17. Spieltag; SpVgg Unterhaching - Dynamo Dresden (Stimmen zum Spiel)

Die Spielvereinigung Unterhaching konnte den Befreiungsschlag schaffen und sich mit 3:0 deutlich gegen den Aufstiegsaspiranten aus Dresden durchsetzen. Dynamo rutschte durch die Niederlage bis auf Rang 10 ab, Unterhaching konnte den Rückstand auf einen direkten Abstiegsplatz bei drei Punkten halten, rangiert derzeit auf dem 15. Tabellenplatz.

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17. Spieltag; SpVgg Unterhaching - Dynamo Dresden (Stimmen zum Spiel)
Foto: Foto Butzhammer
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Ralf Minge, der Geschäftsführer der SGD: "Solche Sachen passieren nicht all zu oft. Man müsste mal zusammenrechnen, was wir hier an Chancen liegen gelassen haben. So viele haben wir in den letzten fünf Spielen zusammen nicht einmal gehabt. Wir haben viele gelbe Karten bekommen und in dem Bestreben das Ding noch irgendwie zu Drehen, haben wir die Linie verloren. Trotz Allem haben die Spieler bis zum Schluss nicht aufgegeben und selbst da hatten wir noch Chancen einen Anschlusstreffer zu machen. Wer lange genug im Fußball ist, der kennt solche Tage. Wir hätten noch zwei Stunden weiter spielen können, das war so ein Tag, wo wir wegen verschiedenster Ursachen kein Tor gemacht haben."

Benjamin Kirsten, der Mann im Kasten der SGD, war bedient. "Ich bin froh, dass ich jetzt Zeit habe, das Ganze ein wenig sacken zu lassen. Das war ein derber Schlag ins Gesicht, das muss man so klar sagen. Wir sind als verdienter Verlierer vom Platz gegangen. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt die Herz an den Tag gelegt hat, die trotz Ihrer Situation Alles gegeben hat und da muss man den Hut vor ziehen. Es tut unheimlich weh, wenn man in die Ferne fährt und die selbe Strecke mit Nichts nach zurück fahren muss. Für mich ist das ein Gesamtpaket und es geht darum, dass wir das Spiel 0:3 verloren haben und vor allen Dingen erst nach dem 1:0 merkten, dass wir Fußball spielen können. Ich denke, jeder Spieler ist sich heute bewusst was passiert ist."

Michael Hefele, Dynamos Abwehrchef: "Wenn ich die ersten 10 Minuten anschaue, wie wir da spielen, die Kugel laufen lassen und welche Chancen wir da haben, ist das natürlich bitter, dass wir hier gegen diese Mannschaft 3:0 verlieren. Wir müssen das unter der Woche aufarbeiten und schauen wo wir unsere Fehler gemacht haben. Dann geht der Blick wieder nach vorne."

Quirin Moll, der sich den Auftritt gegen seine ehemaligen Kollegen anders vorgestellt hat: "Ich habe es mir ganz anders vorgestellt, ich habe mich darauf gefreut, dass wir einheitlich mit der Mannschaft eine gute Leistung abliefern. Es ist uns heute nicht gelungen, jetzt müssen wir die Köpfe wieder zusammenstecken und versuchen, dass wir wieder an den Grundtugenden anknüpfen, wie wir am Anfang der Saison zusammengehalten haben, zusammen gerannt sind und uns zusammen die Tore erspielt haben. Wir müssen da einheitlich dran bleiben und kämpfen. Die dritte Liga ist eine schwierige Liga, man sieht es an den Punkten und an der Tabellenständen, dass viele Mannschaften dabei sind, die auf Augenhöhe spielen. Das war die letzten zwei Jahre auch schon so und da hilft es nur wenn man mit guter Leistung konstant arbeitet und konstant dran bleibt."

Stefan Böger, der Dresdner Übungsleiter: "Glückwunsch an meinen Kollegen und Unterhaching zu einem Sieg der auf Grund der Spielanteile in der Höhe vielleicht zu deutlich ausfällt, nichts desto trotz aber verdient ist. Unterhaching hat in die 90 Minuten sehr viel investiert, hat sehr großen kämpferischen Elan gezeigt in jeder Phase des Spiels. Wir haben zunächst gut ins Spiel gefunden, ein Knackpunkt für die Richtung des Spiels könnte die 3. Minute gewesen sein, eine riesen Chance durch Comvalius, das hätte die Richtung auch anders lenken können. Es zählen aber nunmal die Fakten. Fakt war, dass wir ganz besonders beim verwerten der Torchancen gesündigt haben, dass wir nicht die Entschlossenheit und die letzte Überzeugung hatten, den Ball über die Linie zu bringen oder es stand der Torwart im Weg. Der Ball wollte an dem heutigem Tag nicht rein gehen. Mit zunehmender Zeit sind wir unruhiger geworden in den Aktionen und haben uns auch individuell nicht gut verhalten in der Abwehr. Wir haben den Gegner zum Toreschießen eingelagen und so kam das Ergebnis zu stande. Es ist ein bitterer Nachmittag für uns, wir wollten hier gewinnen und drei Punkte mitnehmen. Das hat man auch gesehen, wie wir am Anfang aufgetreten sind. Da hat die Mannschaft das noch gezeigt, wir haben es aber nicht halten können. Dementsprechend sind wir sehr enttäuscht und werden weiter hart arbeiten müssen um weiter zu punkten."

Christian Ziege, der Coach der Spielvereinigung Unterhaching, war froh, dass sich seine Mannschaft endlich einmal belohnt hat. "Ich habe jetzt gar nicht so viel Lust Dinge zu analysieren. Ich glaube, Stefan macht das hervorragend. Wir haben lange zusammen gearbeitet und schätze Ihn als Kollegen. Ich bin froh, dass wir 3:0 gewonnen haben. Dynamo Dresden und die Stuttgarter Kickers sind die zwei Mannschaften in dieser Liga, bei denen ich sage, sie haben uns am meisten abverlangt. Gegen die Kickers haben wir das Spiel nicht gewonnen. Ich würde gerne auf Etwas anderes eingehen und zwar darauf, dass wenn man das ganze Spiel dominiert und durch Standards verliert. Ich habe die ganze Saison gesagt, ich würde am liebsten die Standards abschaffen, denn dann würde rauskommen, wer wirklich Fußball spielt oder wer nur Standards schlagen kann. Wir haben mit Abstand den niedrigsten Etat in dieser Liga, wir haben wohl mit die jüngste Mannschaft und schmeissen Woche für Woche Kerle rein, die sich unter Druck behaupten müssen und Gas geben. Dass die Fehler machen in einer solchen Situation, wo man gegen den Abstieg spielt und Sie ihren Mann stehen müssen in der dritten Liga, ist auch normal. Mich freut es wahnsinnig, dass sich die Jungs heute belohnt haben, mit der ganzen Arbeit, die sie sich die Woche über machen. Sicherlich, mit dem bisschen Glück in der Situation, das man braucht um ein Tor zu schiessen. Diese Jungs geben Woche für Woche Alles und dann wird irgendwo erzählt, dass irgendwas Schuld ist, dass irgendetwas nicht passt. Da kann man sich nur auf den Kopf fassen. Jeder der Jungs die auf dem Platz stehen, wollen immer das Beste und dass sie mit 18, 19 oder 17 in gewissen Situationen falsche Entscheidungen treffen ist normal. Sie haben auch noch eine schwere Bürde zu tragen, da ihr Trainer nicht lange Bälle spielen will, wie es hier jeder macht, sondern wir wollen hier Fußball spielen. Ich finde es zum Kotzen, wie überall Fußball gespielt wird. Diese Jungs wollen Fußball spielen und da passieren nun mal Fehler und Sie treffen halt falsche Entscheidungen. Wenn irgendeiner Kritik üben will, dann in Zukunft bitte nur über mich und nicht über meine Jungs."

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