32. Spieltag; SV Wehen Wiesbaden - SG Sonnenhof Großaspach

Der SV Wehen Wiesbaden hat sich am vergangenen Wochenende durch die 0:3 Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht aus Regensburg endgültig aus dem Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga verabschieden, will nun aber gegen den nächsten Abstiegskandidaten, den Aufsteiger aus Großaspach, vor heimischer Kulisse Wiedergutmachung betreiben. Allerdings befinden sich die Schwaben aus Großaspach in einer guten Form, sind seit der Rückkehr von Rüdiger Rehm auf den Cheftrainersessel ungeschlagen und wollen mit einem Sieg bei den hessischen Landeshauptstädtern einen Befreiungsschlag landen und das Polster auf die rote Linie ausbauen.

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32. Spieltag; SV Wehen Wiesbaden - SG Sonnenhof Großaspach
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Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!
Marc Kienle, der Wiesbadener Übungsleiter, sah die Niederlage in Regensburg von der Defensivabteilung verschuldet. "In der Anfangsphase hatten wir den besseren Start und hatten auch zwei große Möglichkeiten die wir ungenutzt ließen. Der Torwart hat zwei Mal gut reagiert. Dann fiel das 1:0, bei uns in der Vorwärtsbewegung, genau in dem Moment, als wir die Kette nicht richtig schützten. Wir haben dadurch den Faden verloren, aber es gab immer wieder Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen. Insgesamt glaube ich, hatten wir auf beiden Seiten heute fünf bis sechs Großchancen. Der Unterschied war eben dass der Jahn die genutzt hat und wir eben nicht. Wir hätten heute glaube ich noch eine Stunde spielen können und hätten kein Tor erzielt. In der Summe ist es dann auch verdient. Die Anlage war von den Tormöglichkeiten wie wir sie herausgespielt haben, waren auf unserer Seite, aber der Jahn hat sich leidenschaftlich dagegen gewehrt. Sie hatten im Moment auch eine schwierige Situation und das haben Sie am Ende auch bravourös gelöst. Wir waren in der Verteidigung heute einfach zu nachlässig. Im Spiel nach vorne war es anständig und absolut in Ordnung, aber wir haben uns gegenseitig zu wenig geschützt in der Kette hinten und deshalb bekommt man Gegentore. Nach vorne haben wir ordentlich gespielt, aber nach hinten nicht gut verteidigt."

Vor dem Heimspiel gegen Großaspach gab sich Kienle ebenfalls noch einmal kritisch und nahm seine Mannschaft in die Pflicht. "Als Mannschaft müssen wir es in beide Spielrichtungen besser machen. In der Offensive hatten wir uns zwar einige Möglichkeiten erspielt, sie aber ungenutzt gelassen. In der Defensive waren wir zu schläfrig und nachlässig! Wir müssen von Beginn an sehr konzentriert sein und hinten gut stehen. Nach vorne haben wir dann alle Möglichkeiten, um ein Tor zu erzielen.“

Kienle weiß natürlich auch, was für ein Brocken da nun auf seine Truppe zukommt. "Man kann nur den Hut davor ziehen, was Großaspach in den letzten Wochen geleistet hat. Die Mannschaft hat in Erfurt, Dortmund und Dresden gewonnen, außerdem zuletzt mit dem 1:1 gegen Kiel und Münster aufhorchen lassen. Alle Achtung vor dieser Entwicklung. Ich bin überzeugt, dass Großaspach die Klasse halten wird."

Nach dem Remis gegen Holstein Kiel appelierte Rüdiger Rehm, der Trainer der SG Sonnenhof Großaspach, an den gegnerischen Coach in den kommenden Spielen den ein oder anderen direkten Konkurrenten zu besiegen, zeigte sich auch von der Partie gegen die Störche begeistert. "Es war ein atemberaubendes Spiel auf beiden Seiten. Immer wieder Torraumszenen. Die ersten 15 bis 20 Minuten gingen ganz klar an Kiel. Wir haben einfach nicht diesen Abstand zum Gegner gefunden um Zweikämpfe zu führen. Dementsprechend haben wir zu viel vorallem zwischen unserer Innenverteidigung und der Sechserposition zugelassen, so dass die Bälle von dort aus in die Tiefe gesteckt werden konnten. Das hat mir nicht gut gefallen. Wir haben uns sehr kompakt als Mannschaft von diesem Schlamassel oder dieser negativen Spirale dann aber befreit und haben bis zur Halbzeit ein Klassespiel gegen ein absolutes Topteam absolviert. Wir hatten große Chancen relativ früh den Ausgleich zu machen und haben mit dem Traumtor von Michele Rizzi den Ausgleich auch verdient erzielt. Vielleicht hätten wir sogar zur Pause hin in Führung liegen können. Wobei ich immer sage, die ersten 20 Minuten gingen an die Kieler und danach hat man eben den Eindruck der letzten 20 oder 25 Minuten und deswegen hatte ich das Gefühl, dass wir zur Halbzeit hätten vorne liegen können. Die zweite Halbzeit war ein Spiel auf Messers Schneide. Beide Teams haben mit offenem Visier gekämpft und haben den Zuschauern auf einem schwer bespielbarem Boden ein absolutes Topspiel geboten. Man hat gemerkt wie bei beiden Teams die Kräfte schwanden und trotzdem hat jeder immer versucht Alles zu geben, sowohl auf der Kieler Seite als auch von uns. Alles in allem ist es ein verdientes Unentschieden. Gerne hätten wir einen Heimsieg gelandet, da der Letzte ja schon ein bisschen zurückliegt. Wir werden dran bleiben und solang wir nicht verlieren sind wir erhobenen Hauptes. Ich wünsche den Kielern alles Gute. Nicht nur dass wir nächstes Jahr so eine weite Auswärtsfahrt haben sondern auch so, denn es ist eine sympathische Mannschaft und ein toller Verein. Dieses Jahr könnte es tatsächlich klappen und wie Karsten Neitzel auch schon gesagt hat, die Spiele sind extrem eng und es kommen noch heiße Partien für uns sowie auch für die Kieler. Und wenn Sie uns unterstüzten können bei irgendwelchen Gegner, dann hoffe ich, dass Sie das auch durchziehen, wie nächste Woche gegen Mainz. Das wär schon mal ein Anfang."

Von Rechenbeispielen und Platzierungen hält der frisch gebackene Fußballlehrer herzlich wenig, er legte den Fokus nur auf den SV Wehen Wiesbaden und die anstehenden 90 Minuten. "Wiesbaden war vor der Saison sicherlich einer der heißesten Aufstiegskandidaten. Nun ist man in der Tabelle zwar etwas ins Mittelfeld gerutscht, dennoch verfügt die Mannschaft über große individuelle Klasse und über viele Spieler mit höherklassiger Erfahrung! Insbesondere Stürmer Vunguidica strahlt stets Gefahr aus und wir müssen in jeder Spielsituation hellwach sein. Klar ist aber auch, dass wir unbedingt punkten möchten. Jeder zieht voll mit, wir sind gut drauf und werden alles einbringen, um gegen Wehen erfolgreich zu sein."

Personell muss der Übungsleiter, der seinen eigenen Nachfolger wieder ablöste, ohne Denis Berger (Schulterverletzung), Jeremias Lorch (Kreuzbandriss) und Tobias Rühle (Muskelfaserriss) auskommen. Zudem fehlt Kai Gehring gesperrt. Felice Vecchione fällt ebenfalls noch einmal vier Wochen aus, was eine MRT-Untersuchung ergab.

Auf Wiesbadener Seite fehlen durch die Rückkehr von Alexander Riemann (grippaler Infekt), Alf Mintzel und Patrick Funk (beide muskuläre Probleme) wieder alle Akteure des Kaders zur Verfügung.

Anpfiff in der Wiesbadener BRITA-Arena ist am kommenden Samstag, den 11. April 2015, um 14 Uhr.

Alle Informationen zu dem Spiel aufrufen

Bisherige Aufeinandertreffen in der 3. Liga seit Saison 2010/11

13.03.2019 19:00 Uhr Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden 2 - 3 (0:0)
25.09.2018 19:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden - Sonnenhof Großaspach 2 - 0 (0:0)
10.03.2018 14:00 Uhr Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden 1 - 3 (1:1)
23.09.2017 14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden - Sonnenhof Großaspach 5 - 0 (4:0)
06.05.2017 14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden - Sonnenhof Großaspach 0 - 0 (0:0)
02.12.2016 19:00 Uhr Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden 2 - 1 (1:1)
07.05.2016 13:30 Uhr Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden 0 - 1 (0:1)
28.11.2015 14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden - Sonnenhof Großaspach 2 - 2 (1:1)
11.04.2015 14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden - Sonnenhof Großaspach 0 - 1 (0:0)
05.10.2014 14:00 Uhr Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden 0 - 3 (0:1)

Vergleich der Mannschaften

SV Wehen Wiesbaden
Punkte: 45
Siege: 13
Unentschieden: 6
Niederlagen: 12
Tore: 46
Gegentore: 37
Sonnenhof Großaspach
Punkte: 34
Siege: 8
Unentschieden: 10
Niederlagen: 13
Tore: 32
Gegentore: 52


Weitere Statistiken finden Sie in den News, Vereinsinfos und Statistik-Bereichen auf unserer Homepage.

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