28. Spieltag; Stuttgarter Kickers - MSV Duisburg

Ein absolutes Topspiel findet am 28. Spieltag in Stuttgart statt, wenn die Kickers, mit 45 Punkten auf Rang 6 rangierend, den MSV Duisburg, mit 46 Punkten auf dem Aufstiegsrelegationsplatz, empfangen. Ein Sieg ist für beide Mannschaften extrem wichtig, um die Ausgangsposition auf die Restsaison zu verbessern. Während die Stuttgarter Kickers erst am vergangenen Wochenende den Kontakt zur Spitze wieder herstellen konnten, als man gegen die Fortuna aus Köln gewann, vergab der MSV Duisburg beim VfL Osnabrück die Möglichkeit, den zweiten Platz in der Tabelle ein zu nehmen.

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28. Spieltag; Stuttgarter Kickers - MSV Duisburg
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Horst Steffen, der Mann an der Seitenlinie der Stuttgarter Kickers, zeigte sich nach dem Erfolg bei Fortuna Köln sehr zufrieden. "Ich bin glücklich, dass wir hier drei Punkte mitgenommen haben, das ist in letzter Zeit keinem Gegner mehr gelungen. Wir können ganz froh sein, drei Punkte mit nach Stuttgart zu nehmen. Das Spiel hätte von unserer Seite noch besser gestaltet werden können. Wir hatten einige Ballverluste gehabt, die nicht passieren dürfen. Die geringe Ballsicherheit lag daran, dass Fortuna richtig Gas gegeben und uns richtig bedrängt hat. Aber letztendlich haben wir verdient das Spiel gewonnen. Dem Uwe Koschinat (anm. d. Red.) kann ich sagen, dass seine Mannschaft, seitdem Sie gegen uns im Hinspiel verloren hat, es ganz hervorragend gemacht haben und einen tollen Weg eingeschlagen hat. Ich wünsche weiterhin viel Glück und Erfolg und vielleicht sehen wir uns in der nächsten Saison oder auch nicht."

Auch einige Tage nach dem Sieg gegen die Fortuna war Steffen noch von der Wichtigkeit des Sieges über die Domstädter überzeugt. "Sas Ergebnis in Köln war wichtig und bringt uns für das Spiel gegen Duisburg ein Stück weiter!", so der Coach der Degerlocher, der selbst acht Jahre beim MSV seine Brötchen verdient hat. "Das hatte ich wirklich nicht im Kopf, aber jetzt weiß ich es und freue mich darauf, dass ich am Samstag viele Menschen treffen werde, die ich kenne!", zeigte sich der Übungsleiter gelassen, machte aber kaum den Eindruck, dass es Gastgeschenke geben wird.

Gino Lettieri, der Mann an der Seitenlinie bei den Zebras, sah den Punktgewinn seiner Mannschaft in Osnabrück als glücklich an. "Wir haben einen glücklichen Punkt gewonnen und können uns bei unserem Torhüter bedanken. Osnabrück war besser und hatte mehr Chancen, da gibt es keine zwei Meinungen. Es ist schade, dass wir immer auf Mannschaften treffen, die gegen uns die beste Leistung der letzten Zeit abrufen."

Auch wenn der MSV Duisburg nun auf Rang 3 steht und die Saison in die Zielgerade einbiegt, ist man bei den Meiderichern noch entspannt. "Unser großes Ziel ist es, bis 2016 aufzusteigen. Aber es war ja für uns nicht absehbar, dass wir uns innerhalb der Konkurrenz so gut behaupten werden und die Mannschaft sich so hervorragend entwickelt. Das habe ich mir zwar genau so erhofft, als ich Mannschaft und Trainer im Sommer zusammengebracht habe, aber dieses Zwischenfazit macht mich auch ein wenig stolz und bestätigt mich in meinen Personalentscheidungen. Und bevor nun die nächste Frage kommt, liefere ich die Antwort lieber direkt (lacht): Natürlich wollen wir bereits jetzt aufsteigen! Wir sind in Schlagdistanz und haben alle Möglichkeiten, dieses große Ziel bereits 2015 zu erreichen. Wir müssten ja verrückt sein, wenn wir unsere Vorgaben nicht der Realität anpassen würden.", erklärte Ivo Grlic, der Sportdirektor des MSVm auch wenn man natürlich den Aufstieg gerne sofort realisieren würde. "Es kann doch nicht ernsthaft vermutet werden, dass die Mannschaft mit halber Kraft arbeitet, nur weil mein Sicherheitsplan einen Aufstieg 2016 als Ziel genannt hat. Das wäre doch lebensfremd. Fußballer wollen spielen und gewinnen - und je schneller wir aus dieser Liga entfliehen, umso besser ist das für alle Beteiligten. Natürlich wird es immer wieder „Grottenkicks“ geben, so wie vergangenes Wochenende in Osnabrück. Aber man muss sich auch vor Augen halten, dass dort immer noch Menschen auf dem Platz stehen und keine Maschinen. Da potenzieren sich manchmal einzelne Fehler zu ganzen Fehlerketten, und trotzdem lässt sich immer noch eine gewisse Qualität erahnen, wenn man an so einem gebrauchten Tag mit zumindest noch einem - glücklichen - Punkt nach Hause fährt."

Grlic erklärte auch die vertragliche Situation um Trainer Gino Lettieri. "Natürlich ist Gino Lettieri ein ganz wesentlicher Baustein. Immerhin ist es ihm ja gelungen, 14 unterschiedliche Spieler in den bereits bestehenden Kader zu integrieren und daraus ein schlagkräftiges Team zu formen. Damit hat er bis jetzt alle in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt, und ich schätze seine Arbeit und Vorgehensweise außerordentlich. Sie wissen aber auch, dass ich Entscheidungen erst immer dann veröffentliche, wenn die Tinte unter den Verträgen trocken ist. Wir sind zuletzt durch den krankheitsbedingten Ausfall unseres Geschäftsführers Peter Mohnhaupt und den damit auch in Bezug auf die Lizenzierung erhöhten Arbeitsaufwand bei unserem anderen Geschäftsführer Bernd Maas schlicht nur noch nicht dazu gekommen, den ausgehandelten Vertrag schriftlich zu fixieren. Wir sind uns einig, die Bedingungen sind ausgehandelt, er hat mein Wort und ich seine Zusage. Das bedeutet, dass für uns beide das Wort zählt und Verträge sekundär sind. Und das ist genau die Geisteshaltung, die ich mir generell wünsche. Ich bin ein verlässlicher Partner und das wünsche ich mir auch von meinem Gegenüber - egal ob Spieler oder Trainer."

Steffen Bohl, der Mittelfeldakteur des MSV, blickte derweil noch einmal auf das Spiel gegen Osnabrück zurück und zog daraus die Schlüsse, was man gegen die Degerlocher nun anders machen muss. "Wir haben uns mehr vorgenommen, vor allem die Spielart, die wir eintrainiert haben, konnten wir nicht umsetzen. Der Rasen war natürlich nicht so gut. Osnabrück hat das früher erkannt und eher auf zweite Bälle gespielt, da waren unsere Abstände ein wenig zu groß. Das müssen wir gegen die Stuttgarter Kickers ändern, die natürlich eines der spielstärksten Teams der Liga sind. Wir müssen einfach enger am Mann dran sein. Wir müssen nochmal einen Zahn zulegen, denn die Kickers sind natürlich schon eine große Herausforderung."

Auch die Fans waren nach dem Auftritt gegen Osnabrück unzufrieden. Gino Lettieri zeigte sich verständlich. "Unser Spiel war wirklich sehr schlecht. Es war keine Laufbereitschaft da, kein Kampf, gar nichts. Es war auch nicht das, was ich mir unter Fußball vorstelle und das Schlimme ist, dass wir uns unter der Woche sehr viele taktische Sachen vorgenommen haben, die überhaupt nicht umgesetzt wurden. Von daher kann ich die Fans total verstehen. Ich hoffe aber, dass sie uns trotzdem in Stuttgart unterstützen und auch, dass wir die Möglichkeit ergreifen, etwas wieder gut zu machen.", erklärte der Fußballlehrer.

Auch er verdeutlichte noch einmal, was sich hinsichtlich des VfL-Spiels ändern muss. "Die Laufbereitschaft muss auf jeden Fall drei oder vier Stufen höher geschraubt werden. Auch der Kampf, den müssen wir annehmen. Dann letztendlich müssen wir unsere Spielqualität mit einbringen. Das Spiel gegen die Kickers ist Eines auf Augenhöhe. Stuttgart spielt im Moment auch eine gute Saison genauso wie wir. Wir sind punktemäßig nahe beieinander. Das wird ein absolutes Spitzenspiel und wir müssen Alles geben, um das Spiel für uns zu entscheiden. Sie sind eine gute Mannschaft, die technisch sehr stark sind. Wir müssen einfach versuchen, sie aus dem Rythmus zu bringen."

Personell kann Lettieri auf die selbe Bandbreite zurück greifen, die auch beim Spiel in Osnabrück zur Verfügung stand.

Auf Seiten der Schwaben ist der Einsatz von Enzo Marchese fraglich. "Für den Fall, dass Enzo nicht kann, wäre Bentley Baxter Bahn sicher eine Option für die Startformation!", nannte Steffen einen Ersatz für den Kapitän. Wer im Sturm auflaufen wird, beantwortete der Übungsleiter nicht so offenherzig. "In der Offensive habe ich eine Menge Möglichkeiten und ich muss schauen, welche Spieler am besten zu den gegnerischen Verteidigern passen!".

Anpfiff im Stuttgarter GAZI-Stadion auf der Waldau ist am kommenden Samstag, den 7. März 2015, um 14 Uhr.


Alle Informationen zu dem Spiel aufrufen

Bisherige Aufeinandertreffen in der 3. Liga seit Saison 2010/11

07.03.2015 14:00 Uhr Stuttgarter Kickers - MSV Duisburg 4 - 2 (2:0)
13.09.2014 14:00 Uhr MSV Duisburg - Stuttgarter Kickers 2 - 0 (1:0)
12.04.2014 14:00 Uhr Stuttgarter Kickers - MSV Duisburg 2 - 0 (1:0)
02.11.2013 14:00 Uhr MSV Duisburg - Stuttgarter Kickers 1 - 1 (0:0)

Vergleich der Mannschaften

Stuttgarter Kickers
Punkte: 46
Siege: 12
Unentschieden: 10
Niederlagen: 5
Tore: 42
Gegentore: 30
MSV Duisburg
Punkte: 46
Siege: 12
Unentschieden: 10
Niederlagen: 5
Tore: 40
Gegentore: 27


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