Alemannia Aachen besiegt die Arminia mit 2:1 - Spielbericht

Endlich mal wieder etwas Positives aus dem Lager der Alemannen. Die Mannschaft von René van Eck gewann verdient durch viel Einsatz und Willen gegen den Aufstiegskandidaten aus Bielefeld.

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Alemannia Aachen besiegt die Arminia mit 2:1 - Spielbericht
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Ergebnis: 2 - 1
Aachen gelang am heutigen Spieltag der Befreiungsschlag aus den Abstiegsrängen durch eine gute Leistung gegen Arminia Bielefeld, die nun nicht mehr auf dem Relegationsplatz verweilen. Die Alemannia gab sich trotz des Rückstandes nach 59 Minuten nicht auf und konnte die Partie durch zwei Treffer von Leipertz doch noch in einen Sieg ummünzen.

Rene van Eck veränderte seine Startelf auf eine Position. Im Gegensatz zur 0:1 Niederlage gegen den Tabellenführer aus Osnabrück startete Thiele für Olajenbesi.

Stefan Krämer auf Seiten der Arminia musste seine siegreiche Elf aus der Partie gegen den SV Wacker Burghausen auch einmal umbauen. Da Schönfeld auf Grund von 5 gelben Karten gesperrt war, lief Testroet von Beginn an auf.

Die Partie begann mit einem offenen Schlagabtausch, in welchem beide Mannschaften versuchten, auf Sieg zu spielen. Zwar hatten die Gäste ein leichtes optisches Übergewicht aber die Hausherren konnten die besseren Chancen verbuchen. In der 20. Minute hatte der Olajengbesi-Ersatz Thiele eine tolle Gelegenheit. Nachdem Drevina von außen Auge bewies, stand Thiele 8 Meter vor dem Bielefelder Tor frei und zog ab. Sein Versuch landete aber in den Armen des Mannes zwischen den Pfosten bei der Arminia, Platins.

Nach dieser Aktion konnten sich die Hausherren etwas besser in Szene setzen, so dass Bielefeld nur übrig blieb, hinten dicht zu machen und auf Konter zu lauern. Nach mehreren guten Gelegenheiten Aachens, bei welchen allerdings immer die letzte Konsequenz fehlte, ergab sich ein solcher Konter für die Gäste. Plötzlich war Hille komplett frei vor Melka im Tor der Alemannia aufgetaucht, doch der Keeper behielt dank einer Glanzparade die Oberhand und konnte auf Kosten einer Ecke klären.

Die Partie war nun wieder etwas ausgeglichener. Wieder war es Hille, der frei vor dem Tor Aachens aufgetaucht war. Seine Direktabnahme konnte jedoch Melka erneut stark klären.

Doch auch Platins im Bielefelder Tor konnte sich dann in Minute 42 in Szene setzen. Nach einer guten Kombination bekam der Aachener Baumgärtel den Ball auf den linken Flügel und flankte zu Leipertz, der aus kurzer Distanz Volley abschloss und Platins alles abverlangte, um den Einschlag zu verhindern.

Danach bat Schiedsrichter Unger zum Pausentee. Zwar stand es noch 0:0 aber 7:1 Ecken zu Gunsten der Hausherren ließen vermuten, wer insgesamt mehr vom Spiel hatte. Auch nach der Halbzeit bot sich den Zuschauern am Aachener Tivoli das selbe Bild, doch nach wie vor fehlte der Alemannia die zündende Idee. In der 58. Minute hätte sich das fast gerächt, als erneut ein Bielefelder in Person von Testroet alleine auf weiter Flur auf Melka zulief. Doch Testroet zielte zu genau und verpasste den Kasten knapp.

Nur eine Minute später musste der Alemannen-Keeper dann hinter sich greifen. Nachdem Testroet aus 18 Metern abzog fälschte Hille, der extrem abseitsverdächtig stand, die Kugel unhaltbar für Melka, der bereits auf dem Weg in die andere Ecke war, ab und der Ball zappelte im Netz.

Doch die Alemannia hatte die passende Antwort parat. Nur eine Minute später bewies der Routinier Albert Streit seine Übersicht und spielte gekonnt in den Lauf von Leipertz, der aus 10 Metern ansehnlich vollendete und den Vorsprung der Gäste egalisierte.

Es entwickelte sich erneut ein Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie die drei Punkte unbedingt wollten. Klos verpasste erst nach Eckball mit dem Kopf nur knapp, ehe Albert Streit den Keeper der Arminia auf der anderen Seite mit einem Schuss aus 20 Metern auf die Probe stellte.

Über mangelnde Spannung und Torszenen konnten sich die 12.737 Fans nicht mehr beschweren. Es folgte allerdings eine schwache Schlussviertelstunde, da auf Grund einiger Wechsel der Spielfluss verloren ging. Doch genau in dieser Phase gelang der Alemannia der verdiente Ko-Schlag. Nach toller Vorlage von Fabian Baumgartel war es erneut Leipertz, der seinen zweiten Treffer an diesem Spieltag erzielen konnte und der Alemannia so den ersten Sieg nach 7 sieglosen Spielen bescherte.

Robert Leipertz, der Doppeltorschütze und Mann des Spiels resümierte nach der Partie: "Ich denke, dass das Spiel in erster Linie ein Erfolg des Teams war. Wir haben trotz des Rückstands Gas gegeben und verdient noch gewonnen. Wir sind Fußballer, um zu gewinnen. Ein Tor wirft die Mannschaft natürlich kurzzeitig zurück aber es ist toll, wenn man so schnell wieder den Ausgleich macht. Wir wollen auch weiterhin jede Woche gewinnen und Punkte holen, damit der Klassenerhalt rein sportlich doch noch möglich ist. Wir haben wochenlang auf diesen Sieg hingearbeitet und heute haben wir uns endlich mal belohnt."

Albert Streit bedankte sich bei den Fans für den Support: "Wie die Fans uns heute nach vorne gepeitscht haben, war sensationell. Nach dem Ausgleich war die Partie wieder vollkommen offen und die ganze harte Arbeit, die wir betreiben, hat sich heute endlich einmal gelohnt. Deshalb war dieses Spiel für uns auch sehr emotional. Auch der Zuspruch, den wir von unseren Fans bekommen, ist kaum in Worte zu fassen. Sie haben hinter uns gestanden, obwohl wir in Rückstand geraten sind und uns immer wieder angetrieben."

René van Eck zeigte sich stolz: "Ich freue mich unglaublich für meine Mannschaft. Wir haben in den letzten Monaten immer sehr hart gearbeitet und heute ist es uns gelungen, die drei Punkte hier zu behalten. Die Mannschaft hat trotz der schweren Situation nie aufgegeben, das ist sicher nicht immer einfach. Die Mannschaft wollte heute unbedingt die drei Punkte holen, mit dem Sieg haben sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Fans belohnt."

Stefan Krämer beglückwünschte den krisengebeutelten Gegner aus tiefstem Herzen. "Glückwunsch an Aachen. Ich hoffe ehrlich für diesen Verein, dass er seine Probleme auf finanzieller Ebene in den Griff bekommt. In das Spiel sind wir gut reingekommen, Mitte der ersten Halbzeit hat Aachen dann mehr Zugriff bekommen. Nach der Pause gehen wir verdient in Führung und lassen noch klare Chancen aus. Uns war klar, dass Aachen aufopferungsvoll kämpfen würde, aber die Tore sind zu leicht gefallen. Vor dem 1:1 waren wir wohl noch im Freudentaumel und beim 2:1 machen wir klare individuelle Fehler auf der Außenbahn. Vorne haben wir zu viele Chancen zu leicht hergeschenkt."

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