass diese Insolvenz Auswirkungen auf die 3. Liga.

Aachen wird aus eben bekannten finanziellen Nöten im Winter einige Abgänge verbuchen müssen. Es ist geplant, gerade noch mit einer etwas besseren U23 aufzulaufen. Am kommenden Spieltag endet die Hinrunde der 3. Liga mit dem 19. Spieltag. Dann ist jeder Verein in der 3. Liga einmal gegen die Alemannen angetreten. Nun ist es ja so, dass zwischen Beginn der Transferperiode am 30. November und dem Ende am 31. Januar vier Ligaspiele anstehen. Die Gegner sind der SV Wacker Burghausen, Borussia Dortmund II und der 1. FC Saarbrücken und der DSC Arminia Bielefeld. Diese müssten dann gegen den noch "starken Kader" der Alemannia antreten, während alle anderen Vereine gegen die "bessere zweite Mannschaft" leichteres Spiel hätten.

Es gibt daher zwei Optionen. Die Eine wäre, diese 4 Partien zu verlegen, die Andere wäre ein Ausschluß der Alemannia und eine Bereinigung der Tabelle. Doch der DFB selbst ist darum bemüht, die Aachener bis Ende der Saison mitwirken zu lassen.

Marcus Uhlig, Geschäftsführer der Arminia aus Bielefeld, fordert zumindest eine Verlegung der Rückrundenspieltag 1-4 auf Termine nach der Transferperiode, um die Chancengleichheit zu wahren. Auch der Burghauser Pressesprecher Martin Lex meldete sich zu Wort. Dieser hofft auf eine Entscheidung des DFB, die jedem gerecht wird, wirft aber auch einen Ausschluß des Vereines ein, was eine Bereinigung der Tabelle mit sich bringen würde.

Denn, sollte es die Alemannia schaffen, das Insolvenzverfahren bis nach dem letzten Spieltag zu verlagern, würden die Spiele, an denen der insolvente Verein beteiligt war, nicht aus der Wertung genommen.


Gelingt es der Alemannia, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens bis nach dem letzten Spieltag dieser Saison hinauszuzögern, würden die Folgen für die anderen Klubs noch relativ gering sein, denn die Spiele der Aachener würden dann nicht aus der Wertung genommen.

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